Elektronenmikroskopische Aufnahmen zeigen nur abgetötete Präparate

Geschrieben von Fritz am 15.10.2020 11:08:01:

Ich wüßte bis vor kurzem nicht, daß sich unter dem Elektronenmikroskop keine lebenden Zellen untersuchen lassen wie unter dem Mikroskop. Für das Elektronenmikroskop benötigt man starre – eingefrorene oder in Harz gegossene – Präparate, die in hauchdünne Scheiben geschnitten werden müssen.

Neben dem offensichtlichsten Vorteil des Elektronenmikroskops, der enormen Vergrößerung, bietet das Elektronenmikroskop auch eine wesentlich bessere plastische Abbildung. Die Objekte müssen jedoch sehr aufwendig präpariert werden. So darf das Objekt bei der Betrachtung in einem Transmissionselektronenmikroskop nur wenige Atomschichten dick sein. Zudem muss biologischen Proben das Wasser entzogen werden und es müssen spezielle Chemikalien hinzugefügt werden. Außerdem herrscht in Elektronenmikroskopen ein Hochvakuum. All diese Voraussetzungen machen es unmöglich, lebende Organismen zu beobachten.

Ein weiterer Nachteil von Elektronenmikroskopen ist die Tatsache, dass durch die Verwendung von bewegten Elektronen keine Farben zu erkennen sind. Deshalb werden die Vergrößerungen oft nachbearbeitet und gefärbt, damit einzelne Strukturen und Bestandteile deutlich zu erkennen sind.

https://www.grin.com/document/108091


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