Re: Mein Tag in Canada

Geschrieben von Oldy am 13.10.2006 22:50:00:

Sildarion:
>
Kruemel der Barbar:
>und was haste denen gesagt, daß sie hinterher so überzeugt waren?
>>ich werd nämlich vor meiner klasse auch bald nen freigeldvortrag halten, wies aussieht.
>>gib mir mal tips, wie ich den gestalte
>

>Ich wurde zwar nicht gefragt ;-) aber ich habe es bei mir so gemacht:
>- Die Entstehung des Geldes und seine Vorteile
>- Wie der Kapitalismus heute funktioniert (Produktion/Konsumtion/Geldkreislauf)
>- Die Probleme des Zinses/Zinseszinses durch Hortbarkeit
>- Was man dagegen tun kann (Umlaufsicherung/Regiogeld)
>Mit ein paar eindrucksvollen Bildern ("geborgt" von Herrn Hannich und der INWO) und anschließender Diskusion sind locker 1,5h rum und Dir fällt ein was Du alles nicht gesagt hast ;-)
>Gruß
>Sildarion

Oldy $$$
Nun, ich machte es recht einfach redete kein Wort von Zins und Zinseszins oder vom Kapitalismus. Den Käse kannten sie als Studenten der Wirtschaftswissenschaft ja schon.
Ich drückte nur jeden einen abgelauenen Gogoschein in die Hand und erklärte ihnrn, daß dies das erste wirklich kaufkraftbeständige Geld der Geschichte sei und sie diese Scheine nicht wegwerfen sollten, weil sie sicherlich einmal teure Sammelobjekte werden würden.
Dann erzählte ich die Geschichte, wie ich in meiner Jugend auf einmal zum Sprecher von etwa 400 Streikern geworden war, die vor dem Sitzungssaal randalierten, wo über den Abbruch des Streiks verhandelt wurde. Ich hätte den Abbruch des Streiks verhindern können. Aber mir war klar geworden, daß ich keine Ahnung davon hatte, was ich dann tun kann.
Daraufhin begann ich zu suchen und stieß dabei auf eine Gruppe von Gesellanhängern. Daraufhin folgten drei Jahre recht intensiven Selbststudiums, Debattenreden auf politischen Versammlungen und 1952 ein Sommer trampen durch ganz Europa, wobei ich alle Gesellianer besuchte. Da war ic aber schon drauf gekommen, daß der politische Weg der falsche ist und für eine alternaive Einführung von Freigeld die falsche Wirtschaftsituation herrschte.
Am Ende das Jahres lernte ich in Kroatien dann die Frau meines Lebens kennen und hatte sie nach drei Tagen so weit, daß sie sich mit mir verlobte und bei meinen nächsten Besuch auch heiratete.
Ich erzählte also die Geschichte meines Lebens und daß ich wohl die Wirtschaftslage weiter beobachtete und auch die Verbindung mit den Gesllianern nicht ganz abbrechen ließ, daß ich aber dann meine wirtschftlichen Kenntnisse nutzen konnte und mich daher mit 50 zur Ruhe setzen konnte. Das beeindruckte sie auch sehr.
Ich erzählte ihnen auch, daß ich nicht gedacht hätte, daß eine Deflation mit folgendem Weltkrieg so lange verhindert werden wird.
Dann erzählte ich ihnen wie ich die Gogos entwickelte als ich sah, daß die Zeit für sie reif wurde und was sie bewirken werden und auch einiges über Wörgl und Schwanenkirchen und daß leider die globalen Monopole die Gewerbetreibenden in Grand Forks so weit dezimiert hatten, daß die Gogos zu spät gekommen waren und daß dasselbe auch in vielen amerikanischen Städten der Fall sei.
Zum Schluß sagte ich ihnen, daß ich nun auf dem Weg nach Europa sei, wo schon einige Freigeldexperimente laufen, wobei aber nur eines das moderne Gogosystem verwenden würde, währen die anderen das alte stamp script-System verwenden würden, daz ich aber mitarbeiten würde einige weitee Gogoexperimente zu starten.
Das war alles.
Dann gab es aber recht viele Fragen aber eigentlich keinerlei Einwände gegen Freigeld. Die FRagen waren fast alle über Details und praktische Erfahrungen, wie sie auch die Kaufleute oft stellen, die mitmchen wollen und nicht die dummen Einwände, die Wirtschaftswissenschaftler sonst machen.
Natürlich braucht man auch für die Beantwortung solcher Fragen Wissen unde Erfahrung aber die habe ich ja. Jedenfalls war es die Souveränität, mit denen ich die Fragen beantwotete, die dann den Beifallssturm hervorrief.



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