Das eine ergänzt das andere ..

Geschrieben von Beobachter-II am 07.03.2019 22:14:30:

Man hat den Mindestlohn von Anfang an so niedrig angesetzt, damit er auch ja nicht die Zahlungsmoral der Arbeitgeber zu sehr strapaziert. Zudem legitimiert der Niedriglohn dann auch nur die teils schlechten Löhne vieler Arbeitgeber, die sich jetzt auf diesen berufen können.

Das war und ist mir klar. ABER: Es kam erst darauf an, die Einsicht und das Gesetz zu bekommen .. egal wie niedrig. Nun können wir beginnen, es regelmäßig zu erhöhen, und zwar deutlich steiler, als es das allgemeine Lohnniveau tut. Deshalb habe ich eine gewisse Formel vorgeschlagen. Das nennt sich Salami-Taktik.
Nun ja, der Wähler muss nun mitmachen, sonst geht gar nichts. Niemand kann ohne die aktive oder passive Zustimmung bzw. Duldung der Mehrheit der Bevölkerung irgendetwas aus- und einrichten.

Um den Menschen vor den Widrigkeiten des Kapitalismus zu schützen wäre z.B. das Bürgergeld eine gute Möglichkeit. Bessere Löhne und eine menschenwürdigere Behandlung wird es geben, wenn das Prekariat vor den Exessen des freien Marktes gesellschaftlich geschützt wird. So manches Unternehmen wird dann dazu gezwungen, sich zahlungstechnisch und ethisch zu verbessern, um für den Arbeitnehmer attraktiv zu werden.

Wir brauchen beides, den gMindestlohn UND ein bedingungsloses Mindesteinkommen (nicht das kolportierte "BGE"), welches deutlich niedriger ist als der gML, aber immer noch ausreichend.

Für die Ü50 jährigen, die am Arbeitsmarkt schlechtere Chancen haben, ist das Bürgergeld sowieso überfällig.

Auch das ist richtig, vorausgesetzt: wir haben genügend junge Menschen, die die Alten ernähren können und wollen. Falls nicht, müssen die Alten halt länger arbeiten.

Gruß, Beo2


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