Lokales Freigeld

Geschrieben von Oldy am 08.10.2006 01:12:00:

Freigeld muß lokale und regionale Wirtschaftskreisläufe wieder beleben, um Einfluß zu bekommen. Weit verstreute Teilnehmer können das nicht. Zuerst muß man sich um den Bargeldumlauf lokal kümmern, bevor man an Ausbreitung denkt.
Wära war in Deutschland seit 1929 relativ weit verbreitet aber erst als es 1931 in Schwanenkirchen einen lokalen Fokus fand, zeigte sich Wirkung. Dann wurde es allerdings schnell verboten
In Wörgl 1932 war der lokale Fokus von Anfang an da und daher war es erfolgreich. Es ist recht gut, daß es viele regionale Initiativen gibt. So kann jede aus den Fehlern und Erfolgen der anderen lernen.
So nett es auch sein mag, wenn jetzt nach sehr kurzer Zeit, seit das Rheingold in Düsseldorf in Umlauf kommt, schon auch Rheingolder in Berlin und anderen Städten gibt, wirtschaftliche Bedeutung hat das erst, wenn sich auch dort lokale Kreisläufe bilden.
Wie sich aber jetzt schon zeigt, ist es gar nicht so schwer Querverbindungen aufzubauen. Ich werde bei meinem nächsten Europatrip sicherlich mit meinem Rheingold auch in Hagen beim Rheingolder dort mir einige Flaschen Wein kaufen. In Düsseldorf werde ich nur in Rheingolderlokalen essen und mir auch im Rheingolderbioladen etwas kaufen.
Vielleicht haben sich dann schon weitere Querverbindungen mit anderen Initiativen und einzelnen Händlern ergeben. Leicht möglich. Und wenn der Muslinmarkt mitmacht, könnte man vielleicht auch in vielen Dönerbuden mit Rheingold zahlen. Die Moslems sollten sich das nicht entgehen lassen. Besser mit Rheingold friedlichen Handel treiben, als die Radikalinskis unterstützen.
Ich habe bemerkt, daß in Düsseldorf eine Bretzellady Rheingolder ist. Vielleicht sollte ich welche kaufen und Bush schicken, :-)
Jedenfalls tut sich etwas und trotz der Bremser im Regionetzwerk entwickelt sich anscheinend ein Untergrundnetzwerk, das nicht auf die Bewilligung des Regionetzwerkes wartet und etwas tut. Die reden nicht lange von Freigeld und Zins und Zinseszins und Freiland und Theorie von Buchgeld und Komplimentärwährungen. Sie führen einfach das ausgereifteste Freigeld ein, das es bisher gibt.
Und es sind Gutscheine, die man nicht so einfach verbieten kann. Der einzige Unterschied zu den unzähligen Gutscheinen auf dem Markt, ist die Gebrauchsgebühr, die man zahlen muß, wenn man abgelaufene erneuert.
Wenn sie das verbieten wollen, müßten sie auch die Flugstunden und vieles andere verbieten.



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