Hinten und vorne stimmt hier was nicht - wir müssen noch weiter denken und noch weiter zurück!

Geschrieben von tar am 16.02.2010 13:43:29:

Geldsystem vor 1957
- einstufiges System
- Geld (=Bargeld) ist durch den Staat emittiert worden
- es gab keine Girokonten (Einschränkung: nur bei ganz Wenigen)
- alles ist mit Bargeld abgelaufen
- Überweisungen gab es nicht
- Für Kredite war eine vorhergehende Einzahlung notwendig
- der Kreditbetrag musste vollständig als Bargeld vorliegen
- Gold war gesetzliches Zahlungsmittel und Bargeld allgemein akzeptiertes Zahlungsmittel


Ein Geldsystem ist nie einstufig - das ist völlig unmöglich.
Selbst bei einem staatlich festgelegten exogenen Steuerschuldentilgungsmittel (Gold, Weizen, usw.) entsteht die Zweistufigkeit augenblicklich durch den Verleih desselbigen oder die Verpfändung / den Verleih von Eigentum im Allgemeinen, weil mit diesem Leihvertrag ein Dokument entsteht (der VERTRAG eben). Und dieser Vertrag ist seinerseits Schuldentilgungsmittel (Geld).

Girokonten oder Bucheinträge gab es wohl seit der Antike, da dort bereits Banken interne Buchungen durchführten (wohl eben mit Geschäftsbankengeld?).

Niemals lief alles je ausschließlich mit gesetzlichem Zahlungsmittel.

Vorher eine Einzahlung? Wer beschaffte denn bspw. das Gold / Weizen usw.?
Nein, man war auch hier gezwungen, vorzufinanzieren (=Schuld enstand vor dem Gut)!
Das ist ja das elementare an der Eigentumswirtschaft!

Gruß!

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