Wer hat ein "Anrecht auf's Überleben" ..?

Geschrieben von Beobachter-II am 17.11.2019 20:29:37:

Ich halte die Selbstvergewisserung oder besser Selbsterkenntnis der Deutschen als Kulturgemeinschaft für überlebenswichtig.

Selbstverständlich. Selbstverständnis, "Selbstvergewisserung und Selbsterkenntnis" - gleichsam Zugehörigkeitsbekenntnis zu was auch immer - ist eine essentielle Voraussetzung für das Überleben jedes Menschen wie auch jedes Volkes .. wenn auch noch nicht unbedingt gleichzusetzen mit Selbstbestimmung und freier Entfaltung.

Es gibt natürlich kein verbrieftes oder universelles Anrecht auf das Überleben, sondern dieses muss sich jeder Mensch, jede Spezies, jedes Volk und jede Kultur sozusagen verdienen .. nämlich durch angemessenes, ausreichend gemeinnütziges Verhalten gegenüber der natürlichen und sozialen Umwelt sowie gegenüber bzw. im Einklang mit der eigenen inneren biologischen, seelischen und geistigen Natur. Die soziale Umwelt einer Spezies, wie auch der Menschenart, sind die anderen lebenden Spezies - und bei den Völkern sind es die anderen Völker, sozusagen die Völkergesellschaft. Hier ist großer Respekt und Rücksichtnahme - generell gegenüber allem Lebendigen - unbedingt erforderlich, wenn mensch sich das eigene, möglichst lange Überleben "verdienen" möchte.
Das eigene Überleben hängt (in seiner Lebensdauer) also von einer gesunden, anpassungsfähigen und kooperativen Lebensführung, d.h. von einer gesunden Ernährung, artgerechter Umweltgestaltung, wissenschaftlicher und sozialer Intelligenz, handwerklicher Geschicklichkeit, Nachhaltigkeit der Wirtschaftsweise, von Natur- & Klimaschutz, der Weltanschauung usw. ab, mit anderen Worten: von der Qualität der KULTUR eines Individuums bzw. eines Volkes.

Wahr ist aber auch, dass nichts in dieser Welt ewig besteht oder (biologisch) überleben kann. Spezies, Menschen, Völker, Gesellschaften, Staaten und sogar ganze Zivilisationen sind lebende Organismen und unterliegen dem universellen Prozess des Wachstums, der Stagnation, des Krank- und Altwerdens und schließlich des Sterbens - sie werden irgendwann alt oder schwer krank, unbeweglich, verlieren ihre (physische und geistige) Anpassungsfähigkeit und ihr Leistungsvermögen - wennauch nicht ganz selbst unverschuldet. Die Geburtenrate ihrer "Zellen" (Einzelindividuen) geht dann allmählich zurück. Manchmal sterben Menschen und Völker auch durch eine heftige, evtl. psycho-soziale Erkrankung (z.B. zunehmende Psychopathie, Soziopathie, innere Konflikte, Psychose, Suizid), wenn ihnen nicht ausreichend geholfen wird, oder durch eine Fremdeinwirkung (z.B. Unfall, Naturkatastrophe, Mord/Genozid oder Krieg).
Die Lebenszeit von Menschen sowie Völkern etc. ist dennoch nicht genau festgelegt, sondern unterliegt einer großen Variation - und sie hängt wesentlich von den oben erwähnten Faktoren ab. Manche Menschen und Völker sterben bzw. werden von anderen "absorbiert" bereits in ihren ersten Lebensjahren, d.h. kaum dass sie geboren wurden, während andere 100 bzw. 10.000 Jahre (und länger) bestehen können. 1-em Lebensjahr des einzelnen Menschen entsprechen etwa 100 Lebensjahre eines Volkes.
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Was das weitere Schicksal des Deutschen Volkes angeht, bin ich mittelfristig pessimistisch, langfristig jedoch optimistisch. Es läuft zunächst "weiter so" wie bisher .. das Volk wird weiter "dezimiert" werden. Dies geschieht einmal durch die fortgesetzte "Umerziehung des Nachwuchses" der sich zu ihrem Deutschsein bekennenden Eltern (durch das Schul-/Bildungssystem, die Politik & Medien, das Großkapital), zum anderen durch gesellschaftliches Klima der Angst (vor Ächtung & Verfolgung), durch Geburtendefizit unter veränderten globalen ökologischen und sozialen Umständen (Klimawandel, Nahrungsmangel, Überfremdung, Armut & Krankheit, Verblödung), und später sogar durch gewalttätige landesinnere und äußere Konflikte. Dies alles wird (in den nächsten 100 Jahren) zu einer drastischen menschlichen Populationsreduktion weltweit führen.

Dennoch, das Deutsche Volk, oder besser gesagt: ein kleiner Rest davon, wird all das, was wohl kommen muss, überleben. Die Überlebenden werden auf einer "sich runderneuernden", nun aufblühenden Erde einen neuen Staat, einen Stadtstaat gründen - wobei sie sich möglicherweise mit den Resten einiger anderen europäischen Völker zusammentun werden. In diesem Fall werden sie ein neues Volk und eine veränderte, eigenständige Kultur begründen, ohne die tragische Vergangenheit zu vergessen. Sie werden mit den anderen, ebenfalls neu entstehenden (Stadt-) Staaten, jeweils mit einer eigenen, selbstgewählten Kultur und eigenem Regierungssystem ausgestattet, eine kooperierende Weltgesellschaft der Nationen bilden .. für eine sehr lange Zeitspanne. Doch vorher werden die Menschen wieder (und nicht zum ersten Mal) praktisch bei Null anfangen müssen.
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Sorry, war nun etwas weitschweifig, aber sei es drum.

Mit Gruß, Beo2  


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