Deutschland wieder Exportweltmeister

Geschrieben von sammelleidenschaft am 13.10.2006 06:57:00:

Zitat:
"Das bedeutet: Deutschland exportiert zwar viel, von den Export-Erlösen kommt jedoch kaum etwas bei den Beschäftigten im Inland an."
Eine sehr selten in unseren Zeitungen publizierte Tatsache.
Das schlaue Manager-Magazin schlußfolgert messerscharf:
"Die deutschen Konsumenten können sich vom Titel Exportweltmeister nichts kaufen, wohl aber von höheren Nettolöhnen."
Höhere Löhne für die Arbeitenden? Ihh, das wäre ja gegen alle neoliberale Grundsätze. Das Manager-Magazin hat gleich im nächsten Satz die systemkonforme Lösung:
"Das muss nach Einschätzung der OECD nicht zwangsläufig durch starke Lohnsteigerungen, sondern kann auch durch eine geringere Abgabenlast für Beschäftigte und Unternehmen erreicht werden."
Richtig. Die tatsächlich Arbeitenden können doch dafür sorgen, daß sie die Renten ihrer Eltern kürzen und Zahnersatz muß doch wirklich nicht sein, man kann doch auch mit weniger Zähnen arbeiten gehen (für irgendwem im Ausland, der die erarbeitenden Produkte dann preiswert erhält)
Exportüberschuß dauerhaft bedeutet doch, daß man mehr Produkte liefert als man erhält. Was soll daran eigentlich gut sein?
Die versprochene Gegenleistung bleibt doch aus und wird vom Manager-Magazin sogar dahingehend benutzt, um den Arbeitenden schmackhaft zu machen, die Abgabenlast zu mindern, also weniger für Rentner, Gesundheit und Arbeitslose zu sorgen.
Quelle Exportweltmeister - teuer erkauft



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