Re: Was haben 540.000 € und 21.600 € gemeinsam ?

Geschrieben von Kruemel der Barbar am 07.11.2006 14:28:00:

sunwarrior:
>Was haben 540.000 Euro und 21.600 Euro gemeinsam? Die Antwort wird Sie überraschen. Und es hängt mit dem Thema "Hartz-IV-Empfänger" und Kapitalisten zusammen.
>So ist es dem aktuellen Editorial der Zeitschrift Capital zu entnehmen. Beide "kassieren Geld, ohne dafür arbeiten zu müssen". Und "bei Lichte besehen, stellen die Hartz-IV-Empfänger die größte Gruppe der Kapitalisten in Deutschland dar. Das zeigt ein Blick auf eine Familie mit zwei Kindern, die von Arbeitslosengeld II lebt und damit pro Jahr durchschnittlich 21.600 Euro bezieht. Wer dieses Einkommen (vor Steuern) auf dem Finanzmarkt erzielen möchte, braucht mindestens 540.000 Kapital, wenn man eine realistische Rendite von vier Prozent zugrunde legt."
>Ein interessanter Vergleich. Irgendwie.


trotzdem wieder ein vergleich ,wo man versucht die krankheit als ursächlicher darzustellen, als die ursache der krankheit selber.
diese kapitalisten mit ihren zinsgewinnen (daß gledumlauf immer vom zins abhängt, daß der geldumlauf immer eine abgabe fordert) verursachen doch überhaupt erst die arbeitslosen, die dann versorgt werden müssen.
da werden wieder nur bestimmte fallbeispiele rausgepickt um irgendeine scheinrealität zu erschaffen (daß die hartz IV-ler schlimmer wären als die Kapitalisten), daß aber in 99% der Fälle der spieß ganz anders aussieht... das fällt wie immer untern Tisch.
außerdem ist es ein Unterschied, ob ein Kapitalist für wirkliches nichtstun 21.000 euro kriegt, für sich. oder ob eine vierköpfige familie sich die 21.000 teilen müssen und ihre existenz davon abhängt.
ohne das hartz IV-geld würde die familie obdachlos und womöglich verhungern. was geschieht dem Kapitalisten wenn er keine zinsne kriegt und sein Vermögen aufbrauchen muß? Da muß man auch einfach mal die moralische rechtfertigung sehen, warum der eine oder der andere was bekommt.
die Familie muß von ihren 21.000 ja eh wieder 50% abgeben um die zinslasten an die Kapitalisten abzudrücken....
ein Kapitalist bekommt seinen zins und wird vom Staat dafür noch geschützt. Die Familie muß dafür beim Hartz IV-Amt auflagen erfüllen und unangenehme Ämtergänge, teilweise echt schlechte Behandlung, und jetzt auch noch Beschimpfungen sie seien Schmarotzer über sich ergehen lassen.
So ganz leistungslos ist das Hartz-IV-Geld nicht. Jedenfalls nicht so leistungslos wie die Zinsgewinne der Kapitalisten.
Meist werden Mutter oder Vater oder beide noch in 1-Euro-Jobs gesteckt.
Wenn die 30 Stunden die Woche arbeiten, und dafür das Hartz-IV bekommen, kann man da noch von leistungslos sprechen?

Aber der wichtigste Aspekt, den man nicht vergessen sollte ist und bleibt einfach, daß die Kapitalisten mit ihren ewigen Zinsforderungen als URSACHE die Krankheit "Arbeitslosigkeit und Hartz-IV" überhaupt erst verursachen. Daher so zu tun, als wäre die Krankheit mehr zu verurteilen als ihre Ursache, und am besten als wäre die Krankheit zu bekämpfen, anstatt ihrer ursache, ist mal wieder typischer Mainstream-"Lenkt die Bevölkerung vom Wesentlichen ab, und lenkt den Hass der Ausgebeuteten (noch) arbeitenden Bevölkerung weg von denen, die sie Ausbeuten hin zu denen, die selbst zu den ausgebeuteten gehören"-Gedankenkacke.
Regen mich auf solche scheiß Vergleiche, wo wieder ein Idealfall zwischen tausenden leidenden herausgepickt und so getan wird, als wäre das die Regel.
Pfui
*spuck*



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