Hier ein paar Anregungen ...

Geschrieben von Beobachter-II am 09.02.2019 15:17:16:

Beo - was denn nun? ... Hobby-Siedler oder auf zur Flucht? ;)

Schon wieder ein notorischer Entweder-Oder-Denker? Kein Sowohl-Als-Auch denkbar? Was sollte mich denn daran hindern, eine Ökosiedlung jederzeit zu verlassen, evtl. zusammen mit Anderen, wenn ich ständig darauf vorbereitet bin? Das müsste doch viel einfacher sein als hier im Ballungszentrum bei verstopften Autobahnen, nach Ausbruch von Plünderungen etc., oder? Wir sind hier bei einem ziemlich ernsten Thema, also lassen wir doch etwas mehr Sorgfalt walten:

Ökosiedlungen/-dörfer (auch sog. Eco Villages) entstanden insbesondere in den USA und in Europa seit Anfang der 60er Jahren aus der Flower-Power-, Love&Peace- und New-Age- Bewegung der Hippies und der damaligen rebellischen Jugendkultur heraus. Einige von den ersten existieren noch heute, so z.B. das Findhorn in Schottland, welches ich mir mal im Urlaub kurz angeschaut habe. Sie waren die ersten in Europa und das Vorbild und Bildungszentrum für viele:
https://de.wikipedia.org/wiki/Findhorn_Foundation#Anf%C3%A4nge_ab_1962
Bis vor noch 15-20 Jahren konnten solche Ökosiedlungen recht bedenkenlos an beliebigen Standorten gegründet werden (z.B. billig in Ost-Deutschland, in Mittel- und Süd-Europa), auch in der Nähe von Ballungszentren, denn die geopolitische Großwetterlage erlaubte noch Zuversicht und Hoffnung auf eine globale Entspannungspolitik. Doch das sieht jetzt ganz anders aus:

Die Kriegsgefahr in dem Dreieck "NATO-Russland-China" ist stetig gewachsen und hat nun enorme Spannungszustände hervorgerufen. Die Großmächte rüsten nun seit mindestens 5 Jahren auf Hochtouren. Bedenkt bitte, dass Hitler in nur 6 Jahren eine riesige, hochgerüstete Armee aus dem Nichts auf die Beine gestellt hatte. Es gibt bereits Stellvertreter-Krieg in Syrien und in Donbass/Ukraine (zwischen NATO und Russland), zunehmende Spannungen im Baltikum, in Georgien, im Südchinesischen Meer, im Nahen Osten, nun in Venezuela und anderswo.
Die geopolitische Lage steht auf Messerschneide. Wer aufmerksam russische Nachrichtenquellen liest, wird immer deutlichere Warnungen und versteckte Drohungen der Russen wahrnehmen. Die Russen fühlen sich zunehmend bedroht und werden es nicht mehr lange hinnehmen. Die Russen sind nicht nur über den Wortbruch der NATO-Länder - nach der Auflösung der UdSSR und Freigabe der DDR - sondern insbesondere über die Deutschen maßlos enttäuscht angesichts dessen, dass diese nichts aus dem WK-II gelernt haben. Die Wirtschaftssanktionen der EU haben der russischen Wirtschaft und Gesellschaft bereits enorm geschadet - und der treibende Motor hierbei ist die Merkel-Regierung. Die Russen werden deshalb auf die deutsche Bevölkerung im Kriegsfall nicht die geringste Rücksicht nehmen, zumal hier Unmengen an Kriegsmaterial gelagert und viele Truppen aus den USA und GB stationiert sind - und schnell herbeigeschafft werden können, ohne die Bundesregierung um Erlaubnis fragen zu müssen.

Folgendes ist noch zu bedenken: Bricht in Ost-Europa ein Krieg zwischen NATO und Russland aus, dauert es nur wenige Tage, bestenfalls 1-2 Wochen, bis in DE die ersten An- und Einschläge passieren. Dann kann DE kaum noch verlassen werden - bestenfalls mit dem Fahrrad. Es gäbe sofort Hamsterkäufe, leere Regale in Supermärkten, kein Benzin und Diesel an den Tankstellen und dort lange Warteschlangen (auch wegen Beschlagnahmung durch das Militär), geschlossene Autobahnen, um sie für militärische Kolonnen frei zu halten. Viele Teilstücke der Autobahnen sind als Flugplätze für Kampfjets vorgesehen und vorbereitet. Wütende Massenproteste und Plünderungen brechen aus - sie binden die Polizeikräfte, was kriminellen Banden und gut organisierten ethnischen Parallelgesellschaften sowie gutgerüsteten privaten Sicherheitsfirmen einen großen Spielraum eröffnet usw.. Innerhalb von 2 Wochen bricht in DE stetig zunehmendes Chaos aus, trotz aller Bemühungen der Polizei um Ruhe und Ordnung, und es gibt die ersten "Kriegsopfer" auf den Straßen. Das blanke Entsetzen und die blanke Not, Hunger brechen aus. Die Landstraßen in Richtung Westen und Süden sind voll Autos auf der Flucht - es gibt kein Vorankommen und keinen Kraftstoff.

