Re: Mercedes Diesel vs. Ferrari

Geschrieben von Kruemel der Barbar am 09.10.2006 14:57:00:


>>>Wir sind uns im Klaren darueber, daß der "Zeitpunkt" mit einem "grossen Knall" einhergehen wird.
>Zu beginn dieses Zeitpunktes, gibt es wohl schon noch Menschen, ob es diese noch gibt, wenn sich der Rauch verzogen hat ist die Frage.
>Im Zinssystem besteht Wachstumszwang.
>Wachstum auf "Teufel komm raus" - egal ob der Markt dafuer noch Potential hat oder nicht.
>Hat er, wie bereits etliche male gehabt nicht mehr, wird dieses Systemnotwendige Wachstum mittels fiktivem Feindbild oder ueberzogenen Feind-Personenkult (Saddam, Bin Ladin, Milosevic, al Sarkawi, Breshnev, Stalin, Kim il Sung, Mao, Hitler, deutscher Michel) emporprijiziert und herbeigebombt.
>(Fast schon laecherlich dieses stets nach gleichem Muster ablaufende >>>Schuldzuweisungsschema)
KORREKT :o)

>>>Nun, stellen wir es uns so vor:
>>>-Zinslose Gesellschaft ist ein Serien Mercedes Diesel Motor
>>>-die Zinsduldende hingegen der Motor im Ferrari von Schumacher
Diese Vorstellung beginnt schon mit dem Fehler ein System, das (immer) auf Kreusläufe basiert, auf einzelne Unternehmen übertragen zu wollen.
Wir sagen ja auch nicht umsonst, daß sich mit dem Regiogeld erstmal Kreisläufe bilden müssen, bevor es richtig zum tragen kommt.

>>>Was heute stattfindet ist geschichtsepochal ein einziges Formel 1 Rennen.
Weil es heute diesen "Diesel-Motor" nicht gibt.... Daher kann ihn auch keiner benutzen und alle fahren Formel 1, wobei 90% der Bevölkerung bestenfalls auf den Zuschauerrängen sitzt.

>>>Wir sind uns ueber die Robustheit und Langlebigkeit des Mercedes Diesel alle >>>bewusst, trotzdem unterliegtdieser Motor gegen den Ferrari der keine 400 km >>>haelt denn es geht vordergruendig um kurzfristige maximale Geschwindigkeit >>>und nicht um Langlebigkeit (vgl. kurzfristige Gewinnmaximierung)
Du ignorierst dabei, daß diese Maximalgeschwindigkeit und kurzlebigkeit typische Erscheinungen des Kapitalismus sind. Kurzlebige produkte, um dadurch den Absatz zu erhöhen.
Wenn du hier einfach die behauptung aufstellst, daß die Menschen, wenn sich ihnen die Alternative bietet (langlebige produkte) nicht haben wollten, sondern lieber bei kurzlebigen bleiben würden, ist das einfach nur etwas, was du hier jetzt in den Raum stellst, um deine Theorie zu untermauern, was du empirisch aber gar nicht belegen kannst. Es ist einfach DEINE Meinung...
Dem ist aber nicht so. Du versucht die Tatsache, daß die Leute zur Zeit gar keine alternative haben als die kurzlebigen Produkte zu kaufen ,als Beweis herzunehmen, daß sie immer nur kurzlebige Produkte kaufen würden. Das hinkt.
Selbst wo die Wiedervereinigung schon n paar Jahre her ist, wird eines hier vermisst von den Leuten, und zwar die langlebigkeit der Produkte damals. Die wollen die DDR nicht zurück, aber sie hätten gerne wieder die Langlebigkeit der Produkte. Wenn es nur angeboten werden würde, würden die Menschen es auch annehmen, vor allem wenn diese langlebigen Produkte unterm strich (da zinsfrei und langlebig) viel viel billiger kämen.


>>>>Der Ferrari kassiert saemtliche Siegpraemien und Sponsoreneinnahmen, der >>>>Mercedes geht leer aus.
Woher willste das wissen, diesen Mercedes gibts doch noch gar nicht? Du kannst deine Behauptungen nicht belegen.

