Re: GRUNDLAGEN

Geschrieben von Frank Schöbel am 22.08.2006 14:46:00:

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Dieses Dokument soll die Texte von Oldy in einer logischen Struktur vereinen. Es wird laufend aktualisiert und ist verlinkt mit den Originalbeiträgen ( Neues Forenthema Nr.: ... ). Dort finden wir auch die Diskussionen dazu.


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Wir beginnen mit einem voläufigen Überblick:


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GRUNDLAGEN


>1.) Notwendigkeit alternativen Geldes
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>1.1.) Falsche Vorstellungen vom Wert des Geldes
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>1.2.) Möglicher Crash des Finanzsystems

Deine Zeit möchte ich haben !!!!!!!!!!!!!
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>1.2.1.) Stabiles Geld?
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>1.3.) Was ist Kapital und wie arbeitet es?
>
>1.3.5.) Wo wird Mehrwert geschaffen?
>
>1.3.7.) Trend der relativen Verselbständigung des Finanzkapitals
>
>1.4.) Machtverhältnisse und Verteilung
>
>1.4.3.) Die Macht der Monopolbourgeosie
>
>1.4.3.1.) Was sind Monopole, wie entstehen sie?
>
>1.4.4.) Wie Freigeld die Macht der Monopole bricht
>
>1.4.5.) Stärke und Schwäche der Monopole
>
>1.5.) Globalisierung: die Welt wächst zusammen
>
>1.6.) Das kapitalistische Verteilungssystem
>
>1.6.1.) Schulden, Guthaben und Zinseinnahmen
>
>.
>
>.
>
>2.) Prinzip des Freigeldes
>
>2.1.) Was ist Freigeld, was sind Gogo's?
>
>2.2.) Tauschmittel im regionalen Rahmen
>
>2.3.) Hohe Umlaufgeschwindigkeit beim Freigeld
>
>2.4.) Umlaufsicherung: eine Abgabe auf Geldbesitz
>
>2.5.) Kaufkraftstabilität und Wechselkurs
>
>.
>
>.
>
> 3.) Langzeitstrategie der Gogos.
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>.
>
>.
>

PRAXIS


>4.) Herausgabe und Verwaltung
>
>4.1.) Wer kann wieviel Gogos herausgeben?
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>4.2.) Kein Währungsamt, kein staatliches Freigeld.
>
>4.3.) Kosten für das Freigeld
>
>4.4.) Zeitpunkt der Freigeldeinführung
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>.
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>.
>
>4.8.) Vereins- und Beziehungsmanagment
>
>4.8.2.) Wie gewinnt man Freunde?
>
>4.9.) Detailprobleme beim Einführen von Freigeld
>
>4.9.1.) Strategie gegen blockierte Gutscheine.
>
>.
>
>.
>
>5.) Freigeld und Wirtschaft
>
>5.1.) Preise und Löhne
>
>.
>
>.
>
>6.) Freigeld und Privatvermögen
>
>6.1.) Vermögenserhalt beim Crash
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>.
>
>.
>
>7.) Freigeldinitiativen
>
>7.1.) Welche Freigeldinitiativen existieren schon?
>
>7.2.) Freigeldeinführung am Beispiel von Rheingold
>
> ... Funktion
>
> ... Rheingoldgrade
>
> ... Emittenten und Werberückseite
>
>.
>
>.
>
>8.) Fehlerhaftes Freigeld
>
>.
>
>.
>
>9.) Probleme, Fragen, Sonstiges
>
>9.1.) sind Freiwirte Spinner?
>
>9.2.) Wo stehen Freiwirte politisch?
>
>9.3.) Wie Gegner der Freigeldtheorie helfen
>
>.
>
>.
>
>10.) Links
>


>
>

GRUNDLAGEN


>

1.) Notwendigkeit alternativen Geldes
>1.1.) Falsche Vorstellungen vom Wert des Geldes


>Oldy:
>

Es sind immer falsche Vorstellungen über Größenverhältnisse die zu Fehleinschätzungen und zu Fehlverhalten führen, Das ist bei falschen Vorstellungen über den Zeitablauf aber auch bei total falschen Vorstellungen auf anderen Gebieten.


> Faultier:
>

Beispielsweise haben viele Menschen auch Schwierigkeiten, exponenzielle Wachstumsvorgänge, Grenzwertverhalten, Manipulationen oder Machtverhältnisse zu erfassen. In dem Falle werden einfach die Glaubenssätze anderer Menschen übernommen und damit zusammenhängende Gewohnheiten gelebt.


>Oldy:
>

Wenn wir untersuchen wollen, warum Freigeld noch nicht eingeführt wurde, müssen wir das untersuchen. Da ist z.B. die falsche Vorstellung daß alles heutige Geld etwas wert ist. Hier stockt schon die Vorstellungskraft der meisten Menschen, denn sie sehen ja, daß man damit etwas kaufen kann. Geld ist zwar nur so viel wert, als man dafür kaufen kann und selbst das haben sich noch die wenigsten Menschen klar gemacht und glauben, daß irgend eine Deckung dem Geld Wert gibt.
>Nun stimmt zwar, daß unser Geld auf dem Markt etwas kaufen kann und als einzige Monopol-Nachfrage dem Warenangebot gegenübersteht, aber niemand sieht, daß das nur ein ganz geringfügiger Teil der Geldmenge tut. Der Rest ist wertlos. Der scheinbare Wert ist nur deshalb da, weil es nicht auf den Markt gelassen wird. Das Geld auf dem Markt hat ein Monopol als Zahlungsmittel und das ist sein einziger Wert. Kommt ein anderes Zahlungsmittel auf den Markt und kauft Waren weg, verliert es diesen Wert sehr schnell, denn dann kann es nicht mehr den Preis der Waren drücken und auch nicht den Preis der Arbeit.


> Faultier:
>

Der Gedanke, daß alles Geldvermögen im Währungscrash vernichtet werden könnte oder daß eine Währungsreform angeordnet wird, ist den meisten Menschen unangenehm. Er wird verdrängt. Damit werden weiterführende Gedanken zum Thema Vermögenssicherung ebenfalls abgeblockt. Das Fatale daran ist, daß gerade die deutsche Bevölkerung viel derartiges Ungemach erlebt hat und dennoch nicht gewillt und in der Lage ist, die Brisanz der gegenwärtigen Zustände zu erfassen.


>Oldy:
>

Selbst viele Freigeldinitiatoren haben keine Vorstellung davon, wie schnell sich die Wertlosigkeit des alten Geldes herausstellen wird und binden leichtsinnig das Freigeld an das alte Geld mit einem 1 zu 1 Umtausch anstatt von Anfang an darzustellen, daß es sich beim Freigeld um ein kaufkraftbeständiges anderes Geld handelt, das nicht Leute herausgeben, die nichts dafür zu verkaufen haben.


> Faultier:
>

Dies hat etwas mit der Zielstellung zu tun. Die ergibt sich aus der Frage, warum eine Alternative Regionalwährung notwendig werden könnte.
>Also: eine Regionalwirtschaft braucht für den Crash-Fall ein Kaufkraftbeständiges Tauschmittel, um zu überleben. Daraus ergibt sich eine notwendige Bindung an beständige Warenwerte. Somit ergibt sich die Notwendigkeit der ständigen Berechnung der Wechselkurse über diese Warenwerte.


