Handwerker?

Geschrieben von freeloader am 13.10.2006 20:06:00:

Kruemel der Barbar:
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freeloader:
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Kruemel der Barbar:
>na du glaubst ja auch, da� es fr�her reiche produktionsst�ttenbesitzer gab, und heute nich mehr
>>>drauf geschissen, ey :o)
>>

>>dass heute nicht habe ich nicht geschrieben, dass es zahlenmaessig neben diesen wenigen unzaehlige "bettelarme" gibt, (bis hin zu Scheinselbstaendigen) ist der Unterschied
>

>und da hast doch mit der zeit marxens nicht auseinandergesetzt
>damals gabs genau diesselben massen von verarmten die den wenigen echt reichen gegen�berstanden.
>da ist nichts anders dran gewesen...


die Industrialisierung Englands war nach dem mir ueberlieferten wie folgt abgelaufen:
- Kohle
- Erz
- Industrie
(Arbeitskraeftebedarf in Massen und Groessenordnungen)
diese Arbeitskraefte wurden vom Land geholt, wo sie bislang entweder als tageloehner oder sogar kleine Landbesitzer ihr dasein fristeten
Der Industriearbeitsplatz versprach Annehmlichkeiten im Vergleich zum Landarbeitsplatz (vgl. China aktuell).
Das sich dadurch national ergebende Lebensmittelversorgungs- Defizit (fehlende Landarbeitskraefte nicht vorhandene Mechanisierung) wurde durch Produkte aus den Kolonien (Suedfruechte) ausgeglichen.
Ein Bild hab ich dabei immer noch vor mir die riesigen Produktionshallen mit quer dadurch laufende Antriebswellen von denen jeweils Riemenscheiben mittels Lederriemen die Bewegung an den Arbeitsplatz weitergaben.
Engels, einer dieser Industriellen (Fabrikbesitzer), und Freund Marx� helt diesen aus, Marx lebt auf Kosten Engels.
Der EIndruck, da� es damal Standesgleich geschundene voellig ueberschuldete Kleinunternehmer oder gar Scheinselbstaendige gegeben hben soll, will sich bei mir partout nicht einstellen.
Die gab es demnach auch nicht jedenfalls fand es der Geschichtsschreiber nciht fuer notwendig dies ins Geschichtsbuch, welches mir zugaenglich war, hineinzuschreiben.
Handwerker und Selbstaendige demgegenueber mag es wohl gegeben haben, allein stehen DIE aber nicht auf der Anklageschrift Marx - werden nicht als Problem ausgegeben.
Die DDR, die Lehren Marx�umsetzend, hat sich auch zu Anfang ueber alles andere gekuemmert, nur nicht ueber kleine Kruschtellaeden, die sich fern vom Sozialismus und Gemeinschaftseigentum so durchwurschteln.
Diesen ging es erst 24 Jahre nach Republikgruendung "an den Kragen", man hatte also nach Marx Vorgabe 24 Jahre lang ganz andere Dinge zu tun (Grundstoffversorgung, Bau von Eisenhuettenstadt etc.) als sich um 1 bis 10 Mann Betriebe zu kuemmern, geschweige denn als Problem zu identifizieren.
Marx klagte Gro�industrielle nach dem Schema Krupp, Thyssen, IG Farben an.
Ich sehen heute im Gegensatz zur offiziellen WASG Meinung nicht Daimler etc. als Alleinschuldige des Ist Standes auf der Anklagebank sitzen - die sitzen bei mir, meinen Wissensstand zu Grunde gelegt, derzeit garnicht auf einer Anklagebank!
Die in Frankfurt am Main ansaessigen Haeuser, und die sie wohlwollend privat oder geschaeftlich Hofierenden hingegen wohl - mal rein national betrachtet.
International geht der Blick darueberhinaus glasklar nach London, New York.
Die Boerse ist der Nabel des Kapitalismus, oder?
Wenn ich also diesem Kapitalismus der augenscheinlich hochgradig inhuman ist anklagen muss, kann ich dabei logischerweise nicht die die der Boerse Bedienenden auslassen.
Und wie von Zauberhand gefuehrt schliesst sich hier wieder ein Kreis.
Denn wer sitzt da am anderen Ende der Telefonleitung und laesst Kauf und Verkaufsoptionen durch Makler ausfeuhren...?
Eigenartigerweise neben vielen anderen auch wiederum jene, die schon lauthals mit dem ersten deutschen Zinslosen Gesellschaft, bzw. dessen Umsetzer ihre Probleme hatten.



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