Steiner zur Demokratie

Geschrieben von Falkenauge am 09.08.2019 20:34:47:

Was sagte denn Steiner zur Demokratie?


Rudolf Steiner hielt Demokratie im reinen Rechtsleben des Staates für richtig und zeitgemäß. Denn hier stehen sich alle mündigen Bürger als Gleiche und aus ihrem Rechtsgefühl alle in gleicher Weise urteilsfähig gegenüber, so dass sie sich durch Abstimmungen auf notwendige Gesetze einigen.
Das könne aber nicht für das Geistesleben mit seinem Zentrum des Bildungslebens einerseits und für das Wirtschaftsleben andererseits gelten. Denn in diesen beiden Lebensbereichen komme es auf die dort tätigen Fachleute an, deren Freiheit und Selbstbestimmung nicht durch Gesetze anderer aufgehoben werden dürfe.

Der heutige Staat, der alle drei Lebensbereiche in sich fasst und gesetzlich reglementiert, ist also nur zu einem Drittel demokratisch, zu Zweidrittel despotisch. Steiner forderte, dass daher das Geistesleben mit dem Bildungswesen einerseits und das Wirtschaftsleben andererseits jeweils aus dem heutigen Staat ausgegliedert werden und eine je eigene koordinierende Selbstverwaltung erhalten. Dann können sich alle drei Lebensbereiche aus ihren eigenen Lebensbedingungen entfalten, gegenseitig befruchten und in ihrem Zusammenklang einen gesellschaftlichen Organismus bilden, was er "die Dreigliederung des sozialen Organismus " nannte.

Soweit in aller Kürze. Näheres siehe z. B. hier:
https://fassadenkratzer.wordpress.com/2015/08/25/der-mensch-als-mass-der-gesellschaft/


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