Waum Frauen nicht erleuchtet werden können

Geschrieben von Phil H. am 06.01.2020 22:32:44:

Wir haben eine Menge Fragen über weibliche Energie. Einige Frauen sagen, dass sie körperliche Befriedigung suchen, aber seitdem sie dich getroffen haben, kann ihnen ein normaler Sterblicher nicht mehr genügen. Andere Frauen sagen, dass sie viel mehr Liebe spüren, seitdern sie bei dir sind. Gurdjieff soll gesagt haben, dass eine Frau nur durch einen Mann Befreiung erreichen kann. Kannst du uns etwas über die weibliche Energie sagen?

JA. GURDJIEFF HAT GESAGT, DASS EINE FRAU DIE HÖCHSTE
Einswerdung nur durch einen Mann erlangen kann, und damit hatte er recht. Er hatte recht, weil sich die weibliche Energie von der männlichen unterscheidet. Es ist das Gleiche, wenn jemand sagen würde, dass nur eine Frau Kinder zur Welt bringen kann. Ein Mann kann nicht gebären. Er kann nur durch eine Frau ein Kind zur Welt bringen. Die physische Beschaffenheit der Frau ist eben so, dass eine Gebärmutter vorhanden ist und beim Mann nicht. Er kann nur durch die Frau Kinder haben. Bei der spirituellen Geburt ist es umgekehrt.

Eine Frau kann nur durch einen Manner leuchtet werden. Die beiden spirituellen Energien sind verschieden, genau wie die physischen. Warum? Warum ist das so? Denkt daran, es ist keine Frage der Gleichberechtigung. Es ist eine Frage des Unterschiedes. Frauen sind keine niedrigeren Wesen, weil sie nicht direkt erleuchtet werden können und Männer sind keine niedrigeren Wesen weil sie nicht direkt gebären können. Sie sind einfach beide verschieden. Darin liegt keine Wertung, kein Problem der Gleichwertigkeit oder Ungleichwertigkeit. Sie sind einfach verschieden. Das ist eine Tatsache.

Warum ist es schwer für eine Frau, die Erleuchtung direkt zu erlangen? Warum ist es dem Manne möglich, unmittelbar erleuchtet zu werden? Es gibt nur zwei Wege, zwei grundlegende Wege, die zur Erleuchtung führen. Der eine Weg ist die Meditation, der andere ist die Liebe. Man kann sie Dhyan Yoga und Bhakti Yoga nennen - der Weg der Weisheit und der Weg der Ergebenheit zu Gott. Das sind die beiden Grundwege.
Zur Liebe braucht man den anderen. Meditation kann allein gemacht werden.

Männer können durch Meditation erleuchtet werden, weil sie leichter allein sein können, und so können sie die Befreiung direkt erlangen. Alleinsein ist eine natürliche Sache für einen Mann - tief drinnen ist er allein.
Für Frauen ist Alleinsein nicht leicht, sogar sehr schwer, fast unmöglich. Ihr ganzes Wesen ist ein mächtiger Drang zur Liebe. Und für die Liebe braucht man den anderen. Man kann meditieren, wenn der andere nicht da ist, das ist kein Problem, aber wie soll man lieben, wenn der andere nicht da ist? Die Frau, die feminine Energie, erreicht den meditativen Zustand durch Liebe, und die männliche Energie erreicht die Liebe durch Meditation
. Ein Buddha wird zur großen liebenden Kraft, aber durch Meditation.
Als Buddha zu seinem Palast zurückkehrte, war seine Frau natürlich wütend, er hatte sich zwölf Jahre nicht blicken lassen. Eines Nachts war er, ohne ein Wort zu sagen, verschwunden. Er entwich wie ein Feigling, während sie schlief.
Buddhas Frau, Yashodhara, hätte ihn gehenlassen. Sie war eine tapfere Frau und hätte ihn ziehen lassen, wenn er sie nur gefragt hätte. Es hätte keine Szene gegeben, aber Buddha fragte nicht.