>

vgl.: Falsche Vorstellungen


>
>

1.2.) Möglicher Crash des Finanzsystems


>Oldy:
>

Seit der Realkapitalzerstörung durch zwei Weltkriege gab es keinen großen Crash mehr nach dem zweiten. Als der Kapitalmangel überwunden war, konnte das Fehlen lohnender Geldanlagen und die latente Deflation immer durch Spekulationsblasen und deren vorsichtiges Aufstechen verhindert werden. Wer es verstand die kleinen Salamicrashs auszusitzen konnte langfristig recht erfolgreich sein. Jetzt glauben manche, daß es eine Weltwirtschaftskrise nach einen Börsencrash wie 1929 bis 1939 nicht mehr geben wird. Diese Leute werden unvorbereitet davon überrascht werden. Stop-loss wird im freien Fall nicht mehr funktionieren und Shorten auch nicht mehr. Die Hedge-Fonds werden zu wertlosen Papier werden. Alle Schuldner zahlungsunfähig.
>Die Wertlosigkeit des Dollars und aller anderen Währungen wird danach offenbar werden und ob einige der globalen Monopole das Chaos überstehen werden, ist fraglich. Überstehen werden es vielleicht Menschen, die mit Hilfe eines stabilen Tauschmittels die Arbeitsteilung aufrecht erhalten können und diejengen, die autark und von Monopolen unabhängig sind.
>Geldvermögen wird NICHT gerettet werden können und wie sicher Realvermögen in weltweiten Bürgerkriegen sein wird, zeigt sich dann auch. Selbst Grundbesitz ist beim Zusammenruch wertlos, wenn es keinen Staat mehr gibt und auch keine funktionierende Gemeinschaft. So eine Gemeinschaft braucht nicht übermäßig groß sein, nur groß genug, um ihen Mitgliedern im gegenseitigen Interesse Schutz zu bieten.

vgl.: Der große Crash kommt


> Faultier:
>

Eine menge Leute erwarten ebenfalls den baldigen, z.B. unter
> www.goldseitenforum.de; Der Countdown läuft;
>Besonders interessant finde ich die Herleitung über eine Diskussion des Verhaltens der Versicherer und ihrer BaFin.


>

Sehr interessant und vor allem logisch ist der folgende Artikel:
>infosite.promweb.de; Weltgeldbetrug;
>Hier hat es Prof. Dr. Eberhard Hamer annähernd perfekt erklärt, wie sich die wirtschaftlichen Interessen der US-Oligarchie, Crash und Weltwährungsreform in den Globalisierungsprozeß einordnen.


>

Nun stellt sich noch die Frage nach den Quantitäten oder der Einfachheit halber nach dem Auslöser oder Anlaß. Der wird ja nun auch schon von allzu offizieller Seite hinreichendst zelebriert, z.B. unter:
>http://oraclesyndicate.twoday.net/stories/2129978/; Kommt jetzt der Hedge-Fond-Crash?
>http://www.ftd.de/politik/europa/79186.html; Notenbank warnt vor Finanzcrash
>Hinzu käme natürlich der Krieg. Einmal deswegen, weil er weiteren hohen Finanzierungsbedarf bedeutet und weiterhin weil er doch ein unkalkulierbares Risiko darstellt. Dies würde echtes, d.h. auch richtig folgenschweres Crashpotenzial bedeuten, d.h. auch ein kopfloses Handeln der Oligarchien und sonstigen Marktteilnehmer. So etwas gab es ja seit 1929 nicht mehr.


>
>

1.2.1.) Stabiles Geld?


>Oldy:
>

Zuerst wollen wir feststrellen, daß es noch nie in der bekannten Geschichte ein kaufkraftbeständiges Tauschmittel gab und es auch nie eines geben wird,.solange das Tauschmittel nicht den Waren und Leistungen, die damit getauscht werden sollen gleichgestellt ist...
>
>
>Es hat noch nie stabiles Geld gegeben und die Folgeerscheinungen von steigenden oder sinkenden Geldwert begleiteten die gesamte Geschichte der Menschheit mit ewigen Kriegen und Verewigung des Mangels. ( Jeder Preis ist Ausdruck von Mangel. Gibt es keinen Mangel an einem Gut, bildet sich auch kein Preis)
>Steigt der Geldwert, zieht sich das Geld vom Markt zurück, weil die Leute dann warten bis die Güter, die sie nicht unbedingt brauchen, billiger werden. Die Wirtschaft bricht in einer Deflationskrise zusammen.
>Sinkt der Geldwert um etwa 5 bis 10% im Jahr, wirkt das wie eine Umlaufsicherung und solange die Inflation in dem Rahmen gehalten werden kann und es lukrative Geldanlagen gibt, funktioniert die Wirtschaft einigermaßen. Werden lukrative Geldanlagen knapp, wird nicht mehr investiert. Das Geld streikt und das führt wieder in die Deflation.
>Da aber unstabiles Geld durch Zins und Zinseszins während einer guten Konjunktur immer mehr wird, bildet sich ein Geldüberhang und diese latente Hyperinflation bricht dann meistens nach Sachkapitalzerstörung durch einen Krieg aus. So führt unstabiles Geld immer wieder zu Krisen und Kriegen.
>Die Frage aller Fragen ist nun, ob es möglich ist, ein dauerhaft stabiles Geld zu schaffen und damit die üblen Folgen des unstabilen Geldes zu vermeiden und letztendlich den Mangel auf dieser Welt zu beseitigen. Diese Frage kann seit kurzer Zeit mit ja beantwortet werden. Es gibt so ein stabiles Geld und es wird regional schon erprobt und es ist nur mehr eine Frage der Zeit, bis es sich durchsetzen wird.


>

vgl.: Kaufkraftbeständiges Tauschmittel
> Stabiles Geld


> Faultier:
>

So lange Kapital sich im Privateigentum der Menschen befindet, gehorcht es nur seinen eigenen Gesetzen. Es nutzt die Gier seiner Besitzer aus, um sich zu bewegen, zu konzentrieren und zu vermehren. Es achtet dabei ausdrücklich nicht auf die Wünsche und Befindlichkeiten seiner Besitzer - und schon gar nicht der Besitzlosen. Auch ein wertstabiles Geld wird daran nichts ändern. Vielleicht wird es ein lukratives Kurzzeitinvestment, daß dank großer Nachfrage interessante Kursbewegungen zeigen wird?


>
>

1.3.) Was ist Kapital und wie arbeitet es?


>.
>
>

1.3.5.) Wo wird Mehrwert geschaffen?


> Faultier:

Wenn aus einem Prozeß mehr Kapital herauskommt kann, als in ihn investiert wurde, so nennt man die Differenz Mehrwert. Wenn man ( und das hat Marx getan ) all die gesellschaftlichen Prozesse analysiert, so stellt man fest, daß nur in der Produktion Mehrwert geschaffen wird. Das ist so, weil nur in der Produktion der Mensch mehr Werte schaffen kann, als er selbst wert ist. Alle anderen Prozesse des Handelns und Spekulierens sind nur noch dazu geeignet, Werte zu manipulieren und umzuverteilen.

Beispielsweise könnte ein Arbeiter Quellwasser in Flaschen abfüllen, Etikettieren und in Kisten auf LKW verladen, um sie dann zum Einzelhändler zu fahren. Quellwasser kostet 1 Cent, Flasche, Etikett und Kiste kosten zusammen 1 Euro. LKW un Ladenmiete kosten zusammen anteilig ebenfalls einen Euro. Die Kiste Quellwasser in Flaschen wird vom Chef für 2 Euro verkauft, im Laden wird sie für 6 Euro angeboten und bezahlt. Es sind also 2,01 Euro Material- und Anlagenkosten angefallen. Die Differenz zum Verkaufspreis ( = Wert ) von 3,99 Euro haben Arbeiter und Verkäuferin geschaffen. Wie dieser Mehrwert nun aber zwischen Unternehmern, Banken und Staat verteilt wird, ist eine Machtfrage, jedoch nicht mehr Teil der Mehrwertentstehung.


