ok ok ... ich glaube langsam dämmert es mir ...

Geschrieben von Phil H. am 05.01.2020 00:59:23:


Ist der Gott der Christen nicht identisch mit dem altestamentlichen Gott der Juden?

Nein, "Gott" im Sinne von "unser Schöpfer" manifestierte zwar öfter auf dieser Erde (u.a. als Krishna), aber wie man in der Bhagavadgita nachlesen kann, ist sein wirkliches Aussehen mehr als erschreckend. Arjuna konnte "die Herrlichkeit Gottes" ja auch nur schauen, weil Krishna ihm "die himmlische Sehe" öffnete (was m.E. noch eine Stufe über dem dritten Auge liegt).

Es gibt aber im alten Testament viele Bezeichnungen für "Gott": Jahwe, Adonai, Elohim (was aber Mehrzahl ist, also den Schöpfergott nicht meinen kann!) und auch die Nephilim und "Gott-Könige" ließen sich als Gott verehren.

Da liegt es doch auf der Hand, dass diese verschiedenen Bezeichnungen für mächtige Wesen nicht alle denselben Gott meinen können,
vor allem, weil sie ja immer wieder gegeneinander gekämpft haben (-> Zeus gegen die Titanen, Veden, Edda, Bibel usw.).

Es bleibt festzuhalten und ist wichtig, dass es nur EINEN allerhöchsten Schöpfergott geben kann, es ihn sogar geben muss, weil alles Leben auf Information und deren intelligenter Codierung in der DNS beruht und es einfach keine Information ohne einen Informatiker geben kann: Aus dem Nichts oder dem Chaos KANN keine intelligente Information entstehen! (...manche Kriminalkommisare sehen das allerdings anders als Professoren der Genetik und Biologie).

Und nun mag es ja sein, dass in der Bibel auch Geschichten über "Götter" enthalten sind, die sich alles andere als göttlich verhalten haben, aber das Haus Israel wurde ja genau deswegen immer wieder von Gott gestraft, weil es immer wieder anderen Göttern nachlief.

Also: Es ist vollkommen widersinnig zu behaupten, alle diese Gottheiten im Alten Testament wären ein und dieselbe Gottheit und genau aus diesem Grund konnte Jesus ja zu den Pharisäern sagen, dass ihr Vater der Teufel sei, weil sie eben immer noch dem alten Gott Marduk (=Baal, Baalzebub, Teufel) hinterherliefen.

Um diesen "Schöpfergott" von allen andern Göttern klar zu unterscheiden, nannte Jesus ihn "Vater" und sagte auch, dass dieser Vater viel zu groß sei, als dass sich die Menschen ihm nahen könnten (siehe Arjuna, als er Krishnas wahre -schreckliche- Gestalt sah). Deswegen inkarnierte ja der innerste Kern des Vaters im Sohn: Damit sich die Menschen Ihm nahen können.

Und dieser innerste Kern des Vaters war eben die Liebe, Gnade und Barmherzigkeit,
die in Jesus Christus inkarnierte und als Gott Selbst Mensch wurde.

Der Vater... ist der ZORN Gottes, also "das Gericht" im Sinne von "gerichtet sein", was die ganze materielle Schöpfung betrifft, weil die eben erst durch den Fall Lucifers entstanden ist und dieses "gerichtet sein" kann man sich als die Fluktuationen der Quarks vorstellen, also in den quantenphysikalischen Phänomenen, dass die allerkleinsten Teilchen sich immer wieder neu formen und zwar in einer Matrix, die außerhalb unserer materiellen Welt liegt. Diese Matrix ist natürlich der "Geist Gottes", der die ganze Schöpfung fixiert und im Da-Sein hält.

Und deswegen wird -wer "nur" an "Gott" = den Vater glaubt- dem Gericht (...Rad der Wiedergeburt) nicht entkommen können,
denn der Vater IST das Gericht.

Nur durch die Liebe zu und in Jesus Christus wird man zum Reich des Vaters kommen können,
den Vater selber aber wird auch der allerhöchste Engel nie in seiner vollen Größe schauen können.

Wer´s glaubt, wird selig und hier heißt es wirklich "Friss Vogel - oder stirb."


du scheinst der Gnosis anzuhängen oder dem Marcionismus oder dem Mandäertum ... oder bzw. und den Bogomilen, den Katharern und Waldensern.
Sehr interessant, dass diese Glaubensrichtungen in dir so lange überlebt haben.
Die Katharer sind mir übrigens sympatisch (davon abgeleitet ist das Wort Ketzer, aber nicht deswegen); sie glaubten daran daß es neben dem Judengott (Satan) noch einen anderen Gott gibt, den Höherrangigen, den Guten, den Fremden Gott. Es ist ja auch vollkommen logisch, daß dieser blutrünstige Jahwe niemals identisch sein kann mit dem liebenden Gott später ab der Zeitenwende, der im NT beschrieben wird (von Jesus).
Alle Achtung.


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