Schon 1933 hieß es: "Stirbt das deutsche Volk aus?" !!!

Geschrieben von martin martin3 am 07.10.2006 10:45:00:

Hallo!
Geht es um Fragen der Finanzierung der Renten und der Altersversorgung hört man seit einigen Jahren ständig Sprüche a la "Deutschland vergreist", "Deutschland stirbt aus", usw.
Neu sind diese Sprüche aber nicht. Im Gegenteil!
Per Zufall fand ich einen Artikel aus der Mainzer Tageszeitung vom 07. August 1933. Ein herrliches Beispiel dafür, wie die Geschichte alle Statistiken widerlegt! Insbesondere die in den letzten beiden Absätzen erwähnten "Gegenmaßnahmen" klingen einem derartig vertraut, dass man sich wirklich fragen muss, ob deutsche Statistiker und Politiker denn gar nichts dazugelernt haben?!
Aber man lese (in Ausschnitten) selbst:
Mainzer Tageszeitung, 7. August 1933
"Stirbt das deutsche Volk aus?"
Von Dr. Heinz F. Friedrichs, Mitarbeiter im Ausschuß für Rassenfragen der Stadt Frankfurt a. M.
" ...
Im Jahre 1900 betrug die jährliche Geburtenzahl bei 56 Millionen Einwohner etwa 2 Millionen, heute bei 66 Millionen Menschen jedoch nur ewas über eine Million; oder anders ausdgedrückt: 1875 fielen auf je 1000 Einwohner Deutschlands 40,6 Geburten im Jahr. 1900 noch 35 Geburten; dann sinkt die Geburtenzahl noch schneller, 1914 beträgt sie nur noch 26,8 ; 1924 nur noch 20,4 und hat 1932 ihren Tiefpunkt mit 14 Geburten auf 1000 Einwohner pro Jahr erreicht! Damit ein Volk nicht an Menschenzahl abnimmt, müssen auf 1000 Einwohner jährlich etwa 21 Geburten kommen ; daraus geht klar hervor daß das deutsche Volk an Zahl abnimmt!
...
Nach Prof. Lenz werden - die Beibehaltung des jetzigen Geburtenrückgangs vorausgesetzt - schon um das Jahr 1960 auf 2 Zeugungsfähige 3 Greise kommen ; die Unterhaltungslasten für die Greise werden ins Ungeheure steigen und jegliche Sorge für die Nachkommen verhindern.
Das deutsche Volk stirbt also aus. Ursache hierfür ist in erster Linie der außerordentlich starke Geburtenrückgang.
...
Verfolgt man nun die weitere Entwicklung des deutschen Volkes, so ergibt eine einfache Rechnung, daß das innerhalb der deutschen Reichsgrenze wohnenden Volk im Jahre 2000 nur noch 26 Millionen Menschen zählen wird. Dabei ist noch vorausgesetzt, daß die jetzige Volkskraft erhalten bleibt. Nimmt man aber die Fortpflanzungskraft der deutschen Großstädte, in denen auf jede Ehe nur 1,18 Kinder im Durchschnitt kommen, als Maßstab an, so zählt das deutsche Volk im Jahre 2000 nur noch 8 Millionen Menschen. Wenn aber Berlin, wo 1931 nur 0,83 Geburten auf 1 Ehe kamen (also noch nicht einmal 1 Kind auf jede Ehefrau!) wählt, so beträgt Deutschlands Bevölkerung im Jahre 2000 sogar nur noch 2,25 Millionen Menschen!
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Da Geburtenrückgang also Volkstod bedeutet, müssen sofort Gegenmaßnahmen getroffen werden.Es müssen mehr Geburten erfolgen. Die nationale Regierung hat in der Einrichtung des Ehestandsdarlehen den ersten Schritt zur Förderung der Geburtenzunahme unternommen. Durch Rückführung der jungen Mädchen in den Haushalt und durch ihren Ersatz durch männliche Kräfte an den Arbeitsstätten wird ohne Zweifel die Heiratslust und Heiratsmöglichkeit stark gefördert, wie die große Zahl der bisher erfolgten Anträge gezeigt hat.
...
Aber auch andere Wege, wie etwa Minderung der Arbeitslosigkeit, namentlich bei Handwerkern, Kaufleuten und Akademikern, Bevorzugung der Kinderreichen bei gleichen Leistungen usw. , werden zur Förderung des Geburtennachwuchses eingeschlagen werden müssen. Noch wichtiger ist die Hebung der ehelichen Moral; jeder Ehegatte muß sich seiner Verantwortung seinen Nachkommen und seinem Volke gegenüber bewußt werden. ... Die Entwicklung und der Bestand des gesamten Volkes hängt von jeder einzelnen Familie ab. Deutschland wird nicht untergehen, wenn jede erbgesunde Einzelfamilie 3 - 4 Kinder erzeugt. "



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