Wenn Ex-Banker etwas technisch Lösen wollen und dahingehend ein Geldsystem konstruieren..

Geschrieben von mitnick am 15.01.2020 01:00:34:

..dann ist unser Ende nah! :) Nein! ganz so schlimm ist es zum Glück nicht.
Ich sehe nur das es Herrn Meyer, unserem ExDBBänker, genauso geht wie mir, wenn er eine Technik wie die Blockchain vor sich liegen hat. Denn eine grundsatzverändernde Technik wie die zur Lösung des Vertrauen`sparadox (so wie anderer bis dato unlösbarer Paradoxe) verleitet dazu diese Technik nutzbar zu machen und dabei kommt man zunächst auf allerhand verrückter Ideen. Nur mutig muss man sein. Bspw. wie bei Herrn Meyer jene um einen Staatscrypto. Einem Eurocoin. So wie er es gestalten würde, aus seiner staatsnahen Blase heraus, einen Staatsstabelcoin:
https://youtu.be/KtGz4-W3twk?t=6340
(diese Diskussionsrunde ist generell interessant. Gerade auch weil jeder bemüht ist seine Grundsatzpropaganda irgendwie noch los zu werden - soo ganz fein merkt aber jeder das vieles davon vielleicht bald obsolet werden könnte und sie halten sich daher bewusst etwas zurück.. wobei seht und denkt selbst..)
und
https://youtu.be/WZKvIdo1N6k?t=3373
(auch hier ist der ganze Beitrag sehenswert - in diesem Gespräch auch mehr passend zum Thema hier)
--
Da muss man ein wenig ausholen und rumreiten in aller seiner Ausführlichkeit - wer es gelesen hat, hat es überlebt :) :

Stablecoin scheint des Bankers, Staates neuer Liebling zu sein (der nächste nackte Kaiser?). Herr Meyer denkt, Geld sei mit Werten gefüttert, ein besseres als ein Kreditgeld.
Die Finanzindustrie kennt sich gut mit allen Assets aus aber womit sie es eigentlich zu tun haben scheint nicht bekannt (Geldhirnschranke wurde das hier genannt). Immer wieder faszinierend.
Und da haben wir sie wieder, die gleiche Grundsatzdiskussion wie schon früher.
Was Geld im Kern stabil und sicher macht ist erstens kein Coin, zweitens kein innerer Wert sondern sein Verhältnis zu den Menschen und seine Versprechen an die Menschen, Firmen in darin lautender Verträge!

Herr Meyer glaubt das ein Stabelcoin sogar die ganze Finanzindustrie aussperren könnte, obwohl man sie am Leben erhalten will in dem der Euro parallel bestehen bleiben soll. Gruß an die Wirklichkeit an der Stelle "wir stülpen über die Blase einfach einen Kompressor mit einem neuen Luftballon und alles wird gut. Den Währungsbetrug saugen wir dann schleichend ab.."

Trotzdem die Idee von Herr Meyer ist gar nicht so schlecht und mal ein Anfang in eine Richtung die sie sonst eh überholen wird. Man kann heraushören das die Cryptotechnik in der Wahrnehmung der Politik und Gesellschaft langsam angekommt.. immerhin, das Geschrei hat auch endlich abgenommen. Wie man diese Technik für sich nutzen kann und was diese Technik mit einem machen wird, scheint bisher aber noch vielerorts ein Rätsel zu sein. Daher Diskutieren wir auch nicht mal wenigstens über dessen Probleme und Gefahren.
Im Ergebnis wird seit längerem der Stabelcoin (klingt daher vorauseilend besonders toll und ist PR fähig) von unserer Politik gepredigt ohne zu merken das dieser selbst eine Form der Aufhebung der Schlüsselelemente dieser Technik ist. Ausmerzen durch aushöhlen scheint bei einigen die Strategie zu sein.

