Rheingold nicht verstanden

Geschrieben von sammelleidenschaft am 19.09.2009 14:43:06:


Ich habe mir das Rheingoldprinzip mal angeschaut, und mir die Vor-und Nachteile betrachtet.

Schoen.

Es ist ein regional, zeitlich,sachlich oder persönlich beschränkt verwendbares
Zahlungsmittel

Das ist der Euro auch

von geringerer Tauschmittelqualität ,weil hohen Transaktionskosten,d.h. die Kosten, zu denen das Geld beschafft bzw. als Tauschmittel benutzt werden kann.

Nein, das Gold kostet die Verwender keinen Euro, obwohl alles bezahlt wird.

Die Transaktionskosten lassen sich noch realtiv klein halten, solange ehrenamtliche Mitarbeiter bereit sind, ohne Vegrütung die Verwaltung zu übernehmen.

Die Mitarbeiter werden fuerstlich fuer ihre Leistungen verguetet, natuerlich in Rheingold. Wir wollen Wohlstand fuer alle und nicht nur fuer diejenigen, die sich fuers Rheingold nur passiv einsetzen.

Je grösser allerdings die Geldmenge wird, desto grösser werden ebnfalls die Verwaltungskosten, um dieses Geld überhaupt stabil zu halten, welches nur an bestimmte Güter gekoppelt ist.

Umgekehrt. Je groesser die Anzahl der Teilnehmer, desto geringer im Verhaeltnis die Verwaltungskosten. Es wird alles effizienter. RG ist nicht an bestimmte Gueter gekoppelt.

Und je grösser wird ebenfalls die Gefahr einer Inflation.



RG ist kaufkraftstabil.

Es bezieht sich auf ein bestimmtes Leistungsangebot einer Region, wobei die Teilnehmer sich darauf einigen, sich gegenseitig Güter und Leistungen auszutauschen, die aus der Region stammen.Doch wenn ich genau hinschaue , erkenne ich, dass es nur tauglich ist innerhalb einer Kooperative in einem kleinem Umfang.Du gibst mir das, und ich gebe dir das, was ich sowieso schon immer gekauft habe bei dir.

Es macht bestimmte regionale Kreisläufe nur sichtbar, die man ansonsten ebenfalls mit dem Euro billiger haben könnte, ohne Verwaltung, und die auch vorher schon bestanden.Kaufe ich Kartoffeln oder Honig aus der Region, kann ich das auch mit dem Euro tun, und der Bauer wiederum kauft im Gartencenter z. B eine Schubkarre von einer Firma aus der Region.Und so weiter.
Bei einer überschaubaren Menge ist es sicherlich inflationsfrei.



Du verwechselst RG mit Regiogeldern. Aber selbst dann hinkt Deine Argumentation. Das koennen Dir diejenigen begruenden, denen eine Regionalitaet des Zahlungsmittel wichtig ist.

Wenn wir uns die Emitenten betrachten,geben sie nur soviel als Gutscheine heraus, wie sie sicher sind, dass die Güter auch nachgefragt werden.
Es spart also keine Fremdkapitalzinsen, denn die Güter und Leistungen aus der Region wurden auch vorher schon in Euro nachgefragt, also blieb das Geld schon vorher dort.

Selbstverstaendlich erspart er sich Zinsen, nicht nur Zinsen, sondern auch die Euro. Die hat er dann ueberschuessig.

Das Regiogeld macht lediglich regionale Transaktionen sichtbar.Aber induziert der Rheingold zusätzliche Transaktionen, die vorher nicht in Euro nicht realisiert wurden?

Also der Rheingolder wird die Regionalentwicklung nur in sofern stärken, als
die Leute auch regionale Produkte vermehrt akzeptieren

Thema verfehlt. Es geht nicht um die Regionalitaet.

Der Euro fliesst ja deshalb ab, weil die Leute auch Produkte kaufen, die nicht in der Region produziert werden.Wenn ich vorher schon den Honig nicht beim regionalen Imker gekauft habe, sondern bei Aldi, weil er dort 30 % billiger ist,werden die meisten es auch in Zukunft tun.



Den Aldi Honig Honig zu nennen, ist ein legaler Etikettenschwindel und mit 30% Nachlass ueberteuert. Wer das lecker findet, moege bitte Euro dafuer benutzen.

Die Umtauschgebühren werden für wohltätige Zwecke in der Region eingesetzt, was man ebenfalls mit dem Euro machen kann, bzw was ja viele Unternehmen auch ohne Regiowährung heute schon machen, durch Spenden und Stiftungen in die Region.( Inclusive Sparkassen und Genossenschaftsbanken)

Ich halte das ganze für eine simple Spielerei.

Welche Umtauschgebuehren? Da hast Du das Rheingold nicht verstanden.

Denn Strukturprobleme lassen sich nicht mit bunten Scheinchen lösen.
Es erscheint mir eher wie eine Art Isolationismus, aber eine Nettowertschöpfung erkenne ich nicht.

Wir schoepfen die Werte, nicht das Geld, weder Euro noch Rheingold.

Den Werbeeffekt der Regiogelder will ich allerdings nicht verleugnenHier liege auch die echte Wertschöpfung, was mit dem Geld an und für sich aber nichts zu tun hat

Den sozialen Zusammenhalt kann man auch ohne Scheine stärken. Da finde ich Bildungswährung oder z.B Pflegewährung schon effektiver, um die Liquiditäsknappheit zu überwinden



Dann mach doch eine Bildungswaehrung, da wird man ja schlau.




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