>

Durch eine Einführung von Freigeld könnte die Mehrwertentstehung nur indirekt beeinflusst werden. Zunächst soll der Verteilungsprozeß dahingehend beeinflusst werden daß regionale Kleinunternehmen und Einzelhändler ihren Umsatz direkt mit den regionalen Konsumenten machen können. Dadurch bleibt das Kapital in der Region und kann in einen erweiterten Reproduktionsprozeß fließen, was die Innovationsfähigkeit und Wirtschaftskraft stärkt.

vgl.: Freigeld versus raffendes und schaffendes Kapital.


>
>

1.3.7.) Trend der relativen Verselbständigung des Finanzkapitals


> Faultier:

Wenn einerseits die Unternehmergewinne, und die Vermögen wachsen und andererseits das Kapital seine besten Verwertungsbedingungen sucht, so kommt es zu Kapitalkonzentrationen in den lukrativen Finanzmärkten. Diese blähen sich in ihren Volumen auf und es kommt in ihnen zu immer größeren Kapitalbewegungen, die mit der Finanzierung der Produktionsprozesse nur noch sehr wenig zu tun haben. Veränderungen und Anforderungen im Produktionsprozeß haben immer weniger Einfluß auf die Kapitalbewegungen in den Finanzmärkten. Andererseits können Veränderungen an den Finanzmärkten aufgrund ihres Volumens einen sehr starken Einfluß auf das Verhalten der Zentral- u. Geschäftsbanken, Unternehmer sowie Verbraucher haben. Somit werden Umsätze, Gewinne und Innovationskraft der Wirtschaft beeinflusst. Beispielsweise könnten geringe Änderungen in den zinssätzen und in der Vergabepolitik über Konjunktur oder Niedergang innovativer Kleinunternehmen entscheiden. Durch Einführung von Freigeld soll dieser Einfluß stark beschränkt, vielleicht sogar gänzlich aufgehoben werden.

vgl.: Freigeld versus raffendes und schaffendes Kapital.


>
>

1.4.) Machtverhältnisse und Verteilung


>
>

1.4.3.) Die Macht der Monopolbourgeosie
>1.4.3.1.) Was sind Monopole, wie entstehen sie?


>Oldy:
>

Ein Monopol ist kein Sache sondern ein Zustand der Ausschaltung der Konkurrenz. Das kann teilweise oder vollständig sein. Monopole auf Lebesnotwendigkeiten sind in der gesamten Menscheitsgeschichte die Hauptursache von Wirtschaftskriegen und wirklichen Kriegen gewesen und sie werden es wieder sein, wenn sie nicht überwunden werden können. In der wirtschaftlichen Realität ist das nur möglich, wenn man Ersatzartikel für die Monopolartikel schafft. Das gilt besonders für das grundlegende Geldmonopol.
>
>Außer dem Geldmonopol gibt es noch ein zweites grundlegendes Monopol, das Bodenmonopol. Beide sind abhängig vom Gewaltmonopol des Staates. Besonders das feudale Bodenmonopol kann ohne Staat gar nicht existieren. Das Geldmonopol ist da etwas unabhängiger, weil man mit Geld nicht nur Boden sondern auch Politiker kaufen kann...

vgl.: Monopolüberwindung


>

Ein Monopol ist die Ausschaltung der Konkurrenz und wir sind heute so weit, daß es praktisch nur mehr Monopolpreise gibt. Jedermann ist gezwungen, sich einem Monopol anzuschließen, weil er die Monopolgewinne braucht, um die Zinsen für das Geldmonopol zahlen zu können.
>
>Da aber die Monopolgewinne genau so wie die Zinsen in den Preisen der Güter stecken, ist der Zins- und Monopolgewinnanteil in den Preisen so groß, daß er bis zu 99% ausmachen kann.
>
>Nun, wie wird so ein Monopol aufgebaut? Ganz einfach! Man unterbietet die Konkurrenz bis sie pleite gegangen ist. Hat man erst einmal eine gewisse Größe erreicht, kann man dann mit Hilfe des Dauergeldes seine Lieferanten erpressen und kann viel billiger einkaufen als die Konkurrenz und kann sie noch leichter unterbieten. Es gibt unzählige Beispiele solcher Monopole und das einzige, das sie etwas im Rahmen hält sind mögliche Ersatzartikel und Selbstversorgung.
>
>Teilweise kann man auch die Staatsmacht benützen, um ein Monopol zu bekommen. Dann braucht man nicht einmal mehr einen Konkurrenten unterbieten, weil er von Anfang an gar nicht konkurrieren kann. Patente sind solche Monopole und Gewerbeberechtigungen. So ist z.B.das Pharmamonopol auf diesen aufgebaut. Patente der Pharmagesellschaften und Gewerbeberechtigungen der Aphotheken und Ärzte.
>
>Normale Arbeiter leben trotz aller technischen Errungenschaften heute schlechter, als sie im Zeitalter der Gotik lebten und das ist die Folge der Monopolgewinne und Zinskosten in den Preisen.
>Das ist nur möglich weil die gesamten technischen Errungenschaften von Zinsen und Monopolgewinnen mehr als aufgesogen werden...

vgl.: Monopole


>
>

1.4.4.) Wie Freigeld die Macht der Monopole bricht


>Oldy:
>

Die Gogos sind dieser Weg. Zuerst wird durch sie das Zinsgeldmonopol gebrochen und die Arbeitslosigkeit überwunden. Dann gibt es eine Menge Rückkopplungen. Ohne lohndrückende Arbeitslose werden die Löhne unaufhaltsam steigen. Durch die Kaufkraftgarantie der Gogos können aber die Preise dadurch nicht steigen. Es müssen daher andere Kostenanteile sinken. Das werden in erster Linie die Zinskosten sein, denn durch die Gebrauchsgebühr wird verhindert, daß Geld weiterhin Zins erpressen kann.
>
>Es bleiben nur mehr die Monopolgewinne in den Preisen, aber auch die werden mit der Beseitigung des Zinsgeldmonopols überwunden werden. Das wird nicht so schnell gehen, wie die Überwindung des Geldmonopols, aber die Kräfte, die durch das Verschwinden des Zinses frei werden, sind unüberwindbar.

