PRAXIS

Geschrieben von Faultier am 22.08.2006 12:42:00:

PRAXIS

4.) Herausgabe und Verwaltung
4.1.) Wer kann wieviel Gogos herausgeben?


Oldy:

Die tatsächlichen Herausgeber der Gogos sind die Gewerbetreibenden, welche mit ihren Gogos Waren von anderen Herausgebern kaufen. Sie ersparen sich damit die Euros, die sie sonst dafür hätten verwenden müssen und bekommen für Papier ohne Wert wertgebende Waren auf Kosten der anderen Teilnehmer. Aber auch diese haben dabei gewonnen. Die haben ein lukratives Geschäft gemacht und können die Gogos sofort auch für Einkäufe verwenden. Niemand braucht wirklich seine Waren für Gogos für immer hergeben solange die Gogos im Umlauf bleiben und das gewährleistet ihre Konstruktion mit Kaufkraftgarantie und Gebrauchsgebühr und ihre Ausgabebeschränkung durch die Gemeinschaft der Gewerbetreibenden, die dafür sorgt, daß einzelne nicht auf Kosten der anderen zu viele Gogos ausgeben können.
Das ist auch im Interesse der einzelnen Herausgeber. Ein kurzfristiger Gewinn durch vermehrte Ausgabe von Gogos würde auch denjenigen mehr schaden als nützen. Er braucht ja auch ein kaufkraftstabiles Tauschmittel für spätere Geschäfte und nicht eines, das mit dem Euro und Dollar zusammen untergeht.
Wer glaubt, daß er mit dem einmaligen Gewinn der Seigniorage von einigen hundert Gogos einen Gewinn erzielen kann, hat nicht verstanden, wie wenig Gogos es geben wird. Es werden im Höchstfall 1% der heutigen Geldmenge sein und das erst dann, wenn das gesamte andere Geld durch Deflation oder Hyperinflation vom Markt verschwunden ist.

vgl.: Gogos und ihre Herausgeber


Faultier:

Regiogelder sind als Gutscheine auf Waren konzipiert. Solche Gutscheine kann herausgeben, wer Waren besitzt und diese gegen Gutschein herzugeben in der Lage ist. Alles andere ist Betrug. Die Akzeptanz der Gutscheine richtet sich also nach dem guten Namen des Herausgebers.
Möglicherweise kann auch ein Dienstleister Gutscheine auf seine Leistung herausgeben, wenn er jederzeit in der Lage ist, diese zu erbringen.


Oldy:

Da so ei Gutschein wieder und wieder verwendet werden kann und bei jeder Verwendung eine Ware aus dem Markt entfernt muß man das bedenken, denn dies Gutscheine können so bis zu 500 oder 1000 Mal ihres Wertes vom Markt räumen. Men darf daher nicht für alle Waren Gutscheine ausgeben, sondern eventuell nur für 1% von ihnen.

Das ist nun der springende Punkt. Der einmalige Gewinn aus der Seignorage steht im keinen Verhältnis zu den laufenden Gewinnen durch lukrative Geschäfte. Ein Kaufmann wird also, wenn er vernünftig ist, den Gewinn durch die Seigniorage dafür einsetzen einen Tauschmittelkreislauf so schnell wie möglich aufzubauen. Der einfachste Weg dazu isr der, daß er damt die Werbung finanziert und notfalls die Seignorage verschenkt. Sie hat ihm ja nichts gekostet.

Eine Gruppe von Gewerbetreibenden, die das erkennt, wird sehr schnell einen regionalen Wirtschaftskreislauf aufbauen, der allen Teilnehmern große Vorteile bringt. So große Vorteile, daß andere Regionen die Methode schnell nachahmen werden und niemand sich die Sache verbieten lassen wird.

vgl.: Liebe Gewerbetreibende

4.2.) Kein Währungsamt, kein staatliches Freigeld


Oldy:

Fast alle Freiwirte glauben, daß Freigeld vom Staat eingeführt werden muß, weil Gesell den Vorschlag mit dem Währungsamt machte, der im Zeitalter der Goldwährung ja durchführbar gewesen wäre, wenn er eine Regierung gefunden hätte, die es getan hätte. Heute ist das nicht mehr möglich. Durch die Aufgabe der Goldwährung wurde die Geldmenge unendlich weit aufgebläht und wenn man, wie Helmut Creutz, glaubt, das heutige Geld umlaufsichern zu können, würde man eine unvorstellbare Inflation verursachen und Freigeld wäre für alle Zeiten als Inflationsgeld verurteilt.
Seien wir uns klar darüber. Das alte Geld ist schon wertlos und nicht mehr zu retten. Wir brauchen ein neues Tauschmittel und es gibt einen Weg, das zu erschaffen.
Gesell hatte zu seiner Zeit einen möglichen Weg gezeigt, aber dieser Weg ist nicht mehr gangbar und wenn die Freiwirte das nicht sehen, werden sie noch 1000 Jahre erfolglos sein.
Nun müssen wir einen anderen Weg gehen...

vgl.: Freiwirtirrtümer


Faultier:

Soll heißen: der Staat mit seinen finanziellen Begierden würde wahrscheinlich jedes Geld verwässern. Weiterhin ist nicht anzunehmen, daß ein staatliches Amt die notwendige Warendeckung für das Freigeld bereitstellen könnte. Die können nur noch die solventen Gewerbetreibenden. Haben doch die Staaten schon große Mühe, die Zinsen für ihre herausgegebenen Anleihen zu zahlen. Wozu also ein Währungsamt? Vielleicht zur Regulation der Herausgabe? Eine solche Regulation würde aber eine ähnliche Verzögerung bei verhältnismäßig überhöhtem Aufwand ( Zeit, kosten ) bedeuten, wie jetzt schon das Bauen mit dem Bauamte.

