Re: Geldschöpfung durch Geschäftsbanken

Geschrieben von money_2 am 07.10.2006 23:22:00:

>Haben Sie vielen Dank für diesen Link ins Elliott-Wellen-Forum.
>Im Elliott-Wellen-Forum ist - auch von dottore - zu fractional reserve banking soviel Blö dsinn geschrieben worden, daß es "auf keine Kuhaut mehr geht".
>Ich frage mich was @YYY wohl vorhin geraucht hat, daß es seine Wahrnehmungsfähigkeit derart beeinträchtigt hat. :-)))
>Mit dem Schreiben der Deutschen Bundesbank - das @YYY unverständlicherweise für seine unberechtigte Kritik anzieht - bin ich voll einverstanden. Andernfalls hätte ich mich am Montag an Prof. Dr. Axel Weber - den ich gut kenne - gewandt. Herr Mehlhorn, den ich auf Grund meiner Berufstätigkeit auch gut kenne, hat aber alles richtig dargestellt.
>Ich habe NIE behauptet, daß eine Geschäftsbank Banknoten drucken kann. Tja, manche Zeitgenossen wissen eben nicht was M1 ist, schwätzen aber d ummes Zeug darüber.
>Im Schreiben der BuBa heißt es ausdrücklich:
>>>>Insofern ist Ihre Kritik an unseren Ausführungen unberechtigt. Der unseren sehr ähnliche Darstellungen des Giralgeldschöpfungsprozesses finden Sie übrigens in einschlägigen Lehrbücher zur Geldtheorie und Geldpolitik (z. B. in den Werken von O. Issing oder von Bofinger/Reischle/Schächter).
>Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir auf die von Ihnen angebotene Überarbeitung unserer Broschüre verzichten.
>Mit freundlichen Grüßen
>DEUTSCHE BUNDESBANK
>Kommunikation
>gez. Korz gez. Mehlhorn<Ich habe mehr als 1.200 Links zu fractional reserve banking angezogen und den Volltext des Lehrmaterials unserer Universitäten hier ins Forum eingestellt.
>Nie und nimmer wäre vor rd. 39 Jahren meine Dissertation angenommen worden, wenn das, was ich zu fractional reserve banking geschrieben habe, falsch gewesen wäre.
>@YYY möge doch am Montag mal 3 Vorstandsvorsitzende von deutschen Großbanken anrufen und jenen Herren erklären, daß Sie kein Geld - wohlgemerkt natürlich nur im Rahmen der Mindestreservevorschriften - schöpfen können. Er wird höchst erstaunt sein, was er sich da dann anhören muß. :-)))))
>Mit Altersstarrsinn hat es nicht das Geringste zu tun, wenn man geldtheoretische Sachverhalte fehlerfrei wiedergibt.

Warum sollten wir die Geldschöpfung der Geschäftsbanken kritisieren?
Sollten wir überhaupt? Würden nicht alle an ihrer Stelle der Versuchung erliegen, "Werte" zu schaffen, gewissermaßen per Mausklick?
Von der Hin- und Herbucherei würde mir schwindlig werden.
Da seh ich kaum wirkliches Erkenntnispotential für den Laien.
Leider sehe ich keine Möglichkeit, mich dem Forum zu verweigern,
nur weil ich keine Dissertation zu diesem Thema auf die Beine kriege und den Aufwand scheue noch ein Fernstudium in BWL/VWL/Wiwi zu starten
Auf welche existenzielle Frage ist der Beweis für die Geldschöpfung von Geschäftsbanken die Antwort? Diese Frage beschäftigt mich wirklich.
Ich meine die Antwort auf eine exististenzielle Frage.
Ist meine Vorstellung und mein Empfinden einer (existenziellen) Bedrohung der Gesellschaft durch monetäre Schieflagen (neben den Gefahren für einen Atomkrieg, dem Abschmelzen der Pole, Taifunen in Deutschland ...) hier konsensfähig?
Empfinden Sie auch eine existenzielle Gefahr für die Gesellschaft? Welche?
Meine Intention ist, Schaden von mir, meiner Familie, meinen Freunden und Verwandten abzuwenden. Diese Absicht verfolgt mich seit einigen Jahren.
Wiewohl ich seit Jahren im Business immer schneller laufe und immer rationeller arbeite, habe ich keine Gewißheit, diese Stelle zu halten.
Nun will und kann ich nicht Beweise für meine Professionalität erbringen, um den Sachverhalt besser ins Bild zu setzen. Ich arbeite für ein Börsenunternehmen,
das unlängst von einem anderen Börsenunternehmen übernommen worden ist.
Dafür sind die Aktionäre des übernommenen Unternehmens komplett ausbezahlt worden. So die internen Nachrichten. 23 Mrd sind über den Tisch gegangen.
Dem Firmenvernehmen nach wurden alle Aktien komplett verkauft.
Diese meine Sorge gilt seit einiger Zeit nicht mehr meiner Stelle in dieser Firma. Ich sehe nun nach dem Deal die zznnte Restrukturierung. Irgendwann erfrischt es jeden. Das Unternehmen hat einen 3 Mrd Investitionskredit aufgenommen. Jetzt heißt es sparen. Die Zinsen dafür kann die Firma leider nicht schöpfen und so bekommt der eine oder andere Streß, sollte ihm der Nachweis seiner Existenzberechtigung nicht schnell und schlüssig genug gelingen.
Dieser Firma für die ich arbeite geht es, verglichen mit den Unternehmen, in denen ich Freunde weiß und wußte absolut blendend. Ich sehe überall hyperaktives Management, dass scheinbar vorwiegend an der eigenen Existenzsicherung arbeitet.
Psychotisches Wirtschaften auch in unseren Nochvorzeigeunternehmen.
Der Ausschnitt unserer Wirtschaft, den ich z.T. auch auf Grund von Überarbeitung noch überblicke ist zugegebenermaßen recht klein. Aber so ist nun mal, und so werde ich mich nicht in ein Forum von Spitzenverdienern verirren, die sich Tipps geben, wie das Einkommen im Tagesrhythmus noch verdoppelt werden kann, bei geringerem Einsatz versteht sich.
Ich sehe Dekadenz, wachsende Armut, wachsende Gewaltbereitschaft, sich auflösende soziale Bindungen bzw. Vereinzelung. Ich sehe 30 Mio Abfindungen für 8 monatige Managertätigkeiten. Ich sehe Forbeslisten mit Zahlen von Privatvermögen, die kaum aussprechbar sind. Ich sehe Staatsverschuldungen in Deutschland, Europa und anderswo, die seit Jahren wachsen und nicht zurückgezahlt werden. Selbst wenn die Beschleunigung der Neuverschuldung abnimmt, nehmen die Schulden zu. Im Verlauf dieser Mail waren es wieder mehrere Millionen.
Und ich sehe 100.000 Hungertote und tausende Gewaltopfer täglich in den Ländern der dritten Welt. Sehen wir das gleiche?
Welche Rolle spielt vor diesem Hintergrund die Geldschöpfung der Geschäftsbanken? Ist mit dem Beweis derselben, das Problem nur konkretisiert worden oder ist es signifikant vergrößert worden?
Oder berührt es das obige Thema kaum?
Ich bin gespannt.



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