eher ein Un-Pionier

Geschrieben von Faultier am 17.10.2006 20:49:00:

Oldy:

Faultier, Du bist ein Goldstück und deine Sammlung meiner Beiträge ist auch Gold wert, aber Du unterschätzt mich noch immer etwas. Die Gogos in Grand Forks sind noch lange nicht tot. Sie werden nur nicht mehr das Fanal sein, das sie wie Wörgl hätten sein können.

Faultier:

Entschuldige, dann hab ich so einen untergründigen Mollton zwischen Deinen Zeilen etwas überinterpretiert. Ich denke nämlich auch, daß in solch abgelegenen Tal kleine Wirtschaftswunder am ehesten möglich wären, insbesondere, wenn im Winter mal die Straße dorthin unpassierbar wird.

Oldy:

Nun werden das vielleicht Rheingold, die Erzer oder die Gogo-Volmetaler sein. Der Oldy hat ja auch seine Finger bei anderen Initiativren in aller Welt im Spiel, Auch gerade in den Gebieten in der ehemaligen DDR, die Du erwähnst.
Auch die können mit Freigeld wie Phönix aus der Asche steigen.

Faultier:

Das denke ich nämlich auch. Es muß nur endlich mal jemand anfangen, Getreide anzubauen, Schweine zu füttern und Brot zu backen, natürlich alles Bio(1). Wenn alle kein Geld mehr haben, dann kann man ja anschreiben, um den Handel untereinander zu beleben. Man muß für diese Art der Verrechnung nicht den wackligen Euro nehmen, sondern man könnte in Gold, Kupfer oder KWH rechnen. Letztere Verrechnungseinheit halte ich für am interessantesten.


Oldy:

Was ich dazu tun kann, um ihnen dabei zu helfen, werde ich tun. Du scheinst ja auch schon dabei zu helfen. Darauf wirst Du einmal sehr stolz sein. Faultier, ein Pionier für Freigeld! Wer hätte das je gedacht?

Faultier:

Ich habe aber ein gänzlich anderes Bild von mir(2): ein kleiner mieser erzkapitalistischer Opportunist, der mit scheinbar unbeteiligter Mine zuschaut, wie die anderen sich den Arsch aufreißen, um dann bei Erfolg aus einer gut gewählten Position satt abzusahnen. Bei Mißerfolg trage ich natürlich kein Risiko und weine den Projekten der anderen keine Träne nach.

Eines nehme ich für mich jedoch jetzt schon mit: Ein Warengutschein ist ein nettes Papierchen, daß langfristig einen relativ stabilen Wert hat, kurzfristig jedoch im Verhältnis zu den Währungen oder Wertpapieren heftig schwanken könnte. Zusätzliches spekulatives Potenzial liegt in den Informationen(3) über die Solvenz bzw. dem Vorhandensein des verbrieften Warenbestandes der jeweiligen Gutscheinemittenten.

Das Faultier


Anmerkungen:

( 1 ) Bio:
Manchmal hab ich ja schon Zweifel, ob die Stadtbevölkerung überhaupt noch weiß, wie ein echter Apfel aussieht. Also: unterschiedliche Größe, ungleichmäßige Form und Färbung, Vernarbungen, Schorf, Maden und Ohrwürmer.
Ich habe gerade meine "Carola" abgeerntet. Dabei ist mir so aufgefallen, daß nur etwa 10% der Äpfel so aussehen, wie sie im Einzelhandel angeboten werden. Das sind jeweils einzelne Äpfel an zweijährigen Trieben im obersten Kronenbereich, die Ausnahme also. Die andernen krummwüchsigen Schorfgräbbel schmecken aber genauso gut und sind genauso vitaminreich und sind allesamt nicht mit Giftstoffen zugedröhnt.
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( 2 ) Bild von mir:
Es ist schon interessant, die Diferenzen zwischen Selbstbild unf Fremdbild zu beobachten. .
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( 3 ) Informationen:
In dem Sinne wären Warengutscheine bzw. Freigeld die besseren spekulativen Papiere, da diese nicht durch allerlei scheinheilige transparenz und gesetzliche Regelungen entschärft werden. Das könnte eine goldgrube für den aufgeweckten kleinbürger werden.
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