Wie kann man dem helfen?

Geschrieben von Erzi am 23.08.2006 07:48:00:

Ich kopiere mal etwas aus einem anderem Forum wo ich langsam an einem User verzweifle. Er behauptet so etwas wie Gold ist DIE Loesung weil es damit keinen exponentiellen Auswuchs an Geld/Goldforderungen geben kann, weil eben das Gold nicht beliebig vermehrbar ist. Ich habs ihm schon mehrmals versucht zu erklaeren das die Forderungen durch Zins und Zinseszins keine Ruecksicht darauf nehmen wieviel Gold physisch ueberhaupt auf der Erde vorhanden ist und das die Forderungen einfach immer weiter wachsen und es darum automatisch zur Krise kommen muss. Wie kann man das noch erklaeren? Ich bin halt nicht so gut im erklaeren wie andere hier. Vielleicht habt ihr ja mal was kurzes praegnantes was man so einem Typen zum lesen vorsetzen kann. Ellenlange Texte also mehr als eine halbe A4 Seite beschrieben duerften fuer solche Typen eine Ueberforderung darstellen. Also die dicken Zeilen sind von mir und die duennen sind seine Erwiderungen darauf. Der begreift noch nichtmal das allgemein fallende Preise fuer die Wirtschaft verheerende Folgen hat. So typische Lieschen Mueller Denke, fallende Preise sind doch prima, dann kann ich mir meinen neuen Fernseher schon morgen kaufen und nicht erst naechsten Monat.
gruss Erzi

Zitat von Erzi
Nur will das keiner, das Risiko sein Gold zu verleihen und nie wieder zu sehen ist viel zu hoch. Darum braucht man einen Anreiz dieses Risiko einzugehen.

Richtig. Niemand verleiht wildfremden Menschen Geld, ohne die Hoffnung, in der Zukunft mehr als als den blossen Darlehensbetrag wiederzubekommen. Wer macht so etwas schon.
Zitat(Erzi):
Natuerlich kann niemand diese Gold/Geldforderungen exponentiell bedienen da, wie Pommeraner schon festgestellt hat, es nicht unendlich viel Gold auf der Welt gibt.

Wäre ja noch schöner, wenn man exponentiell wachsende Geldforderungen bedienen müsste. Das zu verhindern ist ja der Vorteil einer goldgedeckten Währung. Da man weiß, dass Gold nicht exponentiell wachsen kann, wird auch eine Entstehung von Geldforderungen in dieser Form überhaupt nicht zu beobachten sein. Geldforderungen auf der einen Seite und Schulden auf der anderen Seite würden sich sozusagen auf einem gesunden Niveau halten.
Verhältnisse, wie im Papiergeldsystem, wo jede fast jede beliebige Einlage bei einer Bank oder einem Finanzinstitut mit Zins und Zinseszins belegt wird, wären bei einer Goldwährung nicht möglich.
Zitat(Erzi):
Was passiert? Die Risikopraemie steigt immer weiter weil immer mehr Schuldner ausfallen. Die Goldbesitzer werden ihr Geld lieber im Tresor horten als es irgendwem zu verleihen der es dann wahrscheinlich doch nicht zurueck zahlt.

Auch wenn ich meinen Goldgeld verzinsen möchte, werde ich mich nach den Gesetzen des Marktes richten müssen. Das heißt meine Zinsforderungen werde ich so lange senken müssen, bis ich irgend einen Abnehmer für meine Anlage finden werde. Wenn ich das nicht tue werde ich wohl oder übel auf meinem Goldgeld sitzen bleiben, das ist wahr.
Zitat(Erzi):
Der Markt wird aus Mangel an Tauschmittel nicht mehr geraeumt und es werden immer mehr Menschen arbeits-/einkommenslos.

Stabiles Geld sorgt für fallende Preise, so dass der Umlauf der Tauschmittel nicht weiter beeinträchtigt wird.
Zitat(Erzi):
Das ganze vollzieht sich in einer Abwaertsspirale aus der man nicht raus kommt ausser man findet im Garten einen grossen Klumpen Gold. Wahrscheinlich hat Pommeraner ja eine Goldader im Keller.

Diese These klingt für mich genauo albern wie die mit der Konsumzurückhaltung bei fallenden Preisen.
Wenn Preise fallen, würden Menschen wahrscheinlich verhungern weil sie darauf warten, bis die Preise für Brot bis auf 0 gesunken sind und Goldgeld wird angeblich auch solange gehortet bis dieses von Staat mit einer Umlaufgebühr belegt wird. Haha.
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