Re: Bescheierter Vergleich

Geschrieben von basti24 am 07.11.2006 22:12:00:

Kruemel der Barbar:
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basti24:

>>In der wirtschaftlichen Theorie ist der Mensch vereinfachend und reduzierend als homo oeconomicus dargestellt. Prinzipell möchte er also seinen Nutzen maximieren.
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>Ja da sind wir wieder bei den Prinzipien. Prinzipien die im Kapitalismus aus kapitalistischer Sicht entstanden sind, und ich nicht so einfach dem menschen als generell angeboren unabänderbar unterstellen will.
>In meinem Bekanntenkreis jedenfalls kenn ich keinen, der so vereinfacht reduziert funktioniert.
>Das sind Konstrukte von Kapitalisten, die mit der Realität wieder nur BEDINGT was zu tun haben. Is ja nich komplett falsch, aber auch nicht so einseitig :o)
>
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basti24:

>> Insofern bringt doch das Schimpfen auf die die sehr viel Geld haben nix und scheint wie Neid, vor allem wenn es egal erscheint woher sie das haben.
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>Wenn es darum geht, daß ein zinsbasiertes Geldsystem in dem rießige Geldvermögen für sich beanspruchen vom restlichen Geld auch ständig noch was zu kriegen, ohne was dafür zu tun, aufgrund dieser Dynamik einen Zusammenbruch verursacht, in dem wir Normalverbraucher als allererste bluten müssen, und womöglich noch einen Krieg verursacht in dem ich noch straffrei brutal totgebombt werden kann, geht diese Diskussion für mich weit über primitiven Neid hinaus. Hier gehts um Existenz. Hier gehts um das Recht auf Leben.
>Von daher ist es auch nicht soooo egal, wo die großen Vermögen herkommen ,wenn sie sich über Zins und Zinseszins akkumulieren. Denn schließlich gehts nich darum zu sagen, ach der hat ja mehr als ich, jetzt bin ich neidisch, sondern es geht darum, ach, der hat hat ja das, was vorher meins war, und ich mußte ihm das schenken, ohne was dafür zu bekommen, und zum dank werd ich arbeitslos und darf bald hungern.
>Das kann man doch nicht mehr mit Neid abschmettern. Du weißt doch sicherlich auch ,daß das ein altausgelatschtes, kaputtes "Argument" ist.
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basti24:

>Wer meint, dass jeder, der mehr Geld hat als er nach eurer subjektiven (!) Einschätzung für sich selbst brauchen kann, abgeben muss bzw. dies verwerflich ist, sind wir beim Kommunismus.
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>Gibt vielleicht Leute, die das meinen. Freiwirte sind das aber mit Sicherheit nicht. Kein Freiwirt fordert überschüssiges Geld "abgeben", also verschenken zu müssen.
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basti24:

>Und damit zerfällt alles zu maroden Strukturen, weil nämlich keine Sau ein Interesse hat irgendetwas effizient und effektiv zu gestalten.
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>Im Kommunismus/Sozialismus is dat so. Stimmt. In ner Marktwirtschaft mit Freigeld aber nicht, weil da gilt das Leistungsprinzip, und zwar noch viel mehr als im Kapitalismus, weil die reichsten da ja für ihre Zinsgewinne nix leisten.
>Wer mehr haben will als andere, muß mehr leisten. Somit wird es da ein großes interesse geben effizient und effektiv zu sein. Das geht auch noch besser als heute, wo vieles vom Kapital an effektiveren neuen Methoden unterdrückt wird, weil sie noch nicht genug an den alten Methoden verdient haben. Zum Beispiel die Einführung des 3-Liter-Autos. Die Entwickler dieses Fahrzeugs könnten schon längst ordentlich Geld damit verdient haben...
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basti24:

>Im Kapitalismus (den ich persönlich übrigens für viel Übles verantwortlich mache) ist es logisch sein (auch großes) Geldvermögen weiter zu vermehren zu suchen.
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>Richtig. Ist eine innere Logik der Kapitalismus. Aber auch nur, weil es möglich ist :o)
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basti24:

>>Der Vergleich mit den Tieren hinkt deshalb m.E., weil die durch andere Motive getrieben werden und nicht in geeigneter Weise über sich selbst reflektieren können.
>

>Ja eben, is ja soweit das was ich meinte, daß wir halt schon höhere Evolutionsstufen durch haben :o)


Warum soll man nicht auch mit freigeld geld machen, also renditen erzielen. Is doch ganz einfach, man investiert irgendwo und erwirtschaftet damit etwas. Sei es als Unternehmensanleihe, Aktien, Private Equity oder durch den Zins wenn man geld verleiht.



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