vgl.: Monopole


>

Silvio Gesell hat als erster erkannt, was dem Geldmonopol seine Macht gibt und fand eine Methode dieses Monopol zu brechen aber als Kind seiner Zeit wollte er das mit Hilfe eines vom Staat herausgegebenen Freigeldes tun. Er erkannte nicht, daß die Monopolinhaber den Staat schon lange in ihren Händen hatten und auch alle anderen sekundären Monopole unter Kontrolle hielten. Die Monopolverflechtungen haben ein derart ungeheures Ausmaß, daß praktisch jeder Mensch der Nutznießer eines Monopols sein muß, um zu überleben. Daher blieb Gesell und alle seine Anhänger bisher erfolglos.
>
>Kleine erfolgreiche Freigeldexperimente 1929 bis 1933, die einen anderen Weg gingen, wurden auf Bestreben der Hochfinanz verboten und unterdrückt. Gesell selber war bei denen gar nicht beteiligt. Sie wurden vom anarchistischen Flügel der Freiwirte begonnen und von den Rudolf Steinerleuten unterstützt.
>
>Der zweite Weltkrieg und die Wiederaufbaukonjunktur ließen seither keine Freiräume für alternatives Freigeld und die Anhänger Gesells blieben auch auf dem falschen Geleise und bereiteten keinerlei Experimente mit Freigeld vor. Sie blieben daher erfolglos.
>
>Erst in den letzten 5 Jahren wurden Wege erdacht, gefunden und auch teilweise schon praktisch erprobt, alternatives Freigeld einzuführen. Damit haben einige Leute mehr Medienwirksmkeit erzielt als die Freiwirtschaft in 100 Jahren und selbst in einigen Universitäten wird den Experimenten Aufmerksamkeit geschenkt.
>
>Ein Weg wurde gefunden, das Geldmonopol zu brechen und die Fehler der ersten Experimente zu vermeiden. Es wird endlich etwas getan und dabei werden sicherlich auch wieder Fehler gemacht, aber es ist diesmal nicht ein kleines Wörgl. das leicht unterdrückt werden konnte. Dieses Mal ist es weltweit und diese Experimente beginnen schon lange vor einer schweren Deflationskrise. Sicherlich sind viele der Experimente mangelhaft und werden wieder verschwinden aber selbst die mangelhaften werden dem Beispiel der erfolgreichen folgen. Mit der Brechung des Geldmonopols werden dann die sekundären Monopole angreifbar, einschließlich dem Gewaltmonopol der Staaten und dem Bodenmonopol.
>
>Die Menschen werden frei sein und was sie dann mit ihrer Freiheit tun werden, wird sich zeigen.
>
>Die Monopole unterstützen sich auch gegenseitig, selbst wenn sie sich auch bekämpfen und viele Menschen, die von Monopolgewinnen der sekundären Monopole profitieren, wollen keine Veränderung des Systems, aber wenn wir das primäre Zinsgeldmonopol brechen, werden auch alle anderen Monopole verschwinden, weil Monopolbrecher mit günstigen Krediten ihre Preise unterbieten können.
>
>Der Kampf der Monopolbesitzer geht nur immer um den Besitz des Monopols, nicht aber um seine Überwindung aber das wird sich ändern, wenn das grundlegende schützende Geldmonopol gebrochen ist. Da kann sich kein anderes Monopol mehr etablieren und für längere Zeit halten.
>
>Dazu kommt noch eine Veränderung der Gewohnheiten der Menschen. Welche Macht hat z.B. das Tabakmonopol über Nichtraucher oder ein Alkoholmonopol über Antialkoholiker und das Pharmamonopol über Leute, die der alternativen Medizin vertrauen? Welche Macht hat das Erdölmonopol, wenn alternative Energie entwickelt wird? Die Nutznießer der Monopole wissen das sehr wohl und wer weiß wieviele bahnbrechende Entwicklungen da verhindert worden sind.
>
>Ohne im Hamsterrad der Zinswirtschaft gefangen zu sein, werden viele Erfinder die Ideen Nicola Teslas, Victor Schauberger´s, Wilhelm Reich´s und anderer weiter entwickeln und eine lebensbejahende Technik ist dann im Bereich der Möglichkeit.

vgl.: Monopolüberwindung


>
>

Es gibt aber neben einer Unzahl sekundärer Monopole in teuflischer Verflechtung zwei grundlegende Monopole. Das ist zuerst das feudale Bodeneigentumsmonopol und dann das Geldmonopol. Diese Monople schaffen die Voraussetzung für alle anderen Monopole.
>
>Beim Bodenmonopol gibt es keine andere Möglichkeit als die Monopolgewinne zu besteuern, um laufend Freiland zu schaffen und das wird auch getan und ein Land, das kein Freiland schafft, wird menschenleer und das Bodeneigentum kann nicht mehr verteidigt werden.
>
>Beim Geldmonopol ist die Sache etwas anders. Da muß aktiv etwas getan werden, um es zu überwinden. Das ist aber gar nicht so schwierig. Man muß nur ein alternatives Tauschmittel verwenden, das nicht selber wieder ein Monopol bilden kann. Damit ist das Geldmonopol gebrochen und dann wird sich auch die Abhängigkeit aller sekundären Monopole, wie auch das Gewaltmonopol der Staaten, herausstellen.
>
>Mit der Überwindung des Geldmonopols und seiner Monopolgewinne, der Zinsen, wird dieser Kostenanteil in den Preisen langsam verschwinden - auch für die Staatsschulden - und die Rückverteilung durch den Staat wird überflüssig. Der Staat wird schrumpfen und die sekundären Monopole ebenfalls.
>
>Die Verbraucherpreise werden praktisch nur mehr aus Arbeitskosten bestehen, womit der volle Arbeitsertrag der Produzenten gegeben ist. Derzeit ist dieser Anteil höchstens 10%. Dann werden also die Produzenten auch ohne den zu erwartenden technischen Fortschritt zehn mal so viel verdienen als jetzt, weil in den Preisen keine Zinsen und Monopolgewinne mehr bezahlt werden müssen. Auch die Unternehmereinkommen werden steigen.
>
>Es ist nicht zu erwarten, daß sich die wenigen Nutznießer des Geldmonopols gegen die Milliarden von Menschen halten können, die solche Vorteile vom Verschwinden des Geldmonopols haben werden.
>
>Gott Mammon hat tönerne Füße, aber auch alle sekundären Monopole haben die.

vgl.: Die wacklige Macht der Monopole


>

1.4.5.) Stärke und Schwäche der Monopole


>Oldy:
>

Freigeldaktivisten dürfen auch keinen Fall die Rolle der globalen Monopole bei der Zerstörung regionaler Wirtschaftskreisläufe unterschätzen und auch nicht die Skrupellosigkeit mit der die Konkurrenz bekämpft wird, um die Monopolgewinne zu erhalten.
>
>Aber diese Monopole sind davon abhängig, daß die Menschen ihre Erzeugnisse kaufen und welchen Wert hat das Tabakmonopol in einem Land von Nichtrauchern und das Alkoholmonopol in einem von Antialkokolikern?
>
>Selbst das grundlegende Geldmonopol ist vom staatlichem Gewaltmonopol abhängig. genau so wie das Pharmamonopol. Kein einziges Monopol könnte ohne die schüzende Hand anderer Monopole existieren.
>
>Wir haben die Möglichkeit, die grundlegenden Monopole zu überwinden und damit werden bald auch die anderen Monopole fallen. Das mag derzeit noch unwahrscheinlich klingen und manche Monopole werden auch noch Teilerfolge erreichen, wie gerade jetzt bei der Rheingold-Käserei.

vgl.: Stärke und Schwäche der Monopole


>

Monopole können nur durch die Ausschaltung der Konkurrenz existieren aber zusätzlich dazu muß auch ein Bedarf für ihre Monopolgüter existieren oder sie müssen den Bedarf wecken. Ein Monopol auf Tabak in einem Land von Nicchtrauchern ist genau so sinnlos, wie ein Alkoholmonopol in einem Land von Antialkoholikern oder das Coca Cola Monopol in einem Land von Leuten, die das Zeug nicht trinken wollen oder das Pharmamonopol in einem Land von Anhängern alternativer Medizin.

vgl.: Die wacklige Macht der Monopole


>
>

1.5.) Globalisierung: die Welt wächst zusammen


> Faultier:
>

Der schon gut 200 Jahre lang laufende Prozeß der Konzentration von Macht, Kapital und Produktion verläuft nun in globaler Dimension. Wir können multinationale Konzerne beobachten, wie sie die Ressourcen und Absatzmärkte der Welt unter sich aufteilen. Nationalstaaten mit ihrer Vielfalt der Gesetze, steuern und Bürokratien erscheinen dabei hinderlich. Sie werden korrumpiert und steben aufgrund ihrer schwachen Finanzierungsgrundlagen langsam ab. Die Sozialsysteme der Industrieländer werden zerstört und die Menschen verarmen zusehens. Andererseits wachsen die Privatvermögen und Machtmittel einzelner Personen überdimensional.