Langer Rede kurzer Sinn: Ich würde heute der Frage nach dem Standort für eine neue Ökosiedlung größte Aufmerksamkeit schenken. Meiner Meinung nach empfiehlt es sich dringend, eine Region zu wählen, die gebirgig und stark bewaldet ist, dünn besiedelt und abseits aller größeren Städte - und möglichst weit weg von Zentraleuropa. Wenn ich in Richtung Südwest-Europa blicke, sehe ich da z.B. den nördlichen Rand der Pyrenäen (Süd-Frankreich) und den Rand des Kantabrischen Gebirges in Nordspanien - von hier ist es nicht weit nach Portugal, nach West-Afrika, oder zu den Kanarischen Inseln. Dort sind fruchtbare Böden und viele Wälder, in die mensch sich notfalls schnell zurückziehen und verbergen kann. Solche Wälder bieten auch genügend Nahrungsquellen, wenn mensch sich mit den etwa 200 dort (in Europa) essbaren Pflanzen, Pilzen, Samen, Wurzeln etc. auskennt - und mit der Entkeimung von verschmutztem Wasser. Diese Kenntnisse sollten sofort vor Ort, parallel zum Aufbau der Siedlung erworben und trainiert werden - wie auch der Bau einfachster Behausung aus der Vegetation des Waldes etc.. Beim YT gibt es Hunderte gute Anleitungen und Kurse zum Thema "Survival in der freien Natur", zur Ausrüstung etc.. Im Wald könnten evtl. auch Nahrungs- und Wasservorräte angelegt werden.
Also, eine solche Ökosiedlung böte recht gute Ausgangslage für den Fall eines erbarmungslosen Krieges in Europa - allerdings mit langsam anschwellenden globalen Auswirkungen aller Art - und des anschließenden Zusammenbruchs der Zivilisation in den urbanen Regionen. Andere abgelegene Regionen mit gutem, warmem Klima, mit Gebirge und viel Wald, könnten vielleicht auch auf dem Süd-/Balkan gefunden werden, was ich jedoch wegen relativ starker Besiedlung sowie starker ethnischer und sozialer Spannungen eher meiden würde. Mensch muss auch nicht unbedingt auf andere Kontinente ausweichen (wie Süd-Amerika, Süd-Sibirien o.ä.), wenn zunächst (in der Noch-Friedenszeit) weiterhin engere Verbindungen nach DE aufrechterhalten werden sollen.

Übrigens, auch eine Krisenvorbereitung hier vor Ort wäre wohl nicht ganz sinnlos - wenn mensch familiär oder beruflich stark gebunden ist - wie z.B. das Anlegen von Nahrungsvorräten, Ausrüstung, Gas-/Holzofen, Brennmaterial, Kraftstoff, Bargeld etc., um wenigstens ein paar Wochen/Monate durchhalten und die Flucht (zu Fuß oder mit dem Fahrrad) vorbereiten zu können. Diejenigen, die sich gar nicht vorbereiten oder sich nicht sofort auf den Weg machen, werden die ersten Opfer sein. Immer mehr Menschen in DE bereiten sich vor, weil sie instinktiv spüren, dass es knallen wird - ähnlich den wilden Tieren (mit noch gesunden Instinkten), die ein Erdbeben oder Tsunami 1-2 Tage vorher erahnen.

>> Wir ließen uns belügen und verführen - es war einfach der bequemere Weg. Das schützt uns nun nicht vor einer gerechten "Strafe", d.h. vor den unangenehmen Folgen unseres Verhaltens. > Ich sagt doch: "Vor meinem Gott muß ich keine Angst haben" ;)

Sagte ich etwas von "Strafe (d)eines Gottes"? Nicht dass ich wüsste. Die Schöpfung reagiert; das eigene (unbewusste) Gewissen, Gedächtnis und die eigene Ignoranz sorgen für das Schicksal ...
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Ich hoffe, ich konnte Euch hiermit - sowie mit meiner Prognose davor - einen kleinen Dienst erweisen. Es geht mir nicht darum, Angst zu machen, aber doch um ein wenig (Vor-) Sorge. Hier sprechen Instinkte und Ahnungen, nicht nur meine.

Mit Gruß, Beo2


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