Die Frage ist doch eine höchst politische

Geschrieben von Didon Didon2 am 07.11.2006 16:55:00:

Soll sich die Gesellschaft der Unnützen entledigen?
Soll man die, von denen nix mehr zu erwarten ist, ewig mitschleifen und durchfüttern?
Sollen die Schwachen ewig als Klotz am Bein der Erfolgreichen, Schönen, Starken, Vorzeigemenschen hängen?
Die Gesellschaft und Politik hat diese Frage in der Vergangenheit öfters beantwortet: Der Kommunissmus mit dem Ansatz alle sind gleich (hat schon bei der franz. Revolution niemand geglaubt!!!)
Dann gab es da noch die NSDAP mit ihrer Selektion und Umgang mit unwertem Leben.
Der Mensch ist ein soziales Wesen. Der Umgang mit schwachen, alten, kraken Mitgliedern der Gesellschaft fiel mal besser mal schlechter aus. Wahrscheinlich auch abhängig davon wie es den stärkeren gerade wirtschaftlich geht.
In der Natur zeigen einige Tierarten auch ein ausgeprägtes Sozialverhalten. z.B. Elefanten! Aber eines wird auch deutlich: Es hat Grenzen. Die Erhaltung und das Überleben des Einzelnen hat Priorität. Zur Not wird das eigene Junge geopfert.
Jetzt mag man wohl einwenden: Ja aber vom Menschen muss man doch noch mehr erwarten können als von einigen Tieren...
Da fällt mir ein, dass ein Spitzenbergsteiger wohl ein einsamer Mensch ist. Er kann die Freunde, Kameraden, die Massen nicht mitnehemen zur Spitze. Wenn er auf den Mount Everest oder K2 rauf will, muss er akzeptieren, dass dies keine Massenveranstaltung sein kann, dass die letzten Meter nur eine kleine Elite schaffen kann und er diese Ebene letzlich einsam alleine erreichen wird. Da hilft all das Sozialverhalten nichts.
Beim Geld, in der Wirtschaft mag man rein dem System die Schuld zuschieben. Aber auch bei Freigeld stellt sich die Frage: Werden alle mitgenommen, auch die unfähigsten, die unwilligsten?
Offengestanden ich weiss es nicht! Jeder ist seines Glückes Schmidt. Nicht die Anderen Schmidte!
Man sagt der Mensch stammt vom Tiere ab und hat noch einiges an Verhalten vom Tiere immernoch bewahrt..... Tiere sind auch oft grausam. Für uns erscheint es jedenfalls so. Haben Sie schon eine Ente erlebt die wenn Sie die Gruppe füttern einen Schritt zurückgeht damit die Nachbarente ans Futter besser rankommt? Nein jede stopft schnell soviel wie möglich in sich selber rein bis sie voll ist. Dann können die anderen auch mal...
Aber soll man den Tieren deshalb Vorwürfe machen? Wohl kaum! Und wie ist es nun beim Menschen bei unseren lieben Mitbürgern?



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