Erbschaftssteuer – der Griff in die verkommene, sozialistische Mottenkiste

Geschrieben von Grek 1 am 16.09.2008 20:31:36:

Hallo,

dann und wann hören wir auch aus freiwirtschaftlichen Kreisen, daß die Erbschaftssteuer völlig berechtigt und sogar noch viel zu niedrig sei. Für einige wäre es sogar ideal, wenn das gesamte Vermögen, das eine Person im Laufe ihres Lebens angesammelt, egal, ob durch harte Arbeit oder durch Erfindungsreichtum, Glück oder durch simples Nichtstun erworben, nach dem Tod komplett an den Staat zurückfallen sollte. Und nur so könne man verhindern, daß es zu einer Ausbildung von familiären Finanzdynastien kommen würde.

Diesen Vorstellungen aus der sozialistischen Mottenkiste erteile ich eine ganz klare und eindeutige Absage! Warum?

Weil hier über eine Steuerform diskutiert wird, die derart typisch für den Kapitalismus übelster Prägung ist und die in ihrer momentan in der BRD existierenden Form in erster Linie kleine und mittelständische Familienunternehmungen bis zum Bankrott führen kann, während sie gerade supranationale Stiftungen, in denen das wirklich große Geld steckt, davon völlig ausnimmt.

Wie kommen die Menschen auch nur im Ansatz darauf, daß in einer echten Marktwirtschaft bei einer so grundlegenden Veränderung der Lebensgrundlagen, in denen das Geld einer der wichtigsten Faktoren überhaupt darstellt, es bei einer gleichbleibenden Art der Besteuerung bleiben könnte? Ich hatte schon etliche Male auf eine Besteuerungsart hingewiesen, die ich in Kombination mit der Freiwirtschaft für geradezu ideal halte. Die Rede ist von der Zeitfaktorökonomie (ZfÖ) des Schweden Carl Gustafson, die der verstorbene Herman Benjes in deutschen Landen publik zu machen versuchte.

Doch zurück zum Thema: es ist zwar so, daß nicht nur in unseren Kreisen beständig über den überkandidelten Staat hergezogen wird, aber die Erbschaftssteuer, die wird als ach so toll empfunden, weil es scheinbar auch einmal einen vermeintlichen Reichen erwischt. Übrigens: Ein großes Vermögen begann in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts bei 500 Millionen US Talern. Was darf heute wohl angesetzt werden? Im Übrigen siehe oben. Da wird dann ganz plötzlich wieder nach dem großen Bruder gerufen, der es regeln und verteilen soll. Nichts da! Der beste Staat ist immer noch der, der uns regieren und damit vor allem das Geld in unseren Taschen läßt!

Nebenbei: durch die Erbschaftsteuer wird nämlich gerade der Staat zum alleinigen und ausschließlichen Bezieher leistungsloser Einkommen! Und genau das will die Freiwirtschaft doch verhindern. Denn dies weckt wieder genau jene Begierden auf Seiten von Staatsdienern und Politikern, die wir vom altbekannten Geld so sattsam kennen. Damit würde wieder ein möglicher Grundstock für Despotie und Tyrannei, Bevormundung und Gängelung geschaffen. Wehret diesen Anfängen!

Stattdessen skizziere ich nochmals den möglichen Weg: Einführung der Freiwirtschaft regional von unten. Damit fällt zwangsläufig das Bodenmonopol, Freiland entsteht ganz von selbst und freiwillig. Und all das genügt schon. Warum? Weil dem wirklich großen Kapital die Möglichkeit zur Erpressung von Mietzins über den Grund und Boden entzogen wird. Daß so etwas funktioniert, zeigt das Beispiel Hongkongs.

Gut, lassen wir also die Erbschaftssteuer ersatzlos fahren. Was geschieht dann? Die Reichen und Superreichen, und nicht nur die, dürfen ihr gesamtes Vermögen behalten und abgabenlos an ihre Nachkommen weiterreichen, verlieren aber binnen einer Generation ihre Rechte an Grund und Boden völlig. Da ihnen in der Freiwirtschaft die Möglichkeit genommen wird, in den Genuß leistungsloser Einkommen zu gelangen, müssen sie ihr Vermögen für den Unterhalt und Modernisierung ihrer Besitztümer über kurz oder lang aufbrauchen. Am Ende steht auch für diese Eliten wieder die Arbeit. Und was wird nach dem zu erwartenden Crash/Deflation von diesen Vermögen wohl wirklich bleiben, wenn parallel und alternativ dazu schon ein besseres System das Licht der Welt erblickt – von der möglichen Totalzerstörung bei einem atomaren Schlagabtausch mal ganz abgesehen.

Und was geschieht mit all jenen, die nicht zu den Reichen und Superreichen gehören? Ganz einfach, sie werden über kurz oder lang dank der extrem fortgeschrittenen Technologie und der bereits jetzt schon existierenden Automation mit einem nur winzigen Bruchteil ihrer heutigen Arbeitskraft sehr leicht zu Arbeit und Wohlstand gelangen können. Allerdings: für Faulenzer jeglicher Art, die meinen, auf Kosten der Allgemeinheit sich durchschleifen lassen zu müssen, wird gerade in der Freiwirtschaft kein Platz sein.

Mit solchen sozialistischen Nebelkerzen erntet man nur Ablehnung bis hin zum sozial völlig unverträglichen, offenen Kampf bei all jenen, die noch irgendetwas besitzen und die natürliche Zielgruppe jeglicher Freiwirtschaft sind. Auf solche unnötigen Spaltpilze sollten wir zukünftig gänzlich verzichten. Wir müssen heilen und nicht neue Gräben aufwerfen.

Gruß

Grek 1

PS 1: in Österreich wurde die VS zum Jahreswechsel sang- und klanglos abgeschafft – hat man hierzulande darüber auch nur eine Zeile zu lesen bekommen? Komisch, nicht wahr!

PS 2: vielleicht legt der gute Lafo und insbesondere jene umlackierten SED-Kaderkommunisten der Linke zunächst ihre eigenen Vermögenverhältnisse öffentlich dar, bevor solche Forderungen medial in den Raum posaunt werden, um die Menschen aufeinander zu hetzen. Ich erinnere dabei an die verschwundenen 8 Milliarden DM aus der Wendezeit, die ein gewisser Dr. Kohl, das ist der mit dem Ehrenwort, mit dem Mantel des Schweigens und der Straffreiheit bedecken ließ!


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