3. Interview mit Hans Bonneval

Geschrieben von Phil H. am 09.09.2019 17:09:16:

3. Teil von Bonneval: "Geist ist wahr"
https://www.youtube.com/watch?v=N-taK7JR8u8

Alles über Wahrheit und Lüge ist meines Erachtens Mumpitz, da zu schwammig erklärt. Denn es gibt letztlich keine Wahrheit. Vielleicht leben wir ja wirklich in einer Nährlösung und kriegen Filme vorgespielt, wie Bonneval es im Interview sagt. WAS wäre dann "wahr"?
Alles was Bonneval über Denken sagt, dem stimme ich nicht zu. Bäume denken ihre Existenz. Das Universum denkt sich selbst. Alle Wesen denken ihr Sein. Sagt Bonneval. So? In welcher Sprache denken sie denn? Deutsch? => B. verwechselt Denken mit Bewußt-Sein.
Hätte Bonneval gesagt: Alle Wesen sind sich selber bewußt, hätte ich das mittragen können. Aber Denken geschieht immer mit Worten. Bäume und Tiere denken nicht, denn sie kennen keine Worte.
Bonneval findet es nicht hilfreich Steiners Bücher zu lesen. Das kapiert kein Anfänger, meint er. Steiner jongliert in der Tat ständig mit Begriffen wie Seele, Geist und verwendet sie in verschiedenen Bedeutungen, so dass keiner mehr durchblickt. Stattdessen empfiehlt Bonneval Bücher über Theosophie, also wohl z.B. die 3 Bücher der Beatrice Flemming, die ich inhaltlich voll mittragen kann. Dort fehlt zurecht der christliche Teil Steiners, seine Wahnvorstellungen über die Erlösungstat von Christus, die Verwechslung des Jesus usw.
Erdgebundene, materialistische Seelen, also z.B. die Katholiken, werden im Jenseits regelrecht ausgeweidet, sagt Boneval gegen Ende des Interviews. Ja ... kann gut sein.
Wider Erwarten ein gutes Interview!
Luzifer und Ariman, die Bonneval öfters erwähnt, gibt es nicht, hat es nie gegeben. Natürlich gibt es böse und gute Wesen, aber nicht die Beiden.
Auch interessant: Die Freimaurer und Politiker arbeiten mit bösen Wesen zusammen die sie reich und mächtig machen, sie verkaufen ihre Seelen an abgrundtief böse Wesenheiten. Da gehe ich mit.

Je mehr man über Wahrheit redet
und nachdenkt,
desto mehr entfernt man sich von ihr.
Höre auf zu reden und zu denken
Und es gibt nichts, was du nicht erkennen kannst.
-Meister Sosan-

Doshin: "Bitte Meister, lehrt mich, wie ich Befreiung erlangen kann."
Sosan: "Wer fesselt dich?"
Doshin: "Da ist niemand, der mich fesselt."
Sosan: "Warum suchst du dann nach Befreiung?"
Bei diesen Worten erfuhr Doshin große Erleuchtung.
Dialog zwischen Sosan und seinem Schüler Doshin (geb. 580).

Wie ein Traum, ein Schatten, eine Blume der Leerheit ist unser Leben. Warum sollten wir leiden, um uns dieses Trugbildes zu bemächtigen? Gewinn und Verlust, richtig und falsch, ich bitte euch: lasst ab davon. Wenn unsere Augen nicht schlafen, lösen sich alle Träume auf. Ist der Geist nicht den Unterscheidungen unterworfen, werden alle Daseinsformen des Kosmos Einheit.
Aus: Gedichte über den Glauben an den Geist, von Meister Sosan (aus: Shinjinmei)

Sosan beschreibt nicht den Weg. Er beschreibt das Ziel am Ende des Weges. Wer am Anfang des Weges steht, oder nichts vom Weg weiß, der wird Sosans Worte nicht verstehen.

Jegliches Denken bringt einen von der Wahrheit und Wirklichkeit ab. Wer eine Rose sieht und denkt: wie schön ist diese, wer darüber nachdenkt wie diese entstanden ist, der sieht nicht die Wirklichkeit der Rose. Nur wer die Rose gedankenlos – bewusst- sieht, der ist mit der Rose wahrhaftig verbunden und sieht die „Wirklichkeit“.
Gedanken führen zu Ideologien und zerstören damit ausnahmslos jede Wahrheit.

Welcher Weise hat es nötig, einer Lehre zu folgen? Welcher Weise hat es noch nötig, Denkarbeit zu verrichten, also in den Dualismus zu verfallen, zu werten? Keiner. So wie ja auch Buddha gesagt hat: wenn ihr am anderen Ufer angekommen seid, dann werft meine Lehre über Bord. Ihr braucht sie nicht mehr.
=> Ich für mich kann nur noch diejenige Lehre annehmen die besagt, man solle keiner Lehre (Ideologie) mehr folgen.
Jedes Denken spaltet, wertet, führt weg von der Einheit.


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