Immer wieder dasselbe Lied

Geschrieben von Oldy am 05.11.2006 03:01:00:

Eines sagen die Gegner nun kaum mehr: "Niemand wird Freigeld annehmen." Da haben schon Wära und Wörgl das Gegenteil bewiesen und jetzt tun es alle Freigeldinitiativen. Das abzustreiten, würde sie doch zu lächerlich machen.
Dafür wiederholen sie ein Argument immer wieder: "Freigeld ist Schwundgeld und kann nicht kaufkraftsabil gehalten werden, besonders dann nicht, wenn es viele Herausgeber der Gutscheine gibt."
Darauf haben die alten Freiwirte, die ein Monopolfreigeld vertreten auch keine Antwort und von den Buchgeldfreiwirten braucht man auch keine verlangen.
Daher will ich nun beschreiben, wie einfach die Kaufkraftbeständigkeit der Gogogutscheine gewährleistet werden kann. Nämlich durch die Kaufkraftgarantie auf den Scheinen. Sollten also zu viel herausgegeben worden sein und es zeigt sich eine merkliche Inflationierung, würden viele Leute diese Kaufkraftgarantie in Anspruch nehmen und die Herausgeber mußten die Scheine zurückkaufen und damit würde sie vom Markt als Nachfrage verschwinden. Weniger und knappere Scheine werden dann aber wieder mehr wert. So würde sich das automatich einpendeln.
Die vielen Herausgeber werden im eigenen Intersess solche Rückkäufe auch machen. Sie wollen ja die Kaufkraft ihrer Gutscheine erhalten, weil sie selber damit etwasn kaufen wollen.
Da jeder Preis ein Knappheitspreis ist, auch der des Tauschmittels, wird diese Knappheit durch die Kaufkraftgarantie garantiert. Wenn aber mittels Freigeld die Waren auf dem Markt knapper werden, wird ihr Preis in alten Monopolgeld ausgedrückt steigen, was in anderen Worten heißt, daß dieses weniger wert werden wird.
Das ist aber Inflation und die kann im Gegensatz zur Umlaufsicherung nicht kontrolliert werden. Um auf Argument Nr.1 zurückzugehen, stimmt es schon, daß manche Initiativen Schwierigkeiten damit haben, daß ihr Freigeld akzeptiert wird, aber das liegt daran, daß sie eine viel zu hohe Umlaufsicherung berechnen und die Kaufkraftstabilität nicht garantieren.
Weil die Sache in Wörgl mit 12% funktionierte, bei einer Deflation von 8%, also in Wirklichkeit nur 4% Unterschied, glauben sie, daß es heute bei Stagflation und noch immer etwa 2% Inflation auch funktinieren würde. Das sind dann aber 14% Umlaufsicherung und das ist einfach zu viel.
Die einzige Initiative, die wirtschaftlich für die Teilnehmer bisher erfolgreich ist, sind die Volmetaler, die nur 6% Umlaufsicherung verwenden und dies notfalls sogar noch verringern. Sie haben das sogar ohne Gogo-Volmetaler geschafft und ich bin neugierig, was da in Verbindung mit Rheingold passieren wird. Es gibt ja auch schon Rheingolder unter den Volmetalern und andere Gogoinitiativen sind in den Startlöchern..
Wenn der Rheingolder Weingroßhändler dort Rheingoldkunden aus Düsseldorf und Berlin und anderen Städten bekommt und seine Rheingoldeinnahmen im Gegenzug dann dort verjubelt, wird es interessant werden.
Es wird nie zu einem Rückkauf kommen, weil sich die Gogos viel schneller ausbreiten werden und durch die Umlaufsicherung auf dem Markt bleiben würden. Einige Initiativen, die ein frühzeitiges Verbot vermeiden oder unwirksam machen können und auch dafür gibt es Pläne sind alles, was notwendig ist.



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