4.3.) Kosten für das Freigeld


Oldy:

Was kosten die Gogos eigentlich den Gewerbetreibenden, die sie herausgeben? Die Antwort ist einfach. Nichts! Im Gegenteil. Die Herausgeber bekommen dafür die Seignoriage, solange diese Gogos in Umlauf bleiben, was sie tun werden, weil ihre Gebrauchsgebühr und ihre Kaufkraftgarantie das gewährleisten.

Aber sie müssen doch dafür ihre Waren hergeben, werden da einige Gegner behaupten, aber das stimmt überhaupt nicht. Ja, manche werden Waren dafür hergeben und einen Profit damit gemacht haben. Dann können sie aber im nächsten Moment für die eingenommenen Gogos einen Ersatz für die verkauften Waren einkaufen.

Sie ziehen sich, wie weiland Baron Münchhausen am eigenen Zopf aus dem Sumpf, in den sie das Zinsgeld gestoßen hat. Ja, sie können dann für die eingenommenen Gogos keine Zinsen verlangen und können auch ihre Lieferanten damit nicht mehr erpressen und horrende Preisnachlässe verlangen. Diesen Vorteil haben sie dann nicht mehr, aber sie haben das schon mehrfach dadurch gewonnen, weil sie selber auch nicht mehr erpresst werden können.

Außerdem haben sie den unschätzbaren Vorteil sinkender Zinsen und bei der unvermeidlichen Hyperinflation von Euro und Dollar ein kaufkrafttabiles Tauschmittel.Sie werden die ganye Welt, die noch keine Gogos verwendet, erbarmungslos niederkonkurrieren. ...

siehe auch unter.: 2.4.) Umlaufsicherung: eine Abgabe auf Geldbesitz
vgl.: Gogos und ihre Kosten

4.4.) Zeitpunkt der Freigeldeinführung


Oldy:

...das Zeitfenster der Gelegenheit für Freigeld im Konjunkturablauf des Zinsgeldes ist nicht endlos.

Während einer Inflation und während eines Krieges kann man Freigeld nicht einführen und auch in der Anfangsphase der Wiederaufbaus nach einem Krieg hat Freigeld kaum Chancen. Jetzt nach langer Stagflation ist die Zeit reif. Wir sollten sie nützen. Freigeld soll JETZT eingeführt werden, denn mit ihm können wir die weltweite Deflation verhindern und damit auch den nächsten Krieg.

Wie die Erfahrung zeigt, ist es schwer selbst lokales Freigeld einzuführen, wenn die globalen Monopole regionale Wirtschaftskreisläufe schon zerstört haben.. Das Zeitfenster für Freigeld kann sich auch dadurch schließen.

vgl.: Fehlerhaftes Freigeld

4.8.) Vereins- und Beziehungsmanagment
4.8.1.) Grundlagen


.

4.8.2.) Wie gewinnt man Freunde?


Oldy:

Fangen wir bei den Freunden an und wie man welche gewinnt. Als erstes muß man ihnen Aufmerksamkeit schenken und ihnen das zeigen. Dann muß man herausfinden was sie beschäftigt und wo sie mehr wissen und können als man selber weiß und kann. Dann muß man sie dazu bringen einem das zu lehren.

Bei meinem Freund Jaco ging das folgendermaßen: Er hatte einen Baustoffhandel und ich wollte mir bei ihm eine Schamottplatte besorgen für meinen Küchenherd, der zu viel Unterhitze hatte, sodaß alles immer unten anbrannte. Er hatte keine, schnitt mir aber ein Stück Marmor passend zu, das dann auch den Zweck erfüllte.

Ich sah, als er das tat einige Körbe und eine halbfertigen, den er gerade machte. Das möchte ich auch können, sagte ich und er bot mir an es mir zu lehren. So begann unsere Freundschaft. Ich durfte dann auch mit seinen Baumaschinen spielen und bald ließ er mich manchmal allein im Geschäft, wenn er Besorgungen machen mußte, Zu der Zeit kaufte er noch zwei weitere Betriebe und war öfters unterwegs,

Er hatte mir auch noch schweißbrennen beigebracht und die Bedienung der Diamantkreissäge und des Baggers. Ich konnte ihn also vertreten, den Kunden Sand und Ziegel und Steine aufladen und ihnen Kanteisen zuschneiden.

Er bezahlte mich auch dafür aber ich wollte ja keine ständige Arbeit und ich hatte auch gerade meine viel lukrativere Dachdeckerfirma aufgemacht. Ich half ihm nur manchmal als Freundschaftsdienst aus.

Also zuerst Aufmerksamkeit zeigen und das kann viele Formen haben...
... dann ihr oder ihm Gelegenheit zu geben ein Lehrer zu sein und dann läuft die Sache und seid euch klar, daß jede und jeder etwas besser kann als ihr. Diese Einstellung macht euch offen für viele Freunde.

vgl.: Freunde und Feinde

4.9.) Detailprobleme beim Einführen von Freigeld
4.9.1.) Strategie gegen blockierte Gutscheine


Oldy:

Es hat sich gezeigt, daß es am Anfang vorkommt, daß sich in einzelnen Geschäften Gutscheine stauen, die dann natürlich im Umlauf fehlen, was zur Folge hat, daß andere Geschäfte keine oder weniger Gutscheinumsätze machen und das Interesse an der Sache verlieren. Das ist gerade am Anfang eine böse Sache. Es entwickeln sich keine Kreisläufe. Jedenfalls nicht schnell genug. Rücktäusche müssen organisiert werden und die ganze Sache entwickelt sich nicht weiter.

