Miese amerikanische Geschäftsmethoden

Geschrieben von thoughtful am 23.08.2006 13:06:00:

Die Amis haben sich was ganz Raffiniertes einfallen lassen.
Wenn es auch unglaublich klingt, viele Unternehmen finanzieren derzeit Aktienrückkäufe und Dividendenzahlungen mit Krediten. Anleihe-Investoren an der Wall Street sorgen sich zunehmend wegen der steigenden Verschuldung von Unternehmen. Aktienrückkäufe und Dividenden sollen den Aktienkurs stützen. Da so aber Barreserven aufgebraucht werden, kann das auch zu einer Herabstufung der Bonität führen. Das wiederum belastet Kurse von Unternehmensanleihen, weil Investoren eine höhere Rendite fordern, um das gestiegen Kreditrisiko zu rechtfertigen. Kurse von Anleihen bewegen sich gegensätzlich zu Rendite.
Nach Angaben der Kreditbewertungsagentur Moody's Investors Service haben Zahlungen an Aktionäre in diesem Jahr schon zu knapp 40 Bonitätsherabstufungen von Unternehmen beigetragen. Hält dieser Trend an wird der bisherige Rekord um 44 derartig motivierten Abstufungen aus dem vergangenen Jahr wohl übertroffen.
Das Volumen der Aktienrückkäufe bei den im Aktienindex S&P 500 abgebildeten Unternehmen beläuft sich derzeit auf rund $ 95 Milliarden USD im Quartal (!!!) und dreimal soviel wie Anfang des Jahrzehnts.
Ich glaube kaum, daß ich Investoren aus Europa noch Ratschläge erteilen muß wie sie sich verhalten sollen.
th.



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