Heute in der USA

Geschrieben von Oldy am 07.11.2006 00:54:00:

Heute war ich wieder einmal in der USA, um zu tanken 70,9 Pro Liter anstelle von 91,9 in Canada. Daß überhaupt noch noch jemand in Grand Forks tankt, wenn er 300 Meter über der Grenze über 20% billiger tanken kann, ist mir schleierhaft.
Dann unterhielt ich mich mit dem Grenzbeamten, ob ich auch mehr Bier mitnehmen kann. Er erklärte mit, daß ich es dann verzollen müßte und sie mir 7% mehrwertsteuer berechnen würden. Aber das sei nicht alles. Das canadische Liquorboard verlangt 85% des Wertes und das müßen sie auch kassieren.
Bei Wein und Spirituosen immer. Wenn ich also drüben eine Flasche Wein für 3 Dollar kaufen würde, müßte ich etwa 12 Dollar an der Grenze dafür an Gebühren zahlen.
Rechnet euch das selber aus, welchen Anteil des Preises da die Arbeit des Herstellers ausmacht, denn im Preis von 3 Dollar im Geschäft sind ja auch schon Zinsen und Steuern von mindestens 50% enthalten. Also zahle ich: 3 plus 12 Dollar für etwas, was 1,50 kosten sollte. Das sind genau meine 90%, die ich immer behaupte und dabei habe ich großzügigerweise nicht einmal alle Zinskosten in der Erzeugung und im Handelsweg berücksichtigt, Da käme ich sicherlich über 95%
Einen Trost bekam ich aber auch. Jedesmal, wenn ich über die Grenze fahre und habe eine Ladung von Erwachsenen im Auto, darf jeder von ihnen einen "Sixpack" zollfrei einführen. Das hat mich etwas beruhigt So viel Bier saufen wir ja sicher nicht und mit den 20%, die wir uns am Sprit ersparen, werden wir uns auch die 3 km Fahrt leisten können. ;-)
Daß ich mir aber die 5 Liter guten Wein für 14 Dollar nicht kaufen kann, ohne das Risiko einzugehen, daß die Beamten einmal in meinen Kofferraum schauen und ihn sehen, ärgert mich schon. Die Beamten kennen mich zwar schon und haben mich noch nie kontrolliert, wenn ich ihnen mit der Plastiktasche mit dem Bier zuwinke. Dann winken sie mich durch.
Der Cabernet Savignon ist übrigens wirklich gut und die 14 Dollar wert. :-) Ich könnte ihn aus Konzentrat nicht besser und auch nicht viel billiger machen, werde es aber trotzdem tun. Das Risiko, daß die Grenzbeamten doch einmal nachschauen, will ich nicht eingehen. Den Savignon blanc und den Merlot möchte ich aber auch noch probieren.
Ich habe bemerkt, daß der Beerparlor neben der Tankstelle und dem Labensmittelgeschäft in der USA wieder aufgemacht hat und mit denen könnte ich vielleicht ein Geschäft vereinbaren. Ich gebe ihnen einige Weine, wenn sie mir 50% davon dann gratis ausschenken, wenn ich, auch mit Gästen, zu ihnen komme. Da brauche ich das Risiko des schmuggelns nicht eingehen.
Alles andere bezahle ich mit Gogos. Später natürlich auch den Wein im Geschäft. und auch den Sprit. Ich muß das Zeug ja in Umlauf bringrn, nicht wahr?
Glaubt ihr, daß die das zusätzliche Geschäft verschmähen werden? Bekommen sie zu viele Gogos, können sie die ohne weiteres ihren Angestellten als Lohn geben und die können sie zur Freude der Geschäftsleute in Grand Forks 3 km entfernt dort ausgeben.
Glaubt ja nicht, daß die Gogos in Grand Forks tot sind. Ich habe sie nur etwas eingebremst, um nicht die alleinige Zielscheibe der Opposition zu sein. Momentan sind deshalb keine in Umlauf, aber das kann sich in Tagen oder Wochen ändern.
Momentan warte ich neben den Gogo-Volmetalern eigentlich auf Rheingold und die Erzer. Geben die erst einmal ein Beispiel, werden die Gogos auch wieder auf die Szene treten und vielleicht auch noch einige andere Initiativen.
Keine Sorge. Wenn ihr das eure tut, werden eure Kinder in einer besseren Welt leben können. Vielleicht könnt auch ihr noch einen Zipfel davon erhaschen.
Laßt euch ja nicht von den Nutznießern des heutigen Systems und ihren hezahlten Trommlern verunsichern. Sie werden die Zeitenwende nicht verhindern können, wenn ihr stark bleibt.



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