Es entstehen neue Industriestandorte, in denen Bildung, Infrastruktur und Unternehmen nach modernsten Methoden schnell geschaffen werden. Andere Regionen werden aufgrund fehlender Ressourcen oder veralteter Strukturen uninteressant. Das Kapital wandert von dort ab, die Produktion ist nicht mehr konkurrenzfähig und verschwindet. Vielleicht ist es möglich, die Menschen in solchen Regionen vor bitterster Armut zu bewahren, indem man diese Regionen gänzlich von der durch die Multis beherrschten Weltwirtschaft abkoppelt. Man schafft einen nahezu geschlossenen regionalen Reproduktionskreislauf. Dieser wird abgegrenzt durch den Geltungsbereich einer regionalen Währung.


>
>

1.6.) Das kapitalistische Verteilungssystem
>1.6.1.) Schulden, Guthaben und Zinseinnahmen


>Oldy:
>

Die Medien sind voll von Berichten über die Staatsschulden, die Schulden der Gebietskörperschaften, die Schulden der Industrie und der Privaten. Obwohl jedermann weiß, das diesen Schulden genau so viele Guthaben gegenüberstehen müssen, hört man von denen aber nie etwas. Wer hat denn diese Guthaben und kassiert immense Zinsen dafür?
>
>Na, ja, Namen wie Rockefeller oder Rothschild werden vielleicht manchmal noch genannt aber niemand weiß wie reich die wirklich sind und es gibt manche, die sich noch besser im Hintergrund verflochtener Beteiligungen und Trusts halten können. Und die alle kassieren die Zinsen für die gigantischen Schulden, bis sie ein Land nach dem anderen ausgeblutet haben. Das letzte Opfer war gerade das ehemals reiche Argentinien. Das kann nun seine Schulden nicht mehr bezahlen und konnte es schon lange nicht mehr. Da wurden nur immer die Zinsen mit neuen Schulden bezahlt, wie auch in Deutschland. Das Ende ist dann erreicht, wenn die Steuereinnahmen eines Staates über 50% von den Schuldzinsen aufgefressen werden,
>
>Da verlieren dann auch die großen Gläubiger, wenn sie nicht schon ausgestiegen sind. Wenn ihr aber denkt, daß nun die wahren Gläubiger und Geldgeber in die Röhre schauen, dann täuscht ihr euch. Jetzt werden die Steuerzahler zur Kasse gebeten und zu denen gehören diese Leute nicht.
>
>Die haben ihr Geld in Steueroasen. Nun ist es aber bald so weit, daß es niemand mehr gibt, der noch ausgeraubt und erpreßt werden kann, außer sie selber und es wird spannend werden, wer unter ihnen nun das Opfer sein wird. Vielleicht werden es einige sein und es gibt da einige Namen in der Liste der möglichen Opfer. Die schon angeschlagenen Windsors, Morgan, der Bushclan, die Saudis und noch einige mehr.
>
>Nun brauchen die Raubritter aber einen sicheren Stützpunkt und da haben sie sicherlich ein Problem. Sie müssen ja für die kurze Zeit der Hyperinflation, in der auch ihr Geld verraucht einen Platz haben, von dem aus sie ihren Realbesitz in der ganzen Welt kontrollieren können. Dabei sind sie aber sichtbar und das könnte böse Folgen für sie haben. Da sind schon sakrosankte Herrscher einen Kopf kürzer gemacht worden.
>
>Das wissen diese Leute auch recht gut und sie wollen daher das System so recht und schlecht am Laufen halten, so lange es geht. Manche von ihnen sind auch nicht von Natur aus böse und waren genau so Opfer des Systems. Sie müssen sekundäre Monopole benützen, um ihre eigenen Zinsen zahlen zu können,
>
>Sie wollen keinen Krieg. Schon gar nicht einen Atomkrieg. Das einzige Land, das derzeit einen vom Zaun brechen könnte, ist Israel mit der Unterstützung der Kriegsjunta in der USA. Da ist ein Pulverfaß, das durch die Unterdrückung der Palistinenser und deren Gegenwehr sehr leicht in die Luft fliegen könnte.
>
>Eine einzige Atombombe auf den Iran oder den Libanon und ein Gegenschlag auf Israel und der Teufel ist los.

vgl.: Schulden, nichts als Schulden


> Faultier:
>

Halten wir also fest, daß das derzeitige Verteilungssystem mit seinen inflationierenden Währungen und Zinsen nicht nur für Armut sorgt, sondern daß es auch Leute gibt, die recht gut daran verdienen. Deren Interesse wird es sein, das System zu erhalten. Sie werden all ihre Macht benutzen, um Reformen zu verhindern.


>
>

1.6.2.) Geldmengen, Waren und Kapitalanlagen


>Oldy:
>

Wir haben Geld in rauhen Mengen.
>Wir haben sogar so viel, daß es gar nicht genug Waren dafür gibt. Jedenfalls nicht zu heutigen Preisen. Warum sind aber dann so viele unverkaufte Waren auf dem Markt und so viele Arbeitslose, die gerne neue Waren erzeugen möchten?
>GANZ EINFACH; die Leute, die etwas kaufen wollen, bekommen nicht genug Geld dafür und diejenigen, die das Geld haben, wollen nichts kaufen, sondern nur ihr Geld zinsbringend anlegen.
>
>Sie haben aber ein Problem, weil es nämlich keine lohnenden Anlagen mehr gibt. Auf dem Markt etwas kaufen können sie auch nicht, weil sich sonst die Wertlosigkeit ihres Geldes herausstellen würde. Also, was tun? Nun, was sonst, als was sie immer getan haben, In Rüstung investieren. Da kann für sie nichts schief gehen. Rüstung erzeugt Waren, die dann zur Vernichtung des Realkapitals des Gegners verwendet wird und dann gibt es auf einmal wieder lohnende Anlagen, So wurde es bisher immer gemacht, nur ist diesmal etwas schief gelaufen.
>
>Der vorgesehene Gegner hat sich verflüchtigt und Länder wie Afghanistan oder den Irak oder Serbien zu zerbomben, bringt nicht viel. Dazu kommt noch, daß der Bonus der Weltreservewährung die amerikanische Industrie ruiniert hat und ohne leistungsfähige Industrie steht der Dollar auf sehr wacklichen Beinen, Er könnte von Japan und China jederzeit vernichtet werden und sogar die Opecländer allein könnten ihm den Garaus machen. Die Dollarhegemonie ist nahe ihrem Ende...

vgl.: Wir haben Geld in rauhen Mengen


>
>
>

2.) Prinzip des Freigeldes
>2.1.) Was ist Freigeld, was sind Gogo's?


