Wissen'schafft versus Glauben'schafft ..

Geschrieben von Beobachter-II am 09.02.2020 13:31:57:

Wir machen die Welt wie sie uns gefällt mit blauben grünen gelben Teilchen - gesehen haben wir sie noch nie ;)

Ja, die Realität ist bunt und sollte als "bunt" beschrieben werden. Was wir jedoch "nie gesehen haben", können wir natürlich auch nicht beschreiben. Aber auch Dir steht es ja frei zu beschreiben, was DU gesehen hast.

Wenn man alles meint Gesellschaften rein verkopft aufbauen zu können, dann kommt so etwas selbst selbstzerstörerisches dabei heraus, wie die heutige und angeblich so fortgeschrittene Zivilisation!

Mikro-, Makro- und Superorganismen sind durchaus das Ergebnis einer "Art von Verkopfung", auch Rationalität, Bauplan, In'Formation oder Wissen'schafft genannt. Da steckt viel Intelligenz, Kopfarbeit, Denken und Rechnen drin. Ich bin überzeugt, dass das gesamte Universum zunächst erdacht, fortwährend geplant und planvoll geschaffen wurde, Schritt für Schritt und weiterhin .. inklusive einiger (bewusst) eingebauter Unwägbarkeiten (Unsicherheiten). Es funktioniert m.M.n. eher nach dem Prinzip "Wahrscheinlichkeit" als nach dem Prinzip Sicherheit. Alles ist möglich, auch der Zerfall. Der Zerfall ist ebenfalls nötig, damit etwas Neues geschaffen, ausprobiert und studiert werden kann - wenn das Alte seine Schuldigkeit getan hat. Es muss Platz machen.

Das Prinzip der Egovilisation, so wie vorangetrieben wurde [...] als eine Kategorie möglicher Zivilisationsformen,

Ich würde es nennen : Ego'isation/-bildung = Invidual'isation, Egoismus, Selbstbewusstsein des Einzelnen, das Haben-/Wachsen-Wollen, Eigenen-Weg-Gehen-Wollen, Frei-Sein-Wollen etc..

führt zu ganz eigenartiger Darstellungen einer notwendiger Gesellschaftsformen.

Klar, wenn man das EGO, den Egoismus nicht gänzlich ausmerzen will, muss man es in einem neuen Gesellschaftsentwurf angemessen, sozial verträglich berücksichtigen. Das ist durchaus möglich, sinnvoll und wird m.M.n. stattfinden. Einige Menschengruppen werden zu alten Formen des Zusammenlebens, als Jäger und Sammler, zurückkehren wollen. Solche Gruppen gab es schon immer und gibt es auch heute - damit jede "Seele" das Passende für sich finden kann. Wie oben gesagt: die Realität ist "bunt".
Aber richtig ist auch, dass alles übertrieben werden KANN, kann rücksichtslos zu wuchern beginnen .. so auch der Egoismus wie z.B. auch der Krebs. Dann wird es schädlich, asozial und pathologisch. Solche Entwicklung ist kein MUSS, zumindest für eine sehr lange Zeit (nicht jedoch für die Ewigkeit). Dies geschieht häufig, wenn etwas "neu" ist und noch richtig verstanden und psycho-sozial integriert wird. Das ist eine Frage der Reife.

Deswegen geht man in die Kriche wo die Seele abgesondert und einer eigenen Behandlung unterzogen wird und in die Schule wo der Geist abgesondert und einer eigenen Behandlung unterzogen wird.

... und zum Arzt/Krankenhaus, wo der Körper "abgesondert einer eigenen Behandlung unterzogen wird". Sicher, hier ist einiges schief gegangen .. und nicht nur hier. Das sind Phänomene des Kapital'Ismus, des überwuchernden Egoismus und der Ausbeutung von Mensch durch Mensch - siehe weiter unten die "zwei Todsünden der Zivilisation". Der Eine presst dir deine Arbeitskraft ab, der Andere deine Gesundheit, und der Dritte deine Seele und Freunde usw..

Auf beiden Ebenen wird voll gepackt um die diese Spaltung, die ja logischerweise sich dann in allen Bereichen fortsetzt, Berechtigung und Stärkung zu verleiten.
Wenn man bspw. Naturvölker auf den Inseln um Neuseeland anschaute und dessen erste Berichte ansieht, dann fällt einem der Wahrnemungsfehler der eindringenden Engländer sofort auf! Mana und der Geist. Diese Naturvölker haben nach meiner Ansicht, das kann man an vielen anderen Beispielen auch fest machen, hatten nicht dieses Gottprinzip der Engländern (was jene aber hineininterpretieren) sondern lediglich die Feststellung zelebriert, das der Mensch im vergleich zu Tier eine andere geistige Verbindung besitzt. Eine die erklären könnte.

Jedes Volk besitzt eigenes "Gottprinzip", so auch das "kapitalistische". Für das letztere ist es die Kapitalrendite. Ich bin dafür, dass solche Naturvölker unter strengen Artenschutz gestellt und in Ruhe gelassen werden. Man könnte ihnen aber auch freundschaftliche und respektvolle Beziehungen anbieten. Wir müssen es aber ihnen nicht gleich tun, so wie sie es uns nicht gleichtun sollten.

