Verantwortung tragen ..

Geschrieben von Beobachter-II am 17.05.2019 12:33:36:

Wenn ich nun statt der Macht die Verantwortung ansetze, hätte ich fast schon die Idealbesetzung gefunden. Damit sind wir bei den Grundwerten. Wer einer höhere Position einnehmen will, sollte zwingend diesen Unterschied nicht nur kennen sondern auch verinnerlichen.
... kein Geld, keine Macht aber viel Verantwortung. Da sind wir bei den Idealen, den Grundwerten.

Jede/r Mensch IST verantwortlich für die eigenen Worte und Taten, die eigenen Entscheidungen, das eigene Votum, die eigene Ignoranz - das reicht m.M.n. völlig aus, denn: Jeder wird früher oder später zur Rechenschaft gezogen - nicht nur von den heutigen Mitmenschen. Mehr "Verantwortung tragen" wird nicht benötigt - Jede/r muss es nur erkennen. Also: Es fehlt nur die Erkenntnis und die richtige Konsequenz.

Das wäre schon mal ein anderer Ausgangspunkt. Nun wäre nur noch die Frage, wie bekommt man das ohne Geld hin und da wird klar, daß dies in diesem System nahezu unmöglich ist.

Das braucht mensch gar nicht erst "hinbekommen", sondern ist eine universelle Tatsache. Es fehlt nur die Erkenntnis und die richtige Konsequenz.

Genauso wie es unmöglich ist einen geeigneten Kandidaten durch Wählen zu finden [...]
Vielleicht sollte man gedanklich Wählen durch Prüfen ersetzen.

Ich habe hier wiederholt (und seit Jahren) vorgeschlagen:
Ein Parlamentsausschuss schreibt Ministerstellen (inkl. Kanzlerstelle) öffentlich aus. Bewerben kann sich jede/r Staatsbürger. Der Ausschuss trifft eine Vorauswahl und leitet 3-4 Bewerbungen an das Parlament weiter. Nun finden öffentliche Anhörungen der Bewerber ("Vorstellungsgespräche") statt und anschließend stimmt das Parlament ab. Der siegreiche Bewerber/in wird angestellt, und zwar ohne Befristung, jedoch jederzeit (fristgerecht oder fristlos) kündbar. Selbstverständlich würde so ein Job anständig bezahlt werden. Der Kanzler/in kann also keinen Minister anstellen oder feuern.
Und ja, im Parlament befinden sich ausschließlich Direkt-Mandatsträger, keine Parteien und keine Fraktionen.

Den Berufspolitiker in der BRD sind andere Werte und Ideale wichtig, also wird das nix... egal wie.

Doch, "wir" haben eine Lösung - wenn nicht gar mehrere.

In Zahlen. Der Eine bekommt 10.000 Euro der Andere muß mit 1500-1800 Euro zurecht kommen. Der Eine lebt in Sauß und Braus der Andere wälzt die Angebotshefte... und oft es reicht dennoch nicht. Der CEO mit 80:1 Verdienst oder der Bänker mit 6stelligen Boni sind Auswüchse für die mir die passende Worte fehlen.
Das System ist nicht reformierbar. Denn Gier frißt Hirn.

Wenn dieses System nicht reformierbar ist, dann wird es untergehen. Alle nicht-reformierbaren Systeme wurden in der Vergangenheit beseitigt. Die Evolution kann nicht aufgehalten werden, denn die Lebensbedingungen und der menschliche Geist wandeln sich. Es wird kommen, was als nächste Stufe nahliegend und vorgedacht ist, und natürlich: was unter den veränderten Bedingungen überlebensfähig sein wird. Jede/r, der überlebt, wird mitbestimmen. Und genau so war es schon immer.

>> ... das ist die historische Lektion.

Wir lernen nie aus.. ;)

Eben. Wir lernen immer nur "dazu" .. zumindest einige von uns.

Mit Gruß, Beo2


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