>Oldy:
>

Gogos sind eine Weiterentwicklung des Freigeldes von Gesell. Im Gegensatz zum Freigeld Gesells sind sie kein staatliches Monopolgeld und werden von Gewerbetreibenden als Gutscheine herausgegeben und durch deren Waren und Leistungen gedeckt. Sie sind daher etwas völlig anderes als das herkömmliche Geld und auch als das Freigeld Gesells. Irgenwelche Vergleiche damit sind sinnlos.
>Gogos sind Warengutscheine einzelner Gewerbetreibender und werden nur zu Tauschmitteln durch das formlose Übereinkommen dieser Gewerbetreibenden diese Gutscheine gegenseitig zu akzeptieren.
>
>Daß die grundlegende Idee der Gogos auch durch Erkenntnisse über das heutige Geld untermauert wird, die sonst von der Wirtschaftswissenschaft unbeachtet bleiben, wie die Tatsache, daß Geld nur das wert ist, was man dafür kaufen kann und daß sein Wert durch das Verhältnis des Warenangebotes und des auf dem Markt als Nachfrage auftretenden Geldes bestimmt wird und durch nichts sonst, ist ein wesentlicher Punkt.
>
>Da unser heutiges Geld eine Monopolstellung als Zahlungsmittel hat und willkürlich dem Markt fernbleiben kann und es auch zu 99% tut, verursacht das dauernde Geldwertschwankungen mit Krisen und Kriegen.
>
>Die Gogos sind so konstruiert, daß sie diese Monopolstellung brechen können und als erstes kaufklraftstabiles Tauschmittel der Welt sowohl Inflation wie Deflation verhindern können.Das ist eigentlich alles, was man über die zu Grunde liegende Theorie der Gogos zu wissen braucht. Der Rest wird aus den praktischen Erfahrungsberichten klar werden.

vgl.: Gogos, Theorie und Praxis.


>

Anscheinend können sich die wenigsten vorstellen, wie richtiges Freigeld funktionieren und wie es die Banken beeinflussen wird.
>Zuerst einmal, als richtiges Freigeld bezeichne ich die von Gewerbetreibenden herausgegebenen Gutscheine mit Kaufkraftgarantie. Die brauchen weder eine Nationalbank noch ein Währungsamt und das heißt, daß die Geschäftsbanken sich danach richten müssen.

vgl.: Banken und Freigeld


> Faultier:
>

Es sind Gutscheine auf vorhandene Waren. Damit sind sie kaufkraftstabil. Hinzuzufügen ist, daß diese Gutscheine in der Regel unverzinslich sind und daß sie einer ( jährlichen ) Benutzungs- oder Umlaufgebühr von wenigen Prozenten unterworfen sind.


>

Um das Freigeld von sonstigen Währungen abzugrenzen und es vom Makel illegalen Geldes reinzuwaschen, sind noch einige Eigenschaften erforderlich:

  • Freigeld ist ein Gutschein auf einen genau definierten Warenbestand eines Herausgebers oder einen Anteil an einem Warenkorb,
  • es ist auf den Personenkreis eines Freigeldvereines begrenzt und somit nicht öffentlich,
  • es hat eine zeitlich begrenzte Gültigkeit.

Unter derzeitigen Bedingungen scheint Freigeld ( das mit o.g. Eigenschaften kein Geld, sondern Warengutschein ist ) legal zu sein. Fraglich ist, ob dies so bleibt.


>
>

2.2.) Tauschmittel im regionalen Rahmen


>Oldy:
>

Jedes Tauschmittel braucht eine Gruppe von Leuten, die es als Tauschmittel akzeptieren. Das brauchen gar nicht so viele zu sein. Es muß gar kein allgemein anerkanntes Tauschmittel sein, das womöglich von einem Währungsamt herausgegeben werden muß, wie es sich Gesell vorstellte und selbst heute noch viele seiner Anhänger glauben.
>In Schwanenkirchen waren es vielleicht 2,000 und in Wörgl am Anfang vielleicht 4,000 Teilnehmer. Das genügt schon für einen beispielgebenden Markt. Allerdings dürfen sie es sich nicht verbieten lassen, wie damals.

vgl.: Freiwirtirrtümer


> Faultier:
>

Es handelt sich um ein regional begrenztes Tauschmittel in Form von Warengutscheinen, die durch solvente Gewerbetreibende herausgegeben wird. Den rechtlichen und organisatorischen Rahmen bilden die Freigeldvereine.


>
>
>

2.3.) Hohe Umlaufgeschwindigkeit beim Freigeld


>Oldy:
>

Zinsfreie Gogos können keine Riesen - Gogomengen außerhalb des Marktes bilden, die dann die Hyperinflation auslösen, wie es bei unserem heutigen Geld immer wieder passiert. Solche Riesenmengen kann auch das Bankenkartell nicht mehr ansammeln. Es gibt bei den Gogos keine Zentralbank, die ihnen den Rücken steift und ihnen ermöglicht Kredite ins Uferlose auszuweiten. Sie müssen dann selber entsprechende Bargeldreserven halten und die kosten Gebrauchsgebühr. Wer also glaubt, daß er der Gebrauchsgebühr einfach ausweichen kann indem er sein Geld auf ein Girokonto legt, wird sich täuschen. Jede Bank wird ihre Kosten als Gebühren auf die Girokonten umlegen müssen. Bei 5% Gogogebühr werden das voraussichtlich 3 bis 4% im Jahr sein. Wieviele Leute dann Geld auf Girokonten halten werden und mit Kreditkarten oder Überweisungen zahlen werden, wird sich zeigen.
>Einen kleinen Beweis dafür sah ich gerade bei meinem Chiropraktiker. Er hat nun einen Schild, der besagt, daß er Zahlungen mit Visa oder Mastercard nicht mehr akzeptiert. Solche Schilder beginnen sich zu häufen. Was nun?


> Faultier:
>

Aus der Vermeidung von zu zahlender Umlaufgebühr eriebt sich, daß die Menschen das Geld schnell ausgeben wollen. Daraus ergibt sich, daß vergleichsweise sehr wenige Geldscheine sehr schnell umlaufen, um den notwendigen Handel in der Region zu gewährleisten.


>Oldy:
>

Wie oft gebührenplichtige Gutscheine in der Praxis umlaufen werden, weiß niemand und daher kann man gar nicht so einfach Freigeld durch den Staat einzuführen, wie es sich Gesell vorgestellt hat und wie es die meisten Freiwirte noch immer wollen. Wird es im Durchschnitt nur 10 bis 20 mal umlaufen, wie unser heutiges Geld? Sicher nicht, wenn es erst einen Kreislauf gebildet hat. Wird es 100 mal umlaufen,wie in den drei ersten Tagen in Wörgl, also 10,000 mal im Jahr? Sicherlich nicht. Wird es 500 mal im Jahr umlaufen, wie es für Wörgl geschätzt wurde? Möglich, aber nicht wahrscheinlich. Ich rechne eher mit 2 bis 300 mal. Was bedeutet aber das? Es bedeutet, daß Freigeldgutscheine zehn mal so viele Waren vom Markt räumen werden, als unser heutiges Geld


>

...


>

Anscheinend können sich die wenigsten vorstellen, wie richtiges Freigeld funktionieren und wie es die Banken beeinflussen wird. Zuerst einmal, als richtiges Freigeld bezeichne ich die von Gewerbetreibenden herausgegebenen Gutscheine mit Kaufkraftgarantie. Die brauchen weder eine Nationalbank noch ein Währungsamt und das heißt, daß die Geschäftsbanken sich danach richten müssen. Sie haben niemand mehr, der ihnen Geld leiht außer ihren Einlegern. Sie haben auch niemand mehr, der ihnen hilft, wenn sie fraktionales banking über die Grenze getrieben haben. So werden sie aber Einleger zur Genüge haben, weil die Leute mit überflüssigen Geld, es wegen der Umtauschgebühr nicht im Sparstrumpf halten werden. Die Banken werden also genügend Einlagen bekommen, die sie weiter verleihen können. Sie haben nur das Problem. daß sie besser auf die Fristigkeiten achten müssen und wegen der notwendigen größeren Kassenhaltung nun selber Umtauschgebühren zahlen müssen. Die müssen sie auf die Girokonten umlegen. Voraussichtlich werden sie diese mit 2 bis 3% belasten müssen. Bei sinkendem Zinsniveau wird das für die Halter solcher Konten genau so wirken wie die Gebühr auf Bargeld und sie werden daher so wenig wie möglich auf solchen Konten lassen. Buchgeld wird viel von seiner heutigen Bedeutung einbüßen. Schon heute schwindet bei niedrigen Zinsniveau seine Bedeutung auch bei normalem Geld.


