Mit „Einschränkung der kognitiven Fähigkeiten“ ins SGB XII abgeschoben

Geschrieben von Aufgewachter am 20.05.2019 17:12:34:

Hin und wieder kommt es auch schon mal vor, daß ambulante Psychotherapeuten pauschal und völlig undifferenziert behaupten, daß ohne die Einnahme von Psychopharmaka die kognititiven Fähigkeiten durch die psychische Erkrankung soweit eingeschränkt seien, daß ein psychotherapeutisches Arbeiten unmöglich sei und stellen den Nutzen der Psychotherapie plötzlich infrage oder wollen diese sogar abbrechen.

Spätestens hier muß die sich obligatorisch auftuende Frage erlaubt sein zu stellen, inwieweit eine Verweigerung des Arztes den Patienten noch behandeln und somit helfen zu wollen davon abhängig macht, ob der Patient die verschriebenen Medikamente einnimmt oder nicht einer unterlassenen Hilfeleistung gleichkommt, da offensichtlich nun nicht mehr das Wohl des Patienten im Vordergrund steht, sondern das wirtschaftliche Interesse des Arztes finanzielle Zuwendungen für das Verschreiben von psychopharmazeutischen Erzeugnissen zu erhalten. Solange einem die reine Gesprächstherapie, also die Psychotherapie oder die Verhaltenstherapie doch gut tut, kann es daher besser sein, sich die Medikamente ruhig verschreiben zu lassen, denn man muß dem Arzt davon ja nichts erzählen, daß man die Pillen nicht einnimmt und man läuft auch keiner Gefahr, daß der Arzt dann die Therapie unerwartet abbricht. Denn manchmal braucht man einfach mal einen Menschen, dem man sein Herz ausschütten kann ohne dabei selber mit Abwertungen, Bevormundungen oder gar Psychopharmaka sprichwörtlich zugeschüttet zu werden.

Und ein schöneres Kompliment als von einem Neurologen oder ärztlichen Psychotherapeuten eine eingeschränkte kognitive Fähigkeit diagnostiziert zu bekommen, kann ein Empfänger von Leistungen nach dem SGB II kaum bekommen, denn spätestens hier stellt sich die weitere Frage, inwieweit der Erkankte einer wirtschaftlichen Verwertung überhaupt noch ökonomisch zugeführt werden kann, wenn die Arbeitsaufgabe geistig nicht mehr ansatzweise begriffen oder physisch nicht mehr durchgehalten werden kann.

Sämtliche Jobcenter wurden angewiesen solche „Härtefälle“ eigentlich „Pflegefälle“ vom SGB II (Grundsicherung für Erwerbsfähige) in das SGB XII (Grundsicherung für Erwerbsunfähige) abzuschieben, um unnötigen zeitlichen und finanziellen Aufwand für Arbeitsvermittler und Fallmanager einzusparen. Das ist quasi der JACKPOT! Gehe nicht über LOS!, sondern direkt per MDK-Gutachten in das SGB XII. Besser in der Krankenindustrie von einem Psychotherapeuten als „Kunde“ im geschützten Bereich des SGB XII verwertet werden, als immer nur den servil gesunden SGB II-Empfänger zu spielen, um sich als „Kunde“ aus der virtuellen Stellenmarkt-Simulation Jobbörse-Arbeitsagentur auf irgendwelche von einem Zufallsgenerator erzeugten Phantasie-Stellenangebote zur Aufrechterhaltung der Vollbeschäftigungs-Illusion bewerben zu müssen.

Sanktionsfrei durch krankheitsbedingte Erwerbsunfähigkeit
https://aufgewachter.wordpress.com/2017/07/04/sanktionsfrei-durch-krankheitsbedingte-erwerbsunfaehigkeit/


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