Man hat noch nie zugelassen das sich sich etwas frei laufend entwickelt. Man will selbst bestimmen. Daher hat man nicht gemerkt das diese Technik ohne Politik ganz gut auskommt, ist schließlich ihr Sinn, und das sich dort neben ihrer eigenen Blase sich eine weitere Blase befindet die ganz gut ohne Kollektivplanungen auskommt...
Herr Meyer scheint dies erkannt zu haben und schlägt in dieser Vorahnung schon mal anders formuliert eine schleichende, heimliche Abwicklung des Euros durch den Euro-Stabelcoin`s vor. Die Idee ist sehr schlau, wenn auch die bestehende Technik dafür noch nicht taugt. Zwar ist der von ihm erwähnte Transaktionsgeschwindigkeitskostenblödsinn und Skalierenbarkeit gelöst aber generelle ergeben sich ganz andere technische Problem bei einem Staatsstablecoin.. (da muss ich fast lachen weil mir der Putincoin dabei in den Sinn kommt oder ganze Silos die in Zukunft geklaut oder abgefackelt werden um das Vertrauen in eine Währung zu destabilisieren..)

Etwas parallel zum Euro zuzulassen finde ich dagegen den besten Vorschlag von Herrn Meyer. Für ein Vollgeld bspw. bräuchte man keine staatliche ZB und muss daher auch keine ZB von der Politik entkoppeln denn ein VG würde grundsätzlich auch dezentral funktionieren. ;)

"Fern der Politik" ist aber das wichtigste Schlüsselelement damit diese Technik auch Vertrauensvoll bleibt - was ja auch ihr Da-seiens-sinn ist.
Klug wäre der Staat also, wenn er mehr seine eigenen Wünsche über seine Rolle innerhalb, anstelle über, diese Technik äußert. Weil nur auf so einem Boden entwickelt sich etwas daraus das den Menschen wirklich dient. Aber jeder der sich einmal selbst im Weg stand weiß, erst hinter, kommt der "aha"-Effekt!

Eingreifen kann der Staat dann immer noch, so wie zuletzt im Bezug auf die Geldwäsche. Dieser Raum ist nun reguliert und mehr an Regulierung braucht es nicht - mehr wäre auch nicht mehr zu rechtfertigen. Im Gegenteil, was es nun bräuchte wäre konsequent eine Abschaffung des Geldmonopol durch den Staat! Leider hat man im Staate vor nichts mehr Angst als davor und hält lieber starr an der eigenen Blase fest ohne zu merken das diese zu platzen droht, es unverantwortlich wäre, und das viele Menschen längst angefangen haben sich abzuwenden. Eben weil der Staat ver-starr-t vor lauter innerer und äußerer Kämpfe für uns wichtige Themen nicht mehr wahrnimmt, ausblendet und damit sich von seiner eigentlichen Rolle zu uns, anstelle über uns, selbst, längst abgewendet hat!
Es ist auch einfach lächerlich als Verursacher dieser Krise uns nun die Schuld einzureden. Da kann er in seiner Blase noch so viel Spannungen aufbauen - links, rechts, über, unter, neben.. es wird irgendwann keinem mehr interessieren. Vielleicht vergessen wir auch irgendwann warum wir überhaupt Steuern zahlen. Wo das Geld hingeht haben wir heute schon aufgegeben nachzufragen..

Oder anders, weil ich es so für so wichtig halte,
ich prognostiziere generell das der Staat, die Banken, ja diese Gesellschaftsform eine überholte Sache des technischen Fortschrittes wird. Der Staat könnte dem entgegenwirken in dem er anstelle immer von uns zu fordern, das wir uns bei ihm weiter einbringen sollen, uns nun mal dabei unterstützt, das wir (zur Abwechslung) uns mit Hilfe dieser dezentralen Sache wirklich weiter entwickeln können..!

Und ja, auch ich sehe zu dieser Technik ganz große Gefahren aber nicht die selben wie die Banker oder der Staat oder deswegen viele Menschen, sondern die von den Staaten und seiner Wirtschaftsgrößen selbst ausgehende - das ist die einzig große für diese Technik.
An diesem Scheidepunkt wird auch für jeden letztlich sichtbar werden, ob man über den Staat nur Rom spielen oder diesen uns dienen lassen will..!!


Sorry, in diesem Forum dürfen nur registrierte Benutzer schreiben.

Hier klicken um sich einzuloggen