Er hatte Angst, dass etwas schief gehen könnte, dass sie anfangen würde, zu weinen oder so etwas. Aber die Angst war nicht wirklich ihrerwegen, die Angst war tief in seinem eigenen Innern. Er fürchtete, dass es ihm einfach zu schwerfallen würde, Yashodhara zu verlassen, wenn sie daliegt und weint. Er hatte, wie jeder Mann, nur seinetwegen Angst. Es wäre so grausam gewesen, und er konnte nicht grausam sein, es war besser zu fliehen, während sie schlief. So rannte er davon und kam zwölf Jahre später zurück.

Yashodhara hatte viele Fragen und eine davon war: „Sag doch, konntest du das, was du dort draußen erreicht hast, was es auch sein mag, nicht hier im Zusammenleben mit mir erreichen?“ Man sagt, dass Buddha daraufhin schwieg. Aber ich antworte: „Buddha hätte es nicht erreichen können, weil er Yashodhara so sehr liebte.“ Es war eine wirklich tiefe Beziehung. Wenn keine Beziehung dagewesen wäre, wenn Yashodhara einfach nur eine Hindu- Ehefrau gewesen wäre, und keine Liebe zwischen den beiden, dann hätte Buddha auch im Zusammenleben mitihr erleuchtet werden können. Bei einer Beziehung ohne Liebe gibt es wirklich keine Probleme. Der andere bewegt sich nur im Randgebiet, man ist nicht verbunden. Der andere existiert nicht, der andere ist nur ein Körper, der sich in den Außenbezirken bewegt. Aber Buddhas Liebe war tief, und es ist schwer für einen Mann, in Meditation zu gehen, wenn er liebt. Das ist das Problem. Es ist unglaublich schwer, weil die Frau oder der andere im Bewusstsein eines liebenden Mannes aufsteigt. Und wenn er meditieren will, dreht sich sein ganzes Wesen und Denken um den anderen.

Das ist die Angst, und deshalb musste Buddha fliehen Bis jetzt hat noch niemand darüher gesprochen aber Buddha floh aus seinem Haus, von seiner Frau, von seinem Kind, weil er sie wirklich liebte. Und wenn man jemanden liebt, kann man ihn vielleicht vergessen, wenn man beschäftigt ist, aber wenn man unbeschäftigt ist, erinnert man sich sofort an den Geliebten. Dann gibt es keine Pause zwischen den Gedanken,in der das Göttliche eintreten könnte. Als Buddha noch auf seinem Thron saß und regierte, war alles in Ordnung, er konnte Yashodhara manchmal vergessen. Aber sowie er nicht beschäftigt war, war Yashodhara da, die Gedankenpause wurde von Yashodhara ausgefüllt, und so hatte das Göttliche keinen Weg frei. Männer können das Göttliche nicht durch Liebe erreichen, denn ihre Energie unterscheidet sich total von der weiblichen Energie.
Der Mann muss erst die Meditation erreichen, dann kommt auch die Liebe zu ihm. Dann gibt es keinen Ärger. Er muss erst das Göttliche erlangen, dann wird auch die Geliebte göttlich.

Buddha kehrte nach zwölfJahren zurück, und danach war das Problem gelöst. Jetzt war das Göttliche auch in Yashodhara. Vorher stand sie im Wege, und es war schwer, das Göttliche zu finden. Nun war das Göttliche überall und kein Platz mehr für Yashodara.
Das genaue Gegenteil geschieht mit einer Frau. Sie kann nicht meditieren, weil sich ihr ganzes Wesen zum anderen drängt. Sie kann nicht allein sein. Wenn sie allein ist, ist sie unglücklich. Und wenn man sagt, dass Alleinsein die reine Seligkeit ist, die totale Verzückung, kann eine Frau das nicht verstehen.
Überall in der Welt wurde immer das Alleinsein betont, und nur wegen der Überzahl der Männer unter den Suchenden. Buddha, Mohammed, Mahavir, Jesus, alle zogen sich ins Alleinsein zurück und wurden im Alleinsein erleuchtet. Sie haben die allgemeine Atmosphäre geschaffen.