> Faultier:
>

Niemand wird Vermögen in Freigeld aufbauen wollen. Die Konten werden sich wohl auf durchschnittlich einen halben Monatslohn einpegeln, vielleicht noch weniger. Wahrscheinlicher ist aber, daß der größte Teil des regionalen Handels dann in Bar abgewickelt wird.
>Werden die Banken die Verlierer einer erfolgreichen regionalen Freigeldinitiative sein? Wenn ja, was werden sie tun? Werden sie das Freigeld im Erfolgsfalle an sich reißen und für sich profitabel machen können?


>

vgl.: Gogos und ihre Herausgeber
> Falsche Vorstellungen
> Banken und Freigeld


>Oldy:
>

Alle werden Vermögen in freigelddenominierten Anlagen als Vermögen aufbauen wollen, weil die ja im Gegensatz zum heutigen Geld kaufkraftgarantiert sind. Wo Du recht hast, sind die Girokonten. Da sie kostenpflichtig sein werden, wird niemand viel Geld darauf lassen. Normale Vermittlung langfristiger Kredite und Verwaltung von Sparguthaben werden gar nicht viel anders funktionieren als heute, nur auf einem wesentlich niedrigeren Zinsniveau. Die Banken, welche rechtzeitig Freigeldkonten führen, werden Geschäfte, wie immer machen und die anderen werden sich mit wertlosen Euro oder Dollars spielen können und pleite gehen.


>
>

2.4.) Umlaufsicherung: eine Abgabe auf Geldbesitz


> Faultier:
>

Jeder, der Freigeld besitzt, muß pro Jahr eine geringe Gebühr entrichten. Diese wird im Folgenden Umlaufgebühr genannt (ULG). Sie möge 3% oder auch 5% betragen und hat folgenden Sinn:

  • die Kosten für die Herstellung der Geldscheine zu begleichen,
  • die Menschen zu motivieren, das Geld schnellstens wieder auszugeben und nicht anzusparen, damit wird die hohe Umlaufgeschwindigkeit erreicht.

Berechnet und eingezogen wird die Umlaufgebühr vom Herausgeber der Freigeldscheine oder von den kontoführenden Banken.


>Oldy:
>

Da immer wieder die Fragen auftauchen, wie man:
>1) mit Gogos sparen kann und
>2) wie schnell es Gogokredite geben wird und
>3) ob man Konten nicht auch umlaufsichern muß, will ich die beantworten.
>
>Fangen wir bei 3) an. Nein man braucht das nicht. Das werden die Banken selber tun, weil das Bargeld, das sie dafür halten müssen, ihnen ja Kosten verursacht und sie müssen mehr Bargeld halten als heute, denn es gibt ja keine Nationalbank mehr, wo sie sich eines holen können, nur unzählige De-Zentralbanken.
>
>Frage Nr.1 wurde ja schon öfter beantwortet. Man kann genau so wie heute sparen, indem man sein Geld weiterverleiht. Ob direkt oder über eine Bank, spielt dabei wirtschaftlich keine Rolle.
>
>Frage Nr.2 hängt davon ab, wie schnell es Gogoguthaben geben wird, aber die wird es schneller geben, als man glaubt. Laufen nämlich erst einmal Gogos um und kaufen einen merkbaren Teil von Waren vom Mark weg, kommt der Euro und der Dollar unter Druck. Ich z. B. werde alle Gogos, die jemand für Dollars verkaufen will, aufkaufen und für 1% Zinsen gegen Wechsel weiterverleihen.
>
>Das gute Geschäft werden viele machen wollen, auch die Banken. Erstens werden sie damit ihre Dollars los, bevor sie wertlos geworden sind und zweitens verdienen sie an einer kaufkraftbeständigen Geldanlage die 5% Umtauschgebühr und die 1% Zinsen. Dadurch wird es ausreichend Kredite geben und gleichzeitig kommen dadurch Massen von Dollars auf den Markt mit dem Erfolg, daß der Dollar noch schneller abschwimmt.

siehe auch unter.: 3.3.) Kosten für das Freigeld
>vgl.: Gogokredite


>
>

2.5.) Kaufkraftstabilität und Wechselkurs


> Faultier:
>

Wie schon dargestellt, ist Freigeld im Prinzip ein Bezugsschein für Waren. Die Preise bleiben also für einzelne Waren und ganze Warenkörbe konstant. Daraus ergibt sich, daß der Wechselkurs zu den anderen Währungen ständig schwanken wird. Er ist anhand von gut ausgewählten Warenkörben zu berechnen.


>Oldy:
>

Denkt daran, wenn ihr Regios ohne Wechselkurs einführen wollt. Wenn die Lawine erst ins Rollen kommt, werdet ihr mitgerissen werden. Ich werde jedenfalls nur Gogos aufkaufen, die eine Kaufkraftgarantie direkt auf den Scheinen stehen haben und einen Wechselkurs haben und dasselbe werden andere tun. Chiemgauer oder Waldviertler oder andere Regios mit demselben System werde ich nie kaufen und ich werde auch keinerlei Waren dafür verkaufen, wenn sie zusammen mit Euro und Dollar in Hyperinflation untergehehen.. Und niemand sonst wird es tun in einem auch nur annähernd merkbaren Ausmaß, um den Wert dieser Regios erhalten zu können. Nur Regios, die von Anfang an sich als anderes stabiles Tauschmittel etablieren und schon bewährt haben, werden Bestand haben,
>
>Wenn Euro und Dollar abschwimmen und das kann schneller gehen als erwartet, weil deren Inflation durch die Geldmengenausweitung der letzten 65 Jahre im Hintergrund schon gemacht worden ist, werden die Waren in den Schwarzmarkt verschwinden und sie werden nur gegen wertbeständiges Geld verkauft werden, nicht aber gegen Dollar, Euro und auch nicht gegen Regios, die an diese 1 zu 1 gebunden sind. Inflation geht viel schneller als Deflation und nimmt ein viel höheres Ausmaß an.
>
>Deflation von 3 bis 10% im Jahr führt zum Zusammenbruch der Wirtschaft durch das Verschwinden des Geldes vom Markt während 10% Inflation noch wirtschaftsbelebend ist und erst bei höherer Inflation zum Verschwinden der Waren vom Markt führt. 10% Inflation genügen aber, um die Regios wieder vom Markt zu verdrängen oder gar nicht erst aufkommen zu lassen. Darum gab es auch keine Regios außer in Ländern mit deflationärer Wirtschaftspolitik.
>
>In Fall einer Inflation der Landeswährung sind ALLE bisherigen Notgelder nach kurzer Zeit mit der Hauptwährung zusammen untergegangen und es gibt keinerlei Anzeichen dafür, daß es bei den heutigen Regios anders sein könnte, wenn sie nicht trotz erschwerter Einführung von Anfang an durch einen Wechselkurs von der Erstwährung getrennt werden, Bisher machen das nur die Erzer, Rheingold und die Hansemark, so viel ich weiß.