>>>Trotzt daß der Ferrari fuer unsere taeglichen Beduerfnisse keinerlei >>>Verwendung und Nutzen besitzt wird er von denen die ihn unterstuetzen derart >>>ueberhoeht und publiziert, daß keiner mehr einen gedanken an den tatsaechlich >>>Beduerfnisgerechten Mercedes verwendet - man stellt jene die es versuchen als >>>"ewig Gestrige" dar.
Also alles kannste den Leuten nun auch nich erzählen, und die Menschen gucken schon noch, und bemerken es auch, ob etwas besonders teuer oder güsntig ist. Wenn der Formel 1 Motor teurer ist und viel kürzer hält, nehmen die Menschen lieber den billigeren langlebigeren Diesel, weil er eben für den Zweck dem er dient vollkommen ausreicht. Auf die Maximalgeschwindigkeit ist nicht jeder aus.
Schon heute im Kapitalismus erfreut sich der Diesel (trotz Zinslasten) wachsender beliebtheit, und zwar nur, weil der Dieselsprit weniger kostet. Die Leute nehmen also das güsntigere. Keiner kauft ein zinsbelastetes teures Wegwerfprodukt, wenn er ein langlebiges zinslos günstiges Produkt haben kann, das den Zweck genauso erfüllt. Da lassen sich die Leute nicht nur mit der Darstellung ewig von Gestern zu sein überreden doch bitte doppelt so viel für dengleichen Zweck auszugeben.

>>>Nochmal:
>>>Das Geld (errechne mal den Zinseszinseffekt, nur ein Beispiel eine von den >>>Fuggern erbaute Siedlung in Augsburg finanziert sich noch heute und in alle >>>Ewigkeit daraus) ist bei denen die den Zins eingefuehrt und als erste >>>genommen haben.
Eben, und warum soll man sowas weiter dulden müssen?
Was ja auch unter den Tisch fallen gelassen wird... da mag es eine Siedlung der Fugger geben, die von Zinsen leben, ABER man sollte dann dabei auch erwähnen, daß die meisten deutschen Städte im Mittelalter in einer Zeit entstanden sind, in der es durch die Brakteaten eine Art umlaufgesichertes Geld gab. Weil städtegründen sich mit fließendem Geld viel leichter gemacht hat.
Laß diese Siedlung von mir aus Zinsgewinner sein, ich guck auf die vielen Städte, die wir dem umlaufenden, fließenden Geld verdanken.

>>>Wenn sich jedes Vermoegen zum Jahresende um 5% des absluten Betrages erhoeht >>- wer hat dann das meiste?
Diejenigen, die die 5% bekommen.
Dein Satz versucht zwar darauf abzuzielen hier darzustellen, als würde jeder 5% kriegen, aber dieses Konstrukt ist mathematisch unmöglich, da es ja Leute nötig hat, die diese 5% zahlen. Es kann nicht jeder Zinsgewinner sein, wenns keine Zinsverlierer gibt.

>>>10% Der Bevoelkerung halten 90% des Vermoegens und 90% der Bevoelkerung >>>(Darunter alle Arbeitnehmer und nahezu alle Arbeitgeber) halten 10% des >>>Vermoegens)
>>>Was glaubst Du wie die diese 10% der Bevoelkerung diese unvorstellbare Summe >>>an Geld intelligent und BESITZSTANDSWAHREND einzusetzen gedenken?
Die können gedenken was sie wollen. Wenn sich in der kommenden Wirtschaftskrise die Wertlosigkeit ihres Zinsmonopolygeldes herausstellt, können die mit ihren Billionen nichtmal mehr nen drittklassigen Killer engagieren... Mit dem Geld kann ja keiner mehr was anfangen.

>>>Da darfst annehmen das das Verhaeltnis Delliquent (sich offen bekennender >>>Systemkritiker) zu Agent (vom Kapital eingesetzter Observierer mit allen >>>Optionen) eher 1:10 statt 1:5 oder gar umgekehrt ist.

*lach* wenn das Verhältnis 1 zu 10 wäre, also systemkritiker 10%, wäre das System schon dabei überrant zu werden. Denn dann hätte man ja schon weit mehr als die berühmte kritische Masse von 7% die man braucht, um eine Sache ins rollen zu bringen.



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