Das Kapital der Unterschicht

Geschrieben von sammelleidenschaft am 07.11.2006 15:35:00:

Diese Neid-Kolummne des Herrn Schweinsberg habe ich auch gelesen.
Passt ja auch schön, nach unten zu treten, um denen oben zu gefallen.
Und was meint Herr Schweinsberg im letzten Kapitel seines Ergusses:
"Die hässliche ökonomische Wahrheit ist: Jeder Hartz-IV Empfänger konsumiert das Geld, das eigentlich für den Aufbau neuer Arbeitsplätze notwendig wäre."
Dass "die Unterschicht" Strom klaut (=konsumiert) und in öffentlichen Parkanlagen Bier säuft (=konsumiert) kann man ja täglich in RTL2 und anderen Privatsendern lernen. Herr Schweinsberg belehrt uns nun, daß "die Unterschicht" nicht nur Strom klaut und konsumiert, sondern das Geld selber konsumiert.
Die blöden Hartz-IVer geben das Geld gar nicht mehr aus, die konsumieren es offensichtlich zu ihren Pullen Bier oder belegen ihre Kamps-Brötchen damit.
So kommt Herr Schweinsberg auf die Idee, HartzIVer binden Kapital, daß dann an anderer Stelle in der Volkswirtschaft fehle.
Ja, mit seinem neoliberal-verbildeten Kopf, glaubt er, die HartzIVer hätten das Geld zerkaut und heruntergeschluckt.
So einfach ist Volkswirtschaft unter Neoliberalen.
Vielleicht sollte der Hochglanz-"Berater" für ein millionenschweres Klientel, das er ja mit seiner Zeitung gerne ansprechen möchte, doch einmal nachdenken, welche Kapitalien Hochvermögende binden, wenn sie sich die Noldes und Picassos zu immer höheren Summen gegenseitig abkaufen und ob die Insterats-Brosamen, auf die er spekuliert und weswegen er gefällig schreibt, rechtfertigen, geballten Unverstand breit zu veröffentlichen.
Er hat seinen Text auch im Internet veröffentlicht. Gerne wüsste ich, weshalb die dort genannten Zahlen auch noch rechnerisch falsch sind, hab aber keine Lust zu recherchieren. Denn immerhin verfuttert die Unterschicht nach dessen Meinung 1.080.000.000.000,- Euro an Geldscheinen. Findet Herr Schweinsberg selber "unvorstellbar". Recht hat er.



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