Re: wissen, wie man kapitalistisch leben kann

Geschrieben von Kruemel der Barbar am 10.10.2006 21:26:00:

schau mal
ich hab gestern auf einer seite rumgelesen, die aus marxistischer sicht versucht zu erklären wie wirtschaftskrisen entstehen, und weswegen wir ständige inflation haben und so.
ich hab dann für michv ersucht diese ausführungen zu interpretieren (und marx ist nun nicht so leicht, also anfänger würden da nich viel verstehen)
nach drüber nachdenken fiel mir auf. daß sie im grunde genommen ja schn das beschreiben was tatsächlich beobachtbar ist. NUR die ursachen dafür, die sie zu entdecken glauben sind nicht die ursachen. erstens sind die folgen, und zweitens ist in das was sie da an beobachtbarem widergeben ziemlich viel hineininterpretiert.
gut, jetzt kann man mal sagen die marxisten kritisieren genau dasselbe wie wir freiwirte... nur sehen sie dahinter einen ganz andren mechanismus. sie machen die folgen, die symptome zur ursache.
wenn man jetzt zwar von derselben sache spricht, aber von einer anderen seite betrachtet (und die marxisten betrachten viel von der symptomseite) hat man das phänomen, daß trotz, daß beide seiten von derselben sachen sprechen, dennoch zwei absolut unterschiedliche endergebnisse rauskommen.
während die freiwirtschaft am geldsystem was machen will, welches genau die symptome verursache, die die marxisten dann als ursachen interpretieren, weil sie den vorherigen schritt (das geld) nicht sehen, können die marxisten durch ihre sicht der dinge ihr ziel nur durch die abschaffung der marktwirtschaft erreichen. und durch die absolute übersteuerung des staates, weil sie die "anarchie der marktwirtschaft" für das übel halten. nach marx kann man also nur wirtschaftskrise verhindern indem man der wirtschaft keinen eigenen handlungsspielraum mehr läßt und alles bis ins detail vorplant. das mag marx so nicht gesagt haben, aber am ende kommt man genau dahin, weil anders kriegen die den unternehmergewinn, den sie als (mehrwert) bezeichnen und für die ursache der ausbeutung halten, nicht weg.
mußt dir schon allein ihre definition von geld anschauen.
sie unterschätzen das geld völlig. die glauben daß die umlaufende geldmenge keinerlei auswirkung auf den preis hätte.
sie sagen, daß der preis imme rnur vom unternehmer bestimmt wird.
wenn man nur aufs symptom guckt, macht es auch den anschein, daß das stimmt.
es ist der unternehmer und der kaufmann der den preis auf die ware schreibt. aber sie sehen eben den davorliegenden umstand (die zirkulation des geldes) nicht. sie sehen nur, preise werden erhöht, also will der böse unternehmer nur seinen "mehrwert" und damit die ausbeutung erhöhen, und erkennen nicht daß die preise erhöht werden, weil sich durch eine größere umlaufende geldmenge (oder größere umlaufgeschwindigkeit) die nachfrage erhöht hat, und sich die preise ausgegangen vom angebot an die nachfrage anpassen...
sie sehen immer nur den zweiten schritt in der kette. darum kommt dann auch so ein murx dabei raus, und wird alles in sinnlos komplizierten interpretationen dargestellt.
übrigens arbeitet der kapitalismus auch mit der masche alles komplizierter darzustellen als es in wirklichkeit ist. auf diese weise werden die bürger davon abgeschreckt, sich dmait zu beschäftigen, weil sie meinen, daß man da eh nicht versteht.
das ist auch einer der gründe warum die freiwirtschaft viele so skeptisch macht, weil sie ihnen zu simpel erscheint. den leuten wurd so lange vorgegaukelt daß alles so hochkompliziert ist, daß sie es einfach nicht glauben können, wnen jemand sagt, es ist so einfach daß ne geld- und bodenreform ausreicht.
die leute können nicht glauben, daß die zusammenhäng ein wirklichkeit so simpel sind. darum kommen auch öfter so aussagen (auch von marxisten) man würde die welt viereckig machen und so nen unsinn :o)
naja. so sind se eben.
grüß dich
Barbar

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