Wenn eine Frau allein ist, fühlt sie sich unglücklich. Wenn ein Geliebter da ist, und sei es nur in ihrer Vorstellung, ist sie glücklich. Sie ernährt sich von der Liebe,die ihr jemand gibt, oder die sie gibt. Sie braucht Liebe um sich herum,es ist Nahrung, eine subtile Speise für sie, und eine Frau ist am Verhungern, sie welkt dahin, wenn keine Liebe da ist. Ihr ganzes Wesen schrumpft zusammen. Und so kann eine Frau niemals empfinden, dass Alleinsein schön sein kann.

Diese weibliche Einstellung schuf den Weg der Liebe und Hingabe an Gott. Selbst ein göttlicher Liebhaber genügt, sie braucht gar keinen körperlichen Liebhaber zu finden. Für eine Meera ist Krishna genug. Es macht ihr nichts aus, dass Krishna nicht leibhaftig da ist, denn für sie existiert der andere. Krishna ist vielleicht nur eine Legende, es gibt ihn vielleicht gar nicht, aber für Meera existiert er. Der andere ist da und Meera ist glücklich, sie kann tanzen, sie kann singen und fühlt sich erfüllt. Eine Frau fühlt sich vollkommen erfüllt von der bloßen Idee, der bloßen Vorstellung, dass es den anderen gibt und Liebe da ist. Sie ist froh und lebendig. Und nur mit einer solchen Liebe zum Geliebten kommt sie an den Punkt, wo die Liebende und der Geliebte eins werden.

Dann geschieht Meditation. Für die weibliche Energie geschieht Meditation nur im tiefsten Hinschmelzen der Liebe. Dann kann sie allein sein, das ist dann kein Problem mehr, denn jetzt ist sie nie mehr einsam. Der Geliebte ist mit ihr verschmolzen und immer bei ihr.

Meera, Radha und Theresa sind alle durch einen Geliebten erleuchtet worden, durch Krishna, durch Jesus.
Ich habe das Gefühl, dass die männlichen Suchenden an Meditation interessiert sind, wenn sie zu mir kommen, und die Frauen an der Liebe. Man kann sie für Meditation erwärmen, wenn ich sage, dass die Liebe durch Meditation erreicht wird, aber ihre tiefe Sehnsucht ist nach Liebe.
Liebe ist Gott für eine Frau. Dieser Unterschied muss gesehen werden und tief verstanden werden, weil alles davon abhängt, Gurdjieff hatte Recht... Die weibliche Energie ist liebend und Samadhi und Meditation sind die Blüten dieser Liebe.

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Die Männer hier werden meditativer, und je tiefer ein Mann in Meditation geht, desto öfter möchte er allein sein. Dann ist die Geliebte oder Ehefrau traurig, weil sie nicht begreift, was los ist, und macht Szenen, weil der Mann zuviel allein sein will. Wenn sie es versteht, gibt es keine Probleme; aber dieses Verständnis kann nur kommen, wenn ihre Liebe wächst. In liebevoller Einsicht kann sie dem Ehemann erlauben, allein zu sein und sein Alleinsein behüten und schützen. Sie sorgt dafür, dass er nicht gestört wird, das ist jetzt der Ausdruck ihrer Liebe.
Wenn Buddha das Gefühl gehabt hätte, dass Yashodhara ihn beschützen würde, dass sie aufpassen und dafür sorgen würde, dass seine Meditation nicht gestört und sein Alleinsein gefördert wird, wäre er nicht geflohen. Ein Mann und eine Frau können nur miteinander Schritt halten, wenn die Meditation des Mannes tiefer geht und die Liebe der Frau wächst. Dann entsteht eine höhere Harmonie. Sie wird höher und höher, bis der Augenblick kommt, wo der Mann vollkommen in Meditation ist und die ...


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