Re: Bescheierter Vergleich

Geschrieben von basti24 am 08.11.2006 07:10:00:

Kruemel der Barbar:
>
basti24:

> aber meinst du es gibt dann keine kaoitalgesellschaften mehr, die anteile ausgeben und keine börsen mehr.
>

>was für eine art von börse. börse im heutigen sinne ist hauptsächlich das verschieben von geld aus der einen privattasche in eine andere. in den privattaschen gammelt dann das geld permanent vor sich hin, bis es weggegammelt ist. wenn eine bestimmte menge freigeld spekulieren geht (sich vom realmarkt abkoppelt) wird diese spekulierende freigeldmenge immer kleiner. selbst der, der die ganzen spekulationsgelder gewinnt könnte am schluß weniger haben, als er anfangs in die spekulationsblase eingezahlt hat.
>versuch doch später mal mit freigeld spekulieren zu gehn, my dear.
>
>
basti24:

> Mit viel Geld kann man vielseitig investieren. In allerlei Projekte. Diese erwirtschten dann rendite und daran ist man beteiligt, wenn man mit investiert, also das finanzierungsrisiko mitträgt.
>

>das ist jetzt das konstrukt, daß der geldgeber offiziell anteilseigner des unternehmens wird. das ist was völlig anderes als ne simple kreditvergabe über einen mittelsmann namens BANK.
>bei der kreditvergabe über die bank läuft alles anonym ab. du als kreditnehmer kennst den namen vom kreditgeber nicht, die bank ist dein ansprechpartner. als kreditgeber kennst du den namen des kreditnehmers nicht, die bank ist dein ansprechpartner. wer soll bei dieser anonymität irgendwelche konkreten renditeforderungen an einen konkreten unternehmer stellen von dem standpunkt aus, es sei ja schließlich sein persönliches geldvermögen in das unternehmen investiert?
>entweder ein unternehmer holt sich einen zahlungskräftigen partner (z.b. stille partnerschaft) ins boot, der dann entsprechend anteile am unternehmen bekommt, vertraglich festgelegt, oder er holt sich nen anonymen kredit von der bank, der zinslos ist...
>wenn er keinen partner will, dem er vom unternehmensgewinn einen teil abgeben muß, wieso sollt er sich nicht den anonymen kredit holen?
>kriegt er den bei der bank nicht, hat er wohl ein zu schlechtes konzept, oder ist sonst irgendwie kreditunwürdig. dann wärs für ihn aber wahrscheinlich auch schwierig einen partner zu finden, der sich still beteiligt, dann müßte er schon eher einwilligen daß jetzt ein anderer den laden führt und er noch mit beteiligt ist.
>
basti24:

> Hat jemand dann viel freigeld kann er damit vielseitig investieren. Einen Zins muss es für das Verleihen von Geld immer geben. Weil wenn einer auf etwas verzichtet, möchte er etwas dafür als Gegenleistung.
>

>*gähn* vielfach widerlegtes Totschlägerargument mit der Kunsumverzichtstheorie.
>Wer daran noch glaubt, ist selber Schuld. Naja den kleinen Bürgern die dem Mainstream nachrennen kann man sowas auch erzählen. Aber eine Frau Quant, die jeden Morgen mit 600.000 Euro unterm Kopfkissen aufwacht (Zinserträge) (600.000 Euro pro Tag, wie soll man das viele Geld auf Dauer ausgeben?), worauf verzichtet diese Frau denn?
>
>
basti24:

> Ansonsten existieren ja auch keine banken mehr. Sie bieten Kapital an und wenn jemand jez sofort etwas haben will um damit was auch immer zu tun wird das verzinst
>

>Im heutigen Kapitalistischen System wo das Kapital über allem steht, wo ohne Zins sich gar kein Geld zum Ausleih anbietet, da MUSS die bank die Geldgeber damit locken, daß sie ihnen Zins verspricht. Verspricht sie das nicht, legt auch keiner Geld an. Da ist es attraktiver das Geld liquide zu halten und spekulieren zu gehen, oder auf eine günstigere Gelegenheit zu warten. Da sich dann das Geld nicht mehr anbietet, sind Banken dann gezwungen wieder Zins anzubieten, um das Geld in die Anlage (in den Umlauf) zu locken. Das Geld, was die Bank dem Geldgeber in Form von Zins anbieten muß, damit der überhaupt sein Geld anlegt, muss sie an den Kreditnehmer weitergeben. Irgendwo muß sie ja das Geld auch herbekommen. Uns so kommt es, daß immer auf jedem Kredit Zins ist, weil sich im heutigen Geldsystem das Geld ohne Zins gar nicht erst für Kredite zur Verfügung stellt. Wenn man nur ganz oberflächlich draufguckt, erscheint es dann Leuten wie dir so, als wäre es ein eisernes unabänderbares Gesetz, daß es auf Kredit immer Zins geben muß. Das stimmt aber nur im Kapitalistischen System, und du kannst noch so oft versuchen (versuchst es ja andauernd) die Kapitalistischen Bedingungen einfach mal so eben auf das Freigeld 1 zu 1 zu übertragen....
>*gähn*
>ich werde diesen Versuchen langsam müde.
>
basti24:

