Zum Thema "Bauplan & Regelwerk" ..

Geschrieben von Beobachter-II am 03.03.2019 14:56:50:

Warum alles reglementieren?

Es geht mir nicht ums "alles reglementieren" (Verbote), sondern ums Bauen und Aufbauen. Und Bauen kann mensch nur, wenn man einen Bauplan hat. Ich arbeite unbeirrt für eine Gesellschaft, in welcher ich in Zukunft leben möchte.
So funktioniert m.M.n. alles Positive, was existiert - und "nur so". Ohne Bauplan und Regelwerk zerlegen sich und zerfallen die Dinge zu Staub, was sie einmal waren .. auch Gesellschaften. Ich bin also kein Reglementierer, sondern ein Baumeister - und beschäftige mich mein Leben lang mit sozialen Systemen und Konstrukten. Da geht nichts ohne Regelwerk und Rücksichtnahme auf geltende Gesetzmäßigkeiten - es sei denn Zerfall und Niedergang.

Alternativ könnte mensch allerdings auch im Urwald als Steinzeitmensch leben - so wie die Indigenen im Amazonas. Sie bauen nichts auf. Das wäre aber nichts für mich. Ich möchte mich mit anderen Sonnensystemen vernetzen und kooperieren. Und im übrigen: Die da im Urwald leben, sind möglicherweise nur die stagnierenden Sprengsel einer untergegangenen Zivilisation.

Mal mehr, mal weniger... Nach Bedarf, nach Gefühl, nach Wichtigkeit, nach Dringlichkeit

Das ist mir zu abstrakt: zwar immer richtig, aber immer nichtssagend, wenn ohne konkreten und praktischen Kontext. Ich bin aber ein konkreter und praktischer Denker.

Und wenn wir schon abstrakt denken wollen: Nach Gefühl (für Wichtigkeit) kann mensch bestenfalls Urlaub machen ("all inclusive"), aber nichts Nachhaltiges aufbauen. Fürs Bauen werden Gefühl UND Verstand (Sachkunde, Wissen) benötigt. Das Gefühl sagt mir, WAS das Ziel sein sollte (Schönheit, Liebe etc.); der Verstand sagt mir, WIE ich dorthin komme (Wegbeschreibung, Schritt für Schritt).

und wenn es läuft, laufen lassen... ;)

Habe ich dem irgendwo widersprochen? Nein. Was konkret solle mensch denn "laufen lassen"?

Du wirst erkannt haben, daß ich von einem Unternehmen rede und du von einer "Demokratie"

Mein ganzes Demokratiekonzept ist doch ein Unternehmenskonzept: Parlament = Aufsichtsrat. Regierung = Management. Bürger = Gesellschafter usw.. Du hast offensichtlich meinen Beitrag nicht verstanden. Was DU also noch nicht erkannt hast, ist folgendes:

Auch Demokratie, oder gar Direkte Demokratie, als Regierungssystem, wie jede Gesellschaftsordnung und Volkswirtschaft, ist ein Unternehmen i.w.S. (Unternehmung). Und es ist ein Vehikel, in dem die Bürger als Gesellschafter fahren (müssen), aber auch scheitern können. Dieses Vehikel muss sorgfältig geplant, gebaut und immer weiter entwickelt bzw. angepasst werden, sonst kann es nicht nachhaltig funktionieren. Wer am Lenkrad sitzen darf, muss ebenfalls geregelt werden.

Dies alles hängt davon ab, was die Menschen wertschätzen und erreichen wollen - und dies liegt an ihrer geistigen Verfassung (Mentalität, Reife), an ihrem Gefühl von Schönheit, Güte und Qualität. Und selbstverständlich: auch viel Knowhow wird benötigt. Diese Verfassung verheißt gegenwärtig nichts gutes.

Man könnte sich aber in beiden Fällen fragen: "Was ist Erfolg?"

Genau, darum geht es .. um die Erfolgskontrolle. Und dafür werden klare, konkrete, lebenspraktische und messbare Kriterien (Parameter) benötigt. Ich habe ebensolche immer klar vor Augen .. zumindest in Bezug auf die Gesellschaft, in der ich leben möchte. Und, ich stelle sie immer wieder zur Diskussion.
Solche Erfolgskriterien (SOLL-Zustand) sind stets die Grundlage für meine Problemdiagnose (IST-Zustand) und meine Vorschläge und Konzepte (Handlung). Du kannst ja unschwer erkennen, dass ich mich am sonstigen (zumeist sinnleeren) Geschwurbel hier gar nicht beteilige.

Mit Gruß, Beo2


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