Zuallererst kann man natürlich versuchen Abnehmer für die blockierten Gutscheine zu finden, indem man bevorzugt Leute als Teilnehmer gewinnt, bei denen derjenige mit den blockierten Gutscheinen etwas kaufen kann. Das kann man auch schon tun, bevor es zu Blockierungen kommt, wenn man das Problem erst einmal erkannt hat.

Eine zweite Überlegung ist die. Was tun die Leute denn mit einem Teil ihres Geldes, das sie nicht sofort weiter verwenden wollen oder können? Sie sparen es! Diese Möglichkeit muß organisiert werden.

Derjenige mit den blockierten Gutscheinen kann das selber tun, indem er sie verleiht und er kann sie aber auch an jemand verkaufen, der das dann an seiner Stelle tut. Als Verein sollte man das organisieren, denn irgendwann werden die Leute ja in kaufkraftbeständigen Gutscheinen auch sparen wollen. Warum das nicht gleich organisieren?

Man braucht den Leuten, die blockierte Gutscheine umtauschen wollen dabei nicht einmal die vollen 5% Rücktauschgebühr abknöpfen, wenn man genügend willige Schuldner findet, die einem vielleicht sogar noch Zinsen für einen Gutscheinkredit bezahlen. Das werden sie natürlich nur tun, wenn sie damit etwas kaufen wollen oder es investieren können. Der erste, der das tun könnte, ist natürlich derjenige mit den blockierten Gutscheinen, aber der hat ja bewiesen, daß er es nicht selber kann.

Der muß dann eben die 5% oder einen Teil davon schlucken. Es müßte aber in seiner Handesspanne drinnen sein. Er hat die Gutscheine ja für einen gewinnbringenden Verkauf bekommen und braucht nicht weinen.

Der Verein braucht das nicht selber tun und soll es auch gar nicht, sondern einfach einen der Gutscheinhändler oder Geldwechsler, die es bald geben wird, zu den Teilnehmer mit den blockierten Gutscheinen schicken. Damit kommen diese Gutscheine aber wieder in Umlauf und das ist der Sinn der Sache.

Die Lösung des Problems sind somit Leute, die diese Geschäftsidee aufgreifen und Gutscheinhändler werden. Das könnten am Anfang Pfandleiher sein, aus denen sich ja später die Banken entwickelten, aber bald werden es die Banken selber machen, weil sie mit dem bald wertlosem Euro keine Geschäfte mehr machen können. Sie werden sich nur nach den Eigenschaften dieser neuen Gutscheine halten müssen, wenn die alten Eurogutscheine nichts mehr wert sind.

Die Banken, die das als erste tun, werden florieren und die anderen werden aussterben und mit dem alten Geld zusammen untergehen.

Also Problem erkannt, Problem gebannt. Es ist kaum anzunehmen, daß so ein Gutscheinhändler nicht genügend kreditwürdige Schuldner finden kann. Es ist eher am Anfang die Frage, ob er genügend Gutscheine bekommt, damit sich die Sache lohnt. Es gibt ja auch andere Methoden solche Blockierungen zu beseitigen, wenn Kreisläufe wieder funktionieren.

Allerdings wird es auch dann Leute geben, die sparen wollen und die brauchen auch mit Freigeld Schuldner. Kreditvermittlung ist die legitime Aufgabe der Banken und solange die keine Gutscheinkonten führen wollen, werden das eben andere übernehmen. Die werden diejenigen sein, die lernen werden, mit Freigeld umzugehen und werden sich einfach zu neuen Banken entwickeln.

Genau so wie diejenigen, die zu lange zögern nicht von der Seignorage profitieren werden, wird es den Banken gehen, die keine Freigeldkonten führen wollen. Sie werden den Weg der Dynosaurier gehen, wenn sie zu lange zögern, denn in der Zwischenzeit werden andere den Markt beherrschen.

Gibt es nämlich schon ausreichend Gutscheine auf dem Markt, muß der Verein wegen der Kaufkraftgarantie, die sonst nicht eingehalten werden kann, eine weitere Ausgabe von Gutscheinen unterlassen. Ein neuer Teilnehmer kann dann nicht mehr zusätzliche eigene Gutscheine herausgeben, sondern muß die im Umlauf befindlichen verwenden.

Allerdings bringt ein neuer Teilnehmer auch einen größeren Bedarf an Gutscheinen. Er wird also, solange sich das Gebiet vergrößert dennoch einige eigene Gutscheine herausgeben dürfen. Jeder, der abgelaufene Gutscheine umtauscht soll auch das Recht haben seine Werberückseite darauf zu geben. Wer weiß, ob jemals ein Arbeitnehmer die volle Umtauschgebühr zahlen wird. Die Kaufleute werden sich diese potente Reklame etwas kosten lassen.

vgl.: Strategie gegen blockierte Gutscheine

5.) Freigeld und Wirtschaft
5.1.) Preise und Löhne


Oldy:

Wenn das alte Geld wertlos geworden ist, sind sie zwar dann ihre monetären Guthaben los, aber auch ihre Schulden. Wie es derzeit aussieht kann das nur ein Vorteil für sie sein. Wer nicht rechteitig seine monetaren in Euro oder Dollar denominierten Guthaben in Gogo denominierte oder reale Werte umgewechselt hat, könnte in Schwierigkeiten kommen und wer glaubt, daß er mit einem Anteil an Monopolgewinnen weiter ohne Arbeit in Saus und Braus leben kann, wird auch umdenken müssen.