> Deine vielbeschworene Vermögensakkumulation durch horten von Geldmengen gibt es so in der Realität gar nicht.
>

>Lies doch wenigstens mit, wenn du schon einen auf Schlaumeier machst. Ich hab nie gesagt daß sich Geld durch Horten akkumuliert, sondern es akkumuliert sich durch Zins und Zinseszins, das Horten ist lediglich die Ursache, die den Zins bedingt. Erst wird Geld zurückgehalten, damit dann wegen der Geldknappheit Zins versprochen wird, um das Geld in den Kreislauf zu locken. Das Geld erpresst sich den Zins durch Hortung, um dann den Zins zur eigenen Vermehrung zu nutzen.
>Kapier das doch endlich.
>
basti24:

>Das Vermögen liegt nicht auf einem berg bei der Bank und wartet auf die Zinsen.
>

>Eben. Es liegt auf einem Berg NEBEN der Bank und ist erst bereit IN die Bank zu gehen, wenn die Bank dem Geldberg einen Zins zusichert. Hab ich eben weiter oben erklärt.
>Dabei bietet sich immer nur soviel Geld zum Verleihen an, daß dennoch eine gewisse zinsbedingende Geldknappheit bestehen bleibt. Bietet sich zu viel Geld an, und verursacht damit einen niedrigen Zins, zieht sich sofort ein Teil des Geldes wieder zurück, um den Zins hoch zu halten.
>Wohlbemerkt, alles Verhalten im heutigen Geldsywstem mit heutigem Geld, Mit Freigeld sieht das ganz anders aus.
>
basti24:

> Es ist investiert in allerlei Anlageformen: Immobilien, Aktien, Staatsanleihen, Beteiligungen, Eigenkapital.
>

>Naja, fährste halt weiter deine Schiene alle Verhältnisse des kapitalismus 1 zu 1 auf die Freiwirtschaft zu übertragen. nungut.
>Also was Spekulation angeht, habsch ja meinen Senf schon dazugegeben. Da gibts sicherlich noch mehr Senf, vielleicht mag mich ja noch einer der anderen hier ergänzen :o)
>In Immobilien investiert man heute mit dem Ziel, daß diese mindestens genausoviel Rendite einbringt als hätte man die Investitionssumme bei durchschnittlichem Zins angelegt. Wenn sie das nicht bringt, hätte man ja einfach anlegen können, und das wär bequemer gewesen. In einer Freiwirtschaft, in der der Zins fällt. an welcher Größe will man sich da orientieren? An einer fallenden. Fein. Wenn man weiter mit dem Gedanken eine Immobilie anschafft, um damit so viel Rendite zu erwirtschaften wie eine durchschnittliche Geldanlage und der Zinssatz auf der Bank liegt bei Null.... naaaaajaaaaaaaaaaa
>Nein. mit Freigeld werden sehr viele Leute in Immobilien investieren. Da werden viele Häuser renoviert, viel neu gebaut, das allein schon drückt den Mietzins gewaltig. Denn auch Rendite von Immobilien richtigen sich nach Angebot und Nachfrage, und die Knappheit des Angebots wird sich unter Freigeldbedingungen in Wohlgefallen auflösen.
>Nene, im Freigeldland wird man mit ganz anderem Ziel eine Immobilie erwerben. Nicht mehr, um damit einen Zins rauszuschlagen, der mit wachsenden Immobilienangebot sowieso immer schwieriger rauszuschlagen wäre, sondern, um später damit wieder genausoviel herauszubekommen, wie man hineingesteckt hat. Um die Umlaufsicherung zu umgehen. Wenn es eine Umlaufsicherung gibt (die eh dem Zins die Gurkel abdrückt), werden die Leute aus ganz anderer Motivation handeln. Immobilien sind dann Altersvorsorgen. Man steckt sein Geld in ein Mietshaus, und ist es erstmal los, muß darauf keine Umlaufsicherung zahlen, und durch Mieteinnahmen kriegt man das Geld nach und nach in kleinen Schüben zurück, so daß man immer gerade das Geld hat, was man auch in dem Monat so braucht, anstatt sein ganzes kapital auf einmal