Gogokredite


>
>

3.) Langzeitstrategie der Gogos.


> Faultier:
>

Eine Strategie beschreibt ein Ziel und die wichtigsten Etappen auf dem Weg dorthin.


>Oldy:
>

Die Gogos werden sich sehr schnell ausbreiten, wenn es erst ein beispielhaftes regionales Experiment gibt, wie es in Schwanenkirchen oder in Wörgl existiert hat. Diesmal werden solche Experimente auch nicht mehr unterdrückt werden können, denn es wird viel mehr geben. Es werden nicht mehr einsame kleine lokale Wirtschaftswunder sein. Allerdings haben wir bisher noch keines. Das Fanal muß erst noch gezündet werden.
>
>Mit Hilfe des Internets werden unzählige existierende Experimente in der gesamten Welt das richtige Freigeld nachahmen. Ein einziges funktionierendes Experiment wird ein Fanal für die gesamte Welt sein.
>Wir können gar nicht mehr verlieren, wenn es uns nur gelingt ein einziges funktionierendes Experiment in die Welt zu setzen. Und wir sind schon sehr nahe daran.
>
>Das ist die Langzeitstrategie! Möglichst viele unstoppbare lokale beispielgebende Experimente zu beginnen. Seid nicht kleinmütig. 100 Gewerbetreibende können so ein erfolgreiches Experiment beginnen. Solche regionalen und mehr oder weniger autarken Wirtschaftskreisläufe später zusammenzubinden ist kein großes Problem, wenn sie dieselben kraufkraftgarantierten lokalen Gogos verwenden.
>
>Die Kaufkraftgarantie bedingt einen Wechselkurs zur unstabilen Landeswährung. Psychologisch besser ist es, wenn man von Anfang an die Gutscheine von der Landeswährung dadurch trennt, selbst wenn es am Anfang da einigen Leuten schwer fällt. Auf die muß man eben verzichten. Man braucht ja nur einige tausend Leute unter denen die Gutscheine umlaufen.
>
>Als zweites braucht man eine geringe Gebühr, welche die Gutscheine im Umlauf auf dem Markt hält. Die Menge der Gutscheine, die pro Teilnehmer notwendig sind, ist nicht vergleichbar mit dem heutigem Geld.
>
>In Wörgl waren es nur ein halber Schilling pro Teilnehmer und das genügte um etwa 3 Millionen an Waren und Dienstleistungen in 14 Monaten zu bewegen. Im Vergleich dazu sind angeblich 350 Creditos pro Teilnehmer in Damanhur im Umlauf. Deren Umlaufgeschwindigkeit muß also minimal sein und erreicht vielleicht nicht einmal die Umlaufgeschwindigkeit des Euro an dem die Creditos gebunden sind. So ein Tauschmittel räumt nur wenige Waren vom Markt und verhindert keine Deflation. Genau so fehlerhaft sind aber auch die Experimente mit Tauschmitteln, die zwar eine Umlaufgebühr haben aber keine Kaufkraftgarantie.
>
>Was wir brauchen, ist ein Tauschmttel mit beiden. Das kann dann eine höhere Umlaufgeschwindigkeit erreichen, die solange es blockierte Waren auf dem Markt gibt sehr schnell sein kann. In Wörgl lief das Wörgler Geld etwa 500 mal im Jahr um und in den ersten drei Tagen allein mindestens 100 mal. Solche Umlaufgeschwindigkeiten werden wir heute nicht mehr erreichen können, weil die lokalen Wirtschaftskreisläufe durch globale Monopole zerstört worden sind, aber wir werden dann, wenn der Euro durch Stagflation oder Deflation vom Markt verschwindet Freiräume für die Gogos finden.
>
>Die heutigen Experimente erreichen nicht einmal annähernd solche Geschwindigkeiten wie in Wörgl und sind daher wirtschaftlich noch recht bedeutungslos.
>
>Wir müssen die Größenordnungen zwischen Warenmenge auf dem Markt und der Tauschmittelmenge beachten. Wenn wir ein zweites Tauschmittel auf den Markt bringen, kauft dieses Waren vom Markt weg und das geschieht sehr schnell, wenn es uns gelingt eine höhere Umlaufgeschwindigkeit zu erreichen. Dann wird das Verhältnis von Waren und Euros auf dem Markt so verändert, daß es weniger Waren für eine gleichbleibende Euromenge gibt. Dadurch wird der Euro weniger wert und dann strömen auch gehortete oder gesparte Euros mit Urgewalt auf den Markt, um noch schnell etwas zu kaufen, bevor sich ihre Wertlosigkeit herausstellt. Dann haben die Gogos (welchen Namen sie immer haben werden) die Macht des Monopolgeldes gebrochen.
>
>Ein einziges neues Wörgl kann Fanalwirkung haben, denn es gibt in der ganzen Welt schon an die 5000 Kommunalwährungen, die ein funktionierendes Experiment sehr schnell nachahmen würden.
>
>Warum das sehr viel schneller gehen wird, als wir uns jetzt träumen lassen, hängt mit einer anderen Größenordnung zusammen, die auch niemand beachtet. Das ist das Verhältnis der Kosten in den Endverbraucherpreisen. Es wird auf die Dauer nichts erzeugt was nicht in den Endverbraucherpreisen enthalten sein kann. Können die Kosten nicht mehr gedeckt werden, ist die Nachricht davon in Blitzesschnelle bei den Produzenten angelangt und weitere Produktion wird gestoppt. Nun stecken aber in diesen Kosten 95 bis 99,5% Zinskosten und zinsbedingte Steuern und Monopolgewinne.
>
>Da wird sich die wirkliche Macht der Gogos zeigen. Durch die Gebrauchsgebühr wird der Geldstreik gebrochen und die Produzenten und Händler in einem Gogogebiet haben diese Kosten nicht mehr. Sie können daher zu unschlagbar niedrigen Preisen verkaufen und trotzdem ihre Mitarbeiter fürstlich bezahlen. Ihr Beispiel wird Schule machen und die wenigen Nutznießer des heutigen Systems werden mit ihrem dann wertlosen Geld keine Schergen zahlen können, welche die Gogos unterdrücken. Die gesamte Welt wird in zwei bis drei Jahren friedlich mit Gogos handeln, wenn wir nur erst einmal eine kritische Masse erreicht haben.
>
>Wörgl hätte die nach einem Jahr erreicht gehabt, obwohl weder eine Ausbreitung vorbereitet war noch die Fehler überwunden waren. Jetzt wurde aus den alten Fehlern gelernt aber auch aus denen, die noch immer gemacht wurden und jede neue Gogoinitiative ist besser als die vorhergehenden.
>
>Die Opposition hat allerdings auch gelernt und hat eine weltweite Deflation, wie vor dem zweiten Weltkrieg bisher verhindert. Ein weltweiter Atomkrieg zwischen Ost und West war diesen skrupellosen Leuten anscheinend doch ein etwas zu hoher Preis.
>
>Der dazu vorgesehene Gegner hat sich selber aufgelöst und auch sonst gibt es wesentliche Unterschiede zur Situation vor dem zweiten Weltkrieg. Die USA ist innenpolitisch auf genau so schwachen Füßen, wie ihre Industrie. Einem wirklich ernsthaften Gegner ist sie nicht mehr gewachsen. Selbst ein in Jahren entwaffneter Irak ist schon zu viel für sie.

vgl.: Langzeitstrategie der Gogos.


>

Das ist m.E. zu lang und noch nicht aussagekräftig genug. Vielleicht kann es jemand weiter entwickeln?


> weiter mit 4.) Herausgabe und Verwaltung...



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