Inflation, Stagflation, Deflation und Buchgeld.

Geschrieben von Oldy am 09.10.2006 19:17:00:

Gerade habe ich eine Mail bekommen mit folgender Aussage:
""aber sagmal hans. auch wenn du das eigentlich ablehnst, weil du meinst wenn man mal was theoretisches klären will, würde man ja gleich nichts aktives mehr tun, aber meinste nich du könntest nochmal versuchen mir das mit dem buchgeld zu erklären?

und vor allem den widerspruch in deinen aussagen, daß buchgeld einerseits inflation auslösen kann, aber andererseits die preise angeblich nicht beeinflussen kann.

das widerspricht sich doch.""
Ich beantworte das im Forum, weil das eine Frage ist, die immer wieder welche stellen und sie geklärt werden soll.
Also, wenn Buchgeld inflationär wirkt muß eine zweite Voraussetzung vorliegen. Es muß willige Schuldner geben, die es in Umlauf bringen. Gibt es die nicht kann keine Inflation entstehen weil weder Buchgeld noch Bargeld in Umlauf kommt. Gibt es solche Schuldner, holen sich die Geschäftsbanken Geld von der Nationalbank und verlängern es durch fractional banking. Das ist Kreditausweitung, die fälschlich als Buchgeld bezeichnet wird.
Und willige Schuldner gibt es nicht mehr, wenn es keine Geldanlagen mehr gibt, die mindestens 3% mehr einbringen als die erwartete Inflationsrate, Sonst kommt es zum Investitionsstreik und der führt schnurstraks in die Deflation. Die beginnt als Stagflation schon bei einem nominalen Zinsniveau von etwa 7% und noch immer 4% Inflation. Sie kann sich dann verstärken bis zu 10%, wie in der Weltwirtschaftskrise.
Buchgeld verschwindet in diesem Fall noch schneller als Bargeld vom Markt und Geld das nicht auf dem Matkt ist, hat keinen Einfluß auf die Warenpreise außer einem. Die Warenpreise werden gedrückt und machen wirtschaften unmöglich. Also keinen Einffuß ist vielleicht nicht 100% rictig ausgedrückt, aber sehr wenig, denn schon in einer Stagflation, bilden sich die Preise mit dem wenigen am Endverbrauchermarkt verbleibenden Bargeld. Das Buchgeld wird meistens für Monopolpreise verwendet, die sich nicht mehr auf dem freien Markt bilden.



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