Re: Vermögensaufbau

Geschrieben von thoughtful am 06.10.2006 10:08:00:

>kann nur auf eine Weise geschehen. Man muß weniger verbrauchen als man einnimmt. Das gilt für jeden einzelnen aber auch für Staaten. Vermögen in Geldform aufzustapeln hat aber nur Sinn, wenn der Wert dieses Geldes einigermaßen gesichert ist.
>Das sehen die Gläubiger der USA gerade. Sie sitzen auf Unmengen von Dollars und können sie nicht loswerden, obwohl sie genau wissen, daß der Dollar praktisch wertlos ist. Stoßen sie nämlich ihre Dollars ab, fällt der Dollar sofort ins Bodenlose und ihre restlichen Dollars sind wertlos. Daher halten sie den Dollar am Leben und kaufen amerikanische Staatspapiere, deren Zinsen die amerikanischen Steuerzahler bezahlen müssen.
>Die kommen dadurch immer mehr in Druck und können keine Vermögen mehr aufbauen. Die Sparrate in der USA ist schon seit einiger Zeit negativ und der Mittelstand wird noch schneller als in Europa dezimiert. Beide Eltern müssen arbeiten, um über die Runden zu kommen und oft genug mit zwei Teilzeitjobs. Höhere Ausbildung müssen die Kinder selbst mit Studentenkrediten bezahlen, die sie dann lange einschließlich der Zinsen abzahlen müssen. Ein wunderbares Leben als Zinssklaven im angeblich reichsten Land der Welt.
>Wenn ihr nun fragt, wie jemand in diesem System trotzdem noch Vermögen bilden kann und dann zum Zinsbezieher statt zum Zinssklaven werden kann, ist das eigentlich recht einfach. Er muß einige Zeit mehr verdienen als er verbraucht einschließlich seiner Zinszahlungen. Das ist nicht einfach, denn man muß auch die in den Preisen aller Lebensnotwendigkeiten versteckten Zinsen, Steuern, Monopolgewinnen und anderen Kostenanteilen mitzahlen.
>
>Ich brauchte etwa sieben Jahre meines Lebens dafür, aber ich hatte Glück und das nötige Wissen, um 1971 bis 1980 die Goldspekulation mitzureiten. Da zahlte ich für die nötige Investition an Fremdkapital in der Höhe von bis zu 3 Millionen Schilling 10,25% Zinsen.
>Die wurden allerdings durch die 9,5% Zinsen, die ich für meine als Kreditsicherung hinterlegten Sparbücher bekam, wieder teilweise aufgewogen.
>Damals gab es noch keine Quellensteuer und so war mein Zinseinkommen steuerfrei, während meine Zinskosten ein Steuerabzugsposten waren. So machen es übrigens alle Firmen auch heute. Darum arbeiten sie auch alle mit hohen Fremdkapitalanteil und zahlen kaum Steuern. In Wirklichkeit leihen sie sich ihr eigenes Geld. Notfalls von Offshorebanken in Steueroasen.
>Es tut mir leid, aber ihr habt recht wenig Ahnung, was hier gespielt wird.
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Hallo Mr. Oldy
Das ist aber nett, daß Sie sich jetzt in meinem Berufsumfeld betätigen. Ja, das Thema heißt: Vermögensaufbau, Vermögensmehrung und Vermögensnutzung.
Bis auf die "versteckten Zinsen" stimmt Ihre Darstellung. Sie verschweigen nur, daß bei Unternehmensfinanzierung mit Eigenkapital die kalkulatorischen Zinsen höher wären als bei Finanzierung mit Fremdkapital. Diese Gesell'sche Zinsknechtschaft ist eine Fatamorgana der Freiwirte. :-)))
Aber warum machen Sie denn keine Vorschläge zu sinnvollen Investitionsmöglichkeiten des angesparten Geldes. Wie sehen denn Ihre Anlagealternativen bei verschiedenen Risikoprofilen aus? Ich schlage mich als Vermögensverwalter seit 50 Jahren mit sehr guter Performance damit herum. Meine Mandanten und ich sind zufrieden. Mal sehen, was Sie da in puncto Vermögensberatung im Koffer haben. Ich hoffe jetzt nur, daß Sie nicht mit Ihrem Steckenpferd, mit Freigeld beginnen. Gutscheine, die einem laufenden Schwund unterliegen, eignen sich nämlich überhaupt nicht zu Kapitalanlagezwecken.
th.

P.S. Zum US-Dollar:
http://www.flegel-g.de/rede-ron-paul.html
Ich stimme Ron Paul zu.



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