Erhobener Zeigefinger

Geschrieben von JK am 11.01.2019 13:41:58:

Da war mein Zeigefinger wohl zu erhoben, wenn derartige Emotionen geweckt werden.
Dafür meine Entschuldigung.

Zudem:
Den Begriff Verschwörungstheoretiker verwende ich sonst nie, da stets toxisch - hier nur ironisierend in Bezug auf und aus der Sicht der Bankster
angewendet.

Was mich hingegen ernsthaft interessierte, wäre zu erfahren,
was Herr Müller denn als Problem erkannt und korrigiert hat?

Der Fond ist ja das Eine, aber wie er seinen Coudenhove-Kalergi in seinem neuesten Buch und den Interviews diesbezüglich auslegt, gefällt mir mal so gar nicht.
Das macht mich sehr misstrauisch. Da werden die bisherigen Auslegungsweisen von ihm wegen manipulativer Falschauslegung kritisiert: Man risse Passagen aus dem Bedeutungszusammenhang heraus, wenn man Coudenhove-Kalergi so interpretierte, als ob er und seine Gruppe die dargestellten Entwicklungen nicht auch selbst mit auf den Weg brächten.
Er selbst hat allerdings ebenfalls eine recht selektive Interpretationsweise. Die Auswahl der Zitate für sein Buch ist einseitig, er unterschlägt nahezu an einer Stelle die unbedingt zum Verständnis erforderliche Nachbar-Passage aus "Praktischer Idealismus".
Es wird die von Anfang an und bis heute andauernde enge Verbindung der Habsburger mit der Pan-Europa-Idee unterschlagen.

Es mag zwar schlicht seine aufrichtige Meinung sein, die er da zum Besten gibt. Wenn er aber die kommende Entwicklung derart vorwegnimmt, dass sich die europäischen Völker alternativlos vermischen
werden, weil die Eliten es so wollen und dagegen dann nichts unternommen werden könne, dann macht mich das wiederum sehr misstrauisch. Er befördert damit im Ergebnis das Geschäft dieser Eliten.
Selbstverständlich kann sich ein Volk seinem Genozid durch Vermischung widersetzen. In anderer Hinsicht ruft er zum selbstbestimmten Denken und Handeln auf, hier ist die Entwicklung alternativlos.
Sie mag schließlich so eintreten, aber man darf sie nicht dadurch befördern, dass man sie als zwangsläufig darstellt. Zumal dann schon gar nicht, wenn man ein Publikum von einer gewissen Größe erreicht, das auch noch aus den kritischeren Geistern besteht.....

Gruß jk

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Intelligenz ist die Abwesenheit von Illusionen
(Jiddu Krishnamurti)


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