Naturverbundene Gesellschaftsformen hatten oft den drang den Tieren (schamanisch) sehr nahe zu sein. Offensichtlich hatte man gemerkt, das der Mensch leicht zu einer Verkopfung und damit zur Irrationalität neigt! Tiere und Pflanzen aber können sich über eine Ebene verständigen die wir um das verrecken nicht erklären können, vielleicht aber gelang dies einigen Völkern oder Denkern. Vielleicht gelingt dies wenn man einsieht das das beseelte und geistige eine Symbiose ist die man nicht einfach Spalten kann wenn man eine gesunde Gesellschaft aufbauen will!
Die Größenordung dabei spielt dabei eine untergeordnete Rolle, meiner Meinung nach ,). Alle Gruppen über 150 Teilnehmer unterliegen den gleich gruppendynamischen Wirkungen!

Mein Motto ist: Jedem das seine! Ich für mich, ich möchte in einem großen Superorganismus (Gesellschaft, Nation, Stadtstaat) leben - großräumig umgeben von wilder Natur - ohne Staatsgrenzen, und zugleich in einem organisierten Super-Super- oder Supraorganismus (Menschheit) leben, mit einer hochentwickelten, sehr leistungsfähigen Wissenschaft, Wirtschaft, Heilkunde, Sozialordnung, Kunst & Architektur usw.. Ich liebe nicht nur die Natur, sondern auch das Künstliche - und das muss nicht unbedingt "Plastik" sein. Ein solcher Supraorganismus (Menschheit) darf nicht größer werden als 500 Millionen Individuen - zumindest nicht, solange er auf diesen kleinen Planeten beschränkt bleibt (mit 70% Wasserfläche + Berggipfeln und ewiges Eis). Der größere Teil des Planeten MUSS den übrigen Lebewesen (Flora & Fauna) überlassen bleiben, damit wir gesunde Nahrung, sauberes Wasser, Heilsmittel/-zonen, Recycling unserer Ausscheidungen und Abfälle etc. bekommen.
Ich möchte das bereits erfundene Gute oder Nützliche in eine neue Gesellschaftsordnung mitnehmen, inklusive einer angemessenen, unschädlichen Portion des Individualegoismus. Das ist eine große Herausforderung und Kunst. Und warum das alles? Weil ich auch noch andere Sonnensysteme kennenlernen und besiedeln möchte - bevor diese Erde verbraucht sein wird. Und warum ich das möchte? Weil ich das Bedürfnis habe, mich FÜR Etwas einzusetzen .. für etwas nachdenken, planen und arbeiten möchte. So ist das ganze Universum entstanden.

Du solltest deine 150 Teilnehmer-Gemeinschaft bekommen und so leben, wie Du möchtest. Das musst Du dir aber selbst organisieren - ich werde es für dich nicht tun. Für eine so kleine Gruppe wird sich gewiss, erst recht in der Zukunft, überreichlich Platz, Wald und Wiese finden lassen.

Vor 200 Jahren waren wir viel weniger aber trotzdem gesellschaftlich noch degenerierter.

Vor 2000 Jahren waren wir noch weniger - waren die Menschen noch degenerierter als vor 200 Jahren? Und vor 20.000 Jahren ..? Wo bleibt die Logik und Begründung?

Überbevölkerung ist auch Ergebnis dessen und nicht Ursache!

Die zwei Todsünden der heutigen Zivilisation, die seit ca. 9.000 Jahren und bis heute praktiziert werden, sind:

__ 1) die Privatisierung von Grund & Boden, inklusive der natürlichen Ressourcen (Flora & Fauna, Wasser, Rohstoffe etc.), und
__ 2) die Erfindung der Sklaverei (= Ausbeutung fremder Arbeitskraft), die bis heute in "weichgespülter", modernisierter Form als Lohnsklaverei fortbesteht.

Diese beiden Todsünden markieren die Geburt des Kapital'Ismus - nicht jedoch der Marktwirtschaft_! - und zugleich die Ursachen der Überbevölkerung. Die egomanischen, hab- und machtgierigen Herrscher (Psychopathen) benötigten nämlich möglichst viele Soldaten, um möglichst viel Grund & Boden sowie viele Sklaven zu "akquirieren" und nicht selbst von anderen Herrscher akquiriert zu werden. Sie haben hohe Geburtenraten bei ihren Untertanen mit allen Mitteln gefördert, u.z. bis heute, unter anderem mit der Entwicklung der rücksichtslosen kapitalistischen Wirtschaftsordnung. Die Soldaten waren in "Friedenszeiten" ja zugleich Familienväter und billige Arbeitskräfte, die die pompösen Paläste samt Luxusinventar und die städtische Infrastruktur (Kanalisation, Straßen, Handelswege etc.) zu bauen hatten, genügend Nahrung, Waffen, Schiffe, Ausrüstung zu produzieren hatten usw. usf..

Ich mache hier erst einmal Punkt. Und da solle mir jetzt Jemand kommen und sagen : "Das ist zu lang und kompliziert!" Ja, für die meisten "Wissen'schafftler hier" ist es auch. Diesen empfehle ich die Glauben'schafft. Jedem eben das seine.
Mit Gruß, Beo2  


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