Geldschöpfung der Geschäftsbanken

Geschrieben von ylt am 08.10.2006 13:59:00:

Ich befürchte, ich muß dir hier widersprechen. Nicht aber, ohne zuzugeben, daß ich auch erst seit vergleichsweise kurzer Zeit verstehe, wie das innerhalb des Geschäftsbankensystems abläuft.
>Das eben garade nicht. Genausowenig wie ich mit einer "Forderung auf Öl" mein Haus heizen kann, kann ich mit einer "Forderung auf Bargeld" mehr Kaufkraft schaffen. Man vergisst immer, daß zu einer Zeit nur EINER auf das Geld zugreifen kann - geben ich mein Bargeld als Forderung aus der Hand, kann nur der andere auf das Geld momentan zugreifen.
Für physisches/materialisiertes Bargeld stimmt das wohl.
Aber für Buchungen, die jedes bankähnliche Institut jederzeit mit Hilfe eines Blatt Papiers und eines Stifts oder eines Computers machen kann, gilt das nicht. Geschäftsbanken sind aufgrund ihrer Position innerhalb der Wirtschaft und aufgrund der gesetzlichen Lage in der Situation, Geld schöpfen zu können und dieses ihren Kunden als Kredit zur Verfügung zu stellen.
Wie Krümel schon sagt: Er kann mit seiner Geldforderung einkaufen gehen...
>Man tut immer so, als ob hier plötzlich Geld aus dem Nichts entstehen würde - dem ist nicht so, wie die Bilanzen aller Banken auch deutlich zeigen.
Das kommt wohl letztlich drauf an, wie man "Geld" definiert. Wenn "Geld" definiert wird als Zahlungsmittel, was von anderen für den Tausch akzeptiert wird, so ist buchungsgeschöpftes Geld Geld.
Interessant in dem Zusammenhang ist der Text auf Systemfehler.de: Zur Notwendigkeit einer doppelten Geldreform
ylt



Sorry, in diesem Forum dürfen nur registrierte Benutzer schreiben.

Hier klicken um sich einzuloggen