Hurra, meine Rheingoldausstattung ist da.

Geschrieben von Oldy am 11.10.2006 03:06:00:

Die Scheine schauen gut aus und ich habe meinem Nachbarn gleich einige Tomaten für einen Rheingold abgekauft. Er hätte sie mir wahrscheinlich auch geschenkt, aber er freute sich sichtlich über den schönen Schein und betrachtete die anderen auch ganz genau.
So, nun gibt es auch in Canada schon einen Rheingolder und es wurde sofort auch ein Geschäft mit Rheingold abgewickelt. Selbst die Nachbarin, die bisher äußerst sketpisch war glaubt nun, daß etwas an der Sache ist und als ich ihr sagte, daß es innerhalb von drei Jahren auch in Canada so ein Geld geben würde, zweifelte sie gar nicht daran. Sie arbeitet ja in einem Laden mit, der geschenkte Sachen für das Hospital verkauft und ist daher kaufmännisch nicht ganz illiterat.
Ich verstehe jetzt, warum die Sache in Düsseldorf zu laufen beginnt. Wenn man 200 Rheingold in die Hand gedrückt bekommt, mit denen man einkaufen kann, tut man das eben, Sie haben einem ja nichts gekostet außer der Verpflichtung selber auch Rheingold zu akzeptieren. Das kostet aber auch nichts. Man hat zwar eine Ware oder Leistung dafür hergegeben, aber man kann ja im nächsten Moment dafür wieder einen glaichwertigen Ersatz kaufen und hat vorher am Verkauf verdient..
So etwas theoretisch zu erklären, ist nicht leicht. Jeder, der es aber einige Male getan hat, wird sich wundern, warum er das früher nicht verstanden hat. Wie blöd und gehirngewaschen war ich doch, wird er sich denken. Da ihm die Rheingold ja nichts gekostet haben, wird er auch einige Enttäuschungen am Anfang leicht überwinden, wenn manche seine Rheinkold nicht in Zahlung nehmen wollen. Er geht dann einfach zur Konkurrenz mit ihnen und lacht höchstens über den dummen Kaufmann, der kein Geschäft machen will.
Es ist sicher, daß so einer bald auch Rheingold annehmen wird und man sollte keinesfalls dann bei dem mit Euro bezahlen, sondern einfach den Einkauf liegen lassen. Wetten, daß Verkäufer, die da Mätzchen machen, nicht mehr lange Verkäufer sein werden, selbst wenn sie Familienmitglieder sind.
Andere Gewerbetreibende hier in Grand Forks, die Gogos akzeptiert hätten, freuten sich auch mit mir, als ich ihnen die Rheingoldscheine zeigte, aber sie wissen auch, daß mit 40% weniger Teilnehmern hier kaum mehr die notwendigen Gogoumläufe organisiert werden können. Wir haben die Gelegenheit dazu verpaßt, die ersten in der Welt zu sein, sagte ich ihnen, aber innerhalb von drei Jahren werden wir trotzdem ein Geld, wie die Gogos haben, denn dieses Rheingold sind ja Gogos. Sie werden sich unter verschiedensten Namen über die gesamte Welt verbreiten.

"So lange werden wir auch ohne Gogos hoffentlich noch überstehen", meinten sie, aber sie zweifelten nicht daran. Sie sahen ja die Scheine aus Deutschland. Ich hätte zwar lieber gehabt, wenn die Kaufkraftgarantie klein gedruckt direkt auf den Scheinen stehen würde, aber da sie ja genügend in den Medien verbreitet wird, geht es sicherlih auch so.
Rheingold ist so viel wert, wie die DM im Jahre 2000 wert war und wird immer so viel wert bleiben. Sehr bald werden Preise sowieso in Rheingold ausgezeichnet werden, weil es zu umständlich sein wird, die in einen immer wertloser werdenden Euro dauernd umzuschreiben.
Übrigens, die Binneninflation des Dollars, sowohl des amerikanischen, wie auch des canadischen, wird immer merkbarer, obwohl die Statistiken natürlich getürkt werden bis zum geht nicht mehr.



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