@Hannnich - Ein paar Feststellungen (und Fragen)

Geschrieben von Axel am 15.02.2010 20:06:05:

Die Unterschiede im Geldsystem vor 1957 und nach 1957

Geldsystem vor 1957
- einstufiges System
- Geld (=Bargeld) ist durch den Staat emittiert worden
- es gab keine Girokonten (Einschränkung: nur bei ganz Wenigen)
- alles ist mit Bargeld abgelaufen
- Überweisungen gab es nicht
- Für Kredite war eine vorhergehende Einzahlung notwendig
- der Kreditbetrag musste vollständig als Bargeld vorliegen
- Gold war gesetzliches Zahlungsmittel und Bargeld allgemein akzeptiertes Zahlungsmittel

Geldsystem heute
- zweistufiges System mit ZB – GB und GB - NB
- Geld wird durch Kredit erzeugt (seit 1994 bekommt auch der Staat kein Geld mehr bei der ZB)
- es gibt Girokonten für jeden
- Bargeld ist eine Abhebung eines Girals und kommt nachrangig in die Welt
- die meisten Zahlungen erfolgen durch Überweisungen, auch im Volumen
- mit einer Kreditgewährung entsteht eine Einlage (=Sichtguthaben)
- Der Kreditbetrag muss nicht in Bargeld in der Kasse liegen
- Bargeld ist gesetzliches Zahlungsmittel und Giral allgemein akzeptiertes Zahlungsmittel

Es besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit, die Liste darf jeder für sich erweitern.

Ist irgendetwas falsch an der Darstellung? Wenn ja, was und wie ist es dann richtig.

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Ansonsten ist noch die Frage offen, wie denn der Bargeldbestand zunimmt, wenn die Banken doch nicht mehr erzeugen können als an Bargeld zu ihr eingezahlt worden sind?
Im Klartext: Die Notenbank hat den Bargeldbestand erhöht. Wie macht die Notenbank das? Wer bekommt das Bargeld, das dann bei den Banken als „Einlage“ eingezahlt werden kann?
(Der Fakt, dass es jeden Monat mehr Bargeld als im Monat zuvor gibt, ist wohl kaum zu leugnen, oder sind die Angaben der EZB falsch?)

Ich erwarte Antworten, vielen Dank im voraus für die fundierte Gegendarstellung.


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