Wie das mit den Preisen aussehen wird, sollten wir uns auch einmal überlegen. Nehmen wir einmal an, daß der reine durchschnittliche Zinsanteil in den Preisen 30% ist, stimmt das nur bei einem Zinssatz von etwa 10%. Sinkt der Zins auf 1%, ist der Zinsanteil nur mehr 3%. Was passiert dann mit den 27%? Ganz einfach! Die gehen, Kaufkraftstabilität vorausgesetzt, in Arbeitskosten und Monopolgewinne über. Monopolgewinne, die im heutigen System einen höheren Anteil als die Zinsen und die fast unbedeutenden reinen Nettoarbeitskosten ausmachen, werden aber durch die niedrigen Zinsen für Monopolbrecher langsam auch verschwinden. Das wird nicht sehr schnell und sehr leicht passieren, aber die Gogos werden die Möglichkeit dafür schaffen.

Das zeigt nun auch welchen Riesenvorteile,die Arbeiter von den Gogos haben werden. Ihr Arbeitslohn wird in sehr kurzer Zeit um diese 27% höher sein. Es wird auch keine Arbeitslosigkeit mehr geben und damit keine lohndrückenden Arbeitslosen. Auch der Unternehmerlohn wird entsprechend steigen

Wie schnell Monopole und Monopolgewinne in den Preisen vrschwinden werden, ist zwar nicht so eindeutig festzustellen, aber autarke Selbstversorgung wird auch Monopole wie Monsanto unwirksam machen und das Pharmamonopol und die globalen Handelsmonopole werden ohne den Schutz des Zinsgeldmonopols und des von ihm ebenso abhängigen staatlichen Gewaltmonopols nicht mehr lange bestehen können.

vgl.: Gogos und ihre Kosten

6.) Freigeld und Privatvermögen
6.1.) Vermögenserhalt im Crash


Oldy:

Die Unvermeidbarkeit des Finanzcrashes ist den Lesern dieses Forums sicherlich klar. Selbst die Verteidiger des Status Quo leugnen das nicht. Die Diskussion geht nur um den Zeitpunkt und die Möglichkeit auch beim Krach auf Kosten anderer zu verdienen und so sein Vermögen zu erhalten oder sogar zu vermehren.

Bisher wurde nicht darüber diskutiert, ob es möglich ist stabiles Geld auch im lokalen und regionalen Rahmen zu schaffen und damit allen Teilnehmern, die so ein stabiles Tauschmittel benützen ihr Vermögen zu erhalten.

Es ist möglich. Das Wörgler Geld wurde sogar 8% mehr wert während der 14 Monate des Experiments. Die Frage ist nun, wie groß so ein Wirtschafskreislauf sein muß für stabiles Geld und auch das kann uns Wörgl beantworten. Das Wörgler Geld wurde von höchstens 20,000 Leuten verwendet.

Im Unterschied zu Wörgl sind dieses Mal wesentlich mehr Teilnehmer in den Startlöchern und wenn auch viele es nicht ganz richtig machen, werden auch die Waren und Leistungen vom Markt entfernen und damit eine Deflation und den deflationsbedingten Crash verhindern helfen. Eines können sie allerdings nicht. Sie können eine Hyperinflation der anderen Währungen nicht verhindern. Im Gegenteil. Jede Ware, die durch alternative Tauschmittel vom Markt geräumt wird, ist als Gegengewicht für das Geld verschwunden und damit stellt sich heraus, daß dieses Geld weniger bis gar nichts mhr wert ist.

Das wird sehr schnell gehen, wenn die Inflation erst ins Laufen kommt. Im Gegesatz zu früheren Inflationen wird es aber diesmal schon andere stabile Tauschmittel geben. Damit ist eine Geldreform überflüssig. Und ja, wer während des Jahres, bis die Hyperinflation gelaufen ist, die stabilen Tauschmittel hortet, wird 5% an Gebühr zahlen müssen, aber selbst dann bleiben ihm 95%, während er sonst alles verloren hätte.

Was die Hyperinflation betrifft, ist auch die unvermeidbar, weil sie schon gemacht worden ist. Sie wird nur verschleiert, weil die Hochfinanz ihr Geld vom Warenmarkt zurückhält. Wie lange das noch gemacht werden kann, ist die Frage.

Bisher gab es solche Inflationen in den Verliererländern der andauernden Kriege fast jede Generation. Diesmal geht es aber um die Weltwährung mit der alle anderen Währungen verbunden sind. Durch den Abgang vom Goldstandard wurde eine Deflation und Weltwirtschaftskrise bisher vermieden. Das konnte aber nur durch uferlose Vermehrug des Dollars gemacht werden und wie lange der vom Gütermarkt noch fern gehalten werden kann, ist die Frage.

In dem Zusammenhang muß auch klar gemacht werden, daß die Dollarvermehrung nicht erst vom Zeitpunkt des Abganges vom Goldstandard erfolgte, sondern von allen Anfang an seit Bretton Woods 1945. Bis 1971 war die amerikanische Wirtschaft aber noch konkurrenzfähig.

Bisher konnte durch die Salamicrashtechnik ein genereller Crash vermieden werden und noch kann der Dollar als Petrodollar funktioneren, wenn auch auf Kosten eines hohen Erdölpreises. Das geht aber auf Kosten der amerikanischen Wirtschaft. Die ist so labil, daß der nächste Salamicrash ein genereller Crash werden kann.

Aber, wie gesagt, gelingt es uns, regionale stabile Tauschmittel zu schaffen, können wir den Untergang der anderen Währungen überleben und alle, die dabei mitmachen, auch.
Wir können unseren Kindern eine bessere schuldenfreie Welt hinterlassen. Eine Welt ohne Kriege und ohne Währungskrisen. Eine Welt mit stabilen Geld.

vgl.: Stabiles Geld beim Crash.


Faultier:

Zu bemerken ist aber, daß die Besitzer großer Vermögen durchaus in der Lage wären, in Voraussicht auf den Crash mehr Freigeldscheine zu horten, als die Gewerbetreibenden aufgrund ihres Warenbestandes herauszugeben in der Lage sind.
Andererseits werden viele Vermögensbesitzer nicht wissen, wann der Crash der Währungen denn kommt. Sie werden rein und raus gehen aus Freigeld. Sie werden vielleicht Kaufoptionen auf Freigeld zu erwerben versuchen usw. Wenn es aber über Nacht kracht, dann sind die meisten bestimmt zum geringsten Teil in Freigeld investiert, gerade so für die für morgen geplanten kleinen Einkäufe.

7.) Freigeldinitiativen
7.1.) Welche Freigeldinitiativen existieren schon?


Oldy:

Nach den Gießener Justus entwickelten sich noch einige andere Gogos in Deutschland, worunter das Rheingold in Düsseldorf sehr erwähnenswert ist, weil der Initiator, Jost Reinert, eine bedeutende Weiterentwicklung der Gogos gefunden hat. Die Werberückseiten für die Herausgeber. Das und die Querverbindung zum Kunstfond könnte da zu einem Durchbruch führen. Er weiß ja auch ganz genau, welche Fehler bei den Gogos, den Justus und bei der FDM gemacht wurden und kann sie daher vermeiden. Er kennt auch die Ausgabemethoden und wie er die Seigniorage benützen kann. Es ist zu hoffen, daß auch andere Initiativen seinem Beispiel folgen werden, auch wenn das Regionetzwerk von ihm nichts wissen will. Er weiß jedenfalls, wie wichtig das Rheingold ist.

Wenn die Leute vom Regionetzwerk es nicht wissen, macht das auch nichts. Jedenfalls haben auch schon andere Initiativen seine Werberückseiten übernommen und das wird zu ihrem Erfolg beitragen.

Gogoinitiativen im Rest der Welt.
Die kenne ich nicht alle, denn verständlicherweise sind die alle noch in den Anfängen, mit den Gogos selber nicht einmal drei Jahre alt. SHE (Self Help Education) in einigen afrikanischen Ländern ist eine davon.
Es ist jedenfalls erfreulich, daß Leute in aller Welt die Möglichkeiten sehen, die ihnen das Gogodesign bietet. Ein einziger erfolgreicher Gogodistrikt wird für eine Unzahl von Kommunalgeldern in aller Welt beispielgebend sein.

vgl.: Gogos, Theorie und Praxis.

7.2.) Freigeldeinführung am Beispiel von Rheingold


Oldy:

Wie Rheingold funktioniert.

Rheingold wird von den angeschlossenen Gewerbetreibenden als Waren und Leistungsgutscheine herausgegeben und ist durch diese gedeckt. Der Rheingoldverein sorgt dafür, daß einzelne Mitglieder nicht zu viele herausgeben.

Es werden nur so viele herausgegeben als im Umlauf bleiben. Die Kaufkraftgarantie sorgt dafür, daß nur so viel Rheingold in Umlauf kommt als im Umlauf bleibt. Zeigt sich, daß zu viel Rheingold ausgegeben wurde und es entsteht eine Rheingoldinflation, werden viele die Garantie in Anspuch nehmen und entsprechend viel Rheingold verschwindet damit vom Markt. Daher wird die Warendeckung nie in Anspruch genommen werden.

Jeder Teilnehmer kann ja für eine gegen Gutschein herausgegebene Ware sofort bei einem anderen Teilnehmer eine Ware im gleichen Wert dafür kaufen. Er bekommt eigentlich das Rheingold geschenkt, Das heißt, er schenkt es sich selber.

Allerdings muß er von diesem geschenkten Rheingold einen Teil an den Verein abgeben, damit der damit seine Kosten decken kann. Das sind im Wesentlichen Werbe und Druckkosten.

Wieviel der geschenkten Rheingold die einzelnen Teilnehmer für diesen Zweck dem Verein belassen, ist Sache einer Vereinbarung, aber es wäre gut da nicht zu kleinlich zu sein, damit der Verein gute Werber bezahlen kann. Das ist ja dann wieder zum Vorteil der Teilnehmer, weil ihnen das Umsatz bringt. Jeder Rheingoldschein kann während eines Jahren unzählige Male seinen Wert an Umsätzen bringen.

Eine Teilung von 30% für den Verein ist sicher vertretbar. Man darf nicht vergessen, daß es sich ja nicht um große Summen handeln wird, weil Rheingold viel schneller umlaufen wird, als es der Euro tut, Wegen der Gebrauchsgebühr wird niemand Rheingold zurückhalten. Rheingold im Wert von 1% der heutigen Geldmenge wird alles sein, was notwendig ist, um alle Waren zu bewegen. Der Warenabsatz bringt den Teilnehmern tausendfach mehr als die einmalige Seigniorage.

Gibt ein Teilnehmer 1000 Rheingold heraus, kann er damit rechnen, daß die im Durchschnitt im Jahr unzählige Male wieder in seinem Geschäft landen. Auch die 300, die er dem Verein gelassen hat. Der gibt sie ja auch aus und bringt sie damit in Umlauf. Später muß der Verein seine Kosten aus der Umlaufgebühr decken., denn die Seigniorage fällt ja nur einmal an und das für eine Geldsumme, die vielleicht 1% der jetztigen ist. Reich wird er dabei sicherlich nicht. Wir wissen noch nicht wieviel Rheingold gebraucht werden wird und Schätzungen gehen von einem bis 10 Rheingold pro Wirtschaftsteilnehmer.

Das hängt davon ab, wie schnell Rheingold umlaufen wird und wieviel davon trotz der geringen Umlaufgebühr als zeitweiliges Sparmittel verwendet werden wird. Die Erfahrung wird es zeigen.

Rheingoldergrade.

Es ist für einen Werber nicht schwer einen neuen Rheingolder zu werben, wenn er ihn nicht überfordert.

Jemand kann Rheingolder ersten Grades einfach dadurch werden, daß er sich bereit erklärt Rheingold als Zahlung zu akzeptieren und das öffentlich erklärt. Das ist ohne Risiko für jeden Gewerbetreibenden und für jeden Arbeiter. Ein Gewerbetreibender gibt einfach einen Schild heraus auf dem steht Rheingold willkommen und er wird zusätzliche Umsätze machen. Ein Arbeiter sagt einfach, daß er auch Rheingold als Zahlung für seine Leistung annehmen wird, wenn es nicht seine Berufsgenossenschaft oder Zunft schon für ihn getan hat. Er wird dadurch Arbeit haben.

Das werden der Großteil der Rheingolder sein und die sind, besonders am Anfang, sehr wichtig, weil viele Schilder zeigen, daß viele Leute Rheingold akzeptieren und deshalb niemand Angst haben muß auf eingenommenen Rheingold lange sitzen zu bleiben.

Rheingolder zweiten Grades werden die Leute, die Rheingold emmitieren. Das ist auch ganz einfach und bringt ihnen Vorteile, ohne etwas zu kosten. Sie werden dabei durch die Seignorage ( Seignorage ist der Unterschied zwisschen Druckkosten und Nominalwert der Gutscheine) zwar nicht reich werden, weil Rheingoldgutscheine nur in geringen Mengen emmitiert werden, aber sie werden auch die ersten sein, die von den zusätzlichen Rheingoldumsätzen profitieren werden.

Hier wird es für einen Werber am Anfang etwas schwerer sein Leute dafür zu gewinnen, aber bei Rheingold braucht er es nicht umsonst zu machen. Er (oder sie) ist ein Rheingolder dritten Grades, der in vielen Fällen das neben seiner Tätigkeit als Rheingolder zweiten Grades oder ersten Grades tun wird.

Dann kommt der Rheingolder vierten Grades. Das kann ein einzelner Mann oder eine Gruppe sein, die für die Organisation von Rheingold sorgen. Die sind notwendig, damit nicht einzelne Rheingolder zweiten Grades die Ausgabe übertreiben. Sie kontrollieren den Druck der Scheine und die Einhaltung der Kaufkraftgarantie.

Das ist es dann auch schon. Keinerlei unübersichtliche Bürokratie. Kein Rheingolder braucht sich mit Wirtschaftstheorien beschäftigen. Er wird Wirtschaftspraxis erleben und die Vorteile von Rheingold genießen.

Das sollten auch alle anderen Initiativen sich durchdenken. Es ist absolut nicht notwendig, jeden prospektiven Teilnehmer mit wirtschaftswissenschaftlichen Kontroversen zu belasten und zu langweilen. Jeder wird seine Vorteile in der Praxis erleben, wie es die Leute in Wörgl taten.

Detailfragen für die Praxis sind eigentlich nur für die höheren Rheingoldergrade von einiger Bedeutung und niemand braucht sich damit beschäftigen, der nur ein Teilnehmer ersten Grades ist und wieder einer geworden ist, nachdem er als Emmitent seine Gutscheine in Umlauf gebracht hat. Die sind dann eine verschwindend kleine Teilmenge des Gesamtumlaufes und ein Emmitent braucht nicht einmal öffentlich als Emmitent sich auf seinen Gutscheinen deklarieren. Da steht dann Emmitent Nr.1 usw. und nur die Verwaltung weiß, wer ein Emmitent ist. Es ist die Angelegenheit jedes Emmitenten selber, ob er öffentlich als Emmitent auftreten will.

Die Werberückseiten auf den Gutscheinen haben keinerlei Bezug zu den Emmitenten auch wenn ein Erstemmitent das Recht hat, seine Gutscheine damit zu bedrucken. Später werden beim Umtausch abgelaufener Gutscheine, diejenigen, die sie umtauschen und die 5% Gebühr dafür zahlen dieses Recht haben. Sie können dieses Recht selber ausüben oder es auch verkaufen oder verschenken. Der Verkauf dieser potenten Werbeträger wird gegen Provision von einer eigenen Firma gemacht werden und nicht die Verwaltung belasten.

Wie diese Firma das organisiert, ist ihre eigene Sache. Voraussichtlich wird sie den Umtausch abgelaufener Scheine organisieren, die Umtauschgebühr kassieren und sie an den Verein abführen, wobei sie sicherlich einen Nachlaß heraushandeln kann.

In den meisten Fällen wird die Firma einfach schon neue Scheine vom Verein bezogen haben und die einfach umtauschen. Diejenigen, welche ihre Werberückseiten auf Scheinen haben wollen, werden sie einfach bestellen und werden für die 5% Gebühr das Recht erwerben auf diese Rückseiten und können dieses Recht auch verkaufen. Ein ganz einfacher Geschäftsvorgang. Ich denke, daß einige Gogoinitiatoren diese Geschäftsidee aufgreifen werden.. Der Druck der Werberückseiten kann dabei ruhig zeitverschoben stattfinden.

vgl.: Rheingoldgrade.
Wie Rheingold funktioniert.

8.) Fehlerhaftes Freigeld


Oldy:

Freigeld wurde schon vor fast 120 Jahren entdeckt und bisher existiert es noch immer nicht. Was ist der Grund dafür? Einfach! Irgendetwas war immer falsch konzipiert. Entweder war es die Einführungsmodalität von oben her durch den Staat, welche die Erfolglosigkeit der ersten 50 Jahre erklärt. Oder Fehler, die nach einer kurzen Periode von relativ kleinen, erfolgreichen Experimenten gemacht wurden. Daraufhin wurde wieder der alte erfolglose Weg des Versuches Freigeld von oben durch politischen Einfluss einzuführen gegangen, anstelle der Fehler der experimentellen Versuche zu untersuchen.

Der einzige Erfolg versprechende Weg wurde nicht gegangen. Erst 70 Jahre nach diesen zaghaften Versuchen, Freigeld von der Basis aus einzuführen, gibt es wieder neue Ansätze. Da aber niemand wirklich die Ursachen des Unterganges der damaligen Experimente untersucht hat, werden die damaligen Fehler vielleicht wieder gemacht werden. Das ist weiter nicht schlimm, wenn es nur richtige Ansätze gibt. Die fehlerhaften werden einfach wieder verschwinden. Die richtigen werden sich durchsetzen. Selbst die fehlerhaften Ansätze haben ihre guten Seiten. Sie machen die Opposition glauben, daß Freigeld nicht funktioniert und deshalb harmlos ist.

Ich werde gar nicht zu sehr ins Detail gehen, um zu erklären, was damals falsch gemacht wurde, sondern einfach das Richtige tun. Die nur Neugierigen und schon gar die Opposition brauchen es nicht zu wissen. Diejenigen, die etwas tun und dabei Fehler machen, werden entweder selber darauf kommen, oder sie werden dem Beispiel der erfolgreichen Experimente folgen. Es genügt, wenn der richtige Weg von unten gegangen wird. Läuft dabei etwas nicht so ganz richtig, merken sie es schon selber und Vorschläge, wie man es anders machen kann, sind dann schon zu finden. Eigentlich ist Freigeld sehr einfach und leicht zu verstehen. Man muß es nur verstehen wollen und man braucht es nicht einmal zu verstehen. Es genügt, wenn man es verwendet.

Es wird viele fehlerhafte Freigelder auch weiterhin geben, aber es gibt auch schon richtige. Wer Fehler macht, wird es bald selber merken, wenn der Erfolg ausbleibt und es ist gar nicht so schwer Fehler auszubessern. Man darf nur nicht zu lang auf ihnen beharren, denn das Zeitfenster der Gelegenheit für Freigeld im Konjunkturablauf des Zinsgeldes ist nicht endlos.

siehe auch: 4.4.) Zeitpunkt der Freigeldeinführung
vgl.: Fehlerhaftes Freigeld

9.) Probleme, Fragen, Sonstiges
9.1.) Sind Freiwirte Spinner?


Oldy:

Daß die alten Freiwirtschaftler sehr oft als Spinner angesehen wurden, hat den Grund, daß unter ihnen wirklich sehr viele waren (und sind). Nudisten, Lebensreformer, Rohköstler, Vegetarier, Esperantisten, Hohlwelttheoretiker, Anhänger Rudolf Steiners und Max Stirners, Anarchisten und Sonnenanbeter. Man kann ruhig davon ausgehen, daß alle diese Spinner und noch andere eine Heimstatt bei der Freiwirtschaft fanden und daher die Mehrheit der Freiwirte bildeten.
Ein Beispiel dafür war das. Als mir bei menen ersten Besuch bei ihm 1952, Otto Lautenbach, (ja DER Otto Lautenbach, Berater von Ehrhard) mir eine Jause anbot, fragte er, ob er mir auch Wurst auf den Teller geben dürfe. Er hatte also angenommen, daß der junge Freiwirt wahrscheinlich ein Vegetarier sei.
Bei Werner Zimmermann (ja auch DER Werner Zimermann, Weltvagrant) stand das gar nicht erst zur Debatte. Da gab es nur Früchte und Nüsse. Ähnlich war es bei allen alten Freiwirten, die ich besuchte und auch heute ist es noch so. Vielleicht nicht mehr so extrem wie damals, als einer von denen mir sagte als ich im Gasthaus mir eine Rindsuppe bestellte; Pfui, Leichenwasser!
Ja, man hatte es manchmal nicht leicht mit denen. Heute wird man auch als Fleischesser toleriert und es gibt im Silvio Gesell Heim auch Fleischspeisen. Damals galten die Freiwirte jedenfalls als Sonderlinge und Spinner und das machte es leicht, sie auszugrenzen, wenn sie versuchten in anderen Parteien politisch wirksam zu sein.
Wenn man das Los der Freiwirte bei den Grünen, die sie ja mit aus der Taufe gehoben haben, betrachtet, hat sich da nicht viel geändert.


Faultier:

Wenn man (wirtschaftlichen) Erfolg haben will, muß man sich auch mit erfolgreichen Menschen umgeben. Hier ergibt sich nun die Frage, warum o.g. Leute sich als Freiwirte betätigen. Weiterhin stellt sich daraus folgernd die Frage, ob Initiativen - angeführt von o.g. Leuten erfolgreich werden können.

vgl.: Alte Freiwirtgeschichten.

9.2.) Wo stehen Freiwirte politisch?


Oldy:

Da Anarchismus bei der gehirngewaschenen Masse fast einen genau so schlechten Stellenwert hat, als Antisemitismus, habe ich das bisher nie gesagt, aber wenn dieses Freigeld nun in die rechte Ecke gestellt werden soll. ist es wohl besser klar zu machen, daß es im Gegenteil dazu in der extrem linken Ecke ist. Weit jenseits des linken Staatskapitalismus.
Es ist wirkliches Freigeld und wer es einführt, ist alles eher als ein Faschist. Wer darum Berührungsängste mit der FDM hat, weil jemand behauptet, daß das Neonazis sind, der tut mir leid.
Jost Reinert ist so weit links, als es nur möglich ist und er hatte mit Rheingold einen fulminanten Beginn und gewann viele linke Künstler dabei mitzumachen und auch unpolitische Gewerbetreibende und..... er benützte die FDMscheine als Werbematerial. Er hatte da keine Berührungsängste und die FDM hat ganz exakt das Gogodesign. Es ist auch Freigeld und die Gewerbetreibenden und die linken Künstler fanden nichts Anstößiges daran.
Mir selber ist eine FDM lieber als Regios, welche die Grundidee des Freigeldes verraten, indem sie es 1 zu 1 an den Euro binden und damit die Kaufkraftbeständigkeit aufgeben, oder welche, die Regios ohne Bargeld und ohne Umlaufsicherung herausgeben wollen und so eine weitere Grundidee fallen lassen.. Die werden vom Regionetzwerk mit offenen Armen aufgenommen und deshalb will ich mit denen auch nichts zu tun haben.

vgl.: Anarchofreigeld.

9.3.) Wie Gegner der Freigeldtheorie helfen


Oldy:

Nun zu den Feinden. Eigentlich habe ich ja keine und es fält mir deshalb schwer einen aus dem Hut zu holen, aber ich will es mit dem Dottore (Paul.C.Martin) versuchen, der anscheinend meine Gogos unbedingt verhindern will. Es tut mir aber leid. Er hat mir mehr geholfen als er glaubt und ich sollte ihm dankbar sein und ihn als Freund ansehen. Er war derjenige, der unermüdlich das Freigeld angegriffen hat und es immer noch tut und wer weiß, ob ich ohne ihn die Gogos entwickelt hätte. So habe ich es aber getan und auch schon viele Leute gefunden, die ihr einfaches Prinzip verstanden haben und es in die Praxis umsetzen werden.

Er hat durch seine erfolglosen Versuche mit wirklchen ökonomischen Wissenschaftlern ins Gespräch zu kommen, mich dazu gebracht, es zu tun und es ist mir gelungen. Ich habe diesem Feind-Freund einiges zu verdanken. Gerade arbeiten zwei dieser Wissenschaftler in Afrika und im Orient daran Gogos zu propagieren und einzuführen. Wer weiß, ob es ohne Dottore schon so weit gekommen wäre. Wer weiß, ob es die Gogos ohne Dottore überhaupt gäbe.

Auf keinen Fall gäbe es schon fast ein Dutzend Gogoinitiativen in Deutschland. Die heißen alle nicht Gogos, sind aber echte Gogoabkömmlinge und sie werden erfolgreich sein. Ich bin ganz zufrieden mit dem, was ich in der kurzen Zeit erreicht habe, seit ich aus einer Theorie ein praktisches Experiment gemacht habe.

vgl.: Freunde und Feinde

10.) Links


Oldy:

Information about some experiments:
http://www.artfond.de/regio.htm
http://www.stollberger-regional.de/stollberger/qualitaet/
http://www.volmetaler.org/
http://www.kirschbluete-regional.de/
http://www.justus-buendnis.de/
http://www.nadir.org/nadir/periodika/contraste/roland-gutscheinring.htm
http://www.berliner-regional.de/
http://www.freie-dm.de/
http://home.debitel.net/user/RMittelstaedt/index.htm
http://www.appropriate-economics.org/
http://www.justusbuendnis.de/
An extremely valuable site about the theoretical background of the Gogos.
http://www.geldreform.de/
This might be a glimpse in the future, if you dare to walk the way.

vgl.: englischer Text.


Sorry, in diesem Forum dürfen nur registrierte Benutzer schreiben.

Hier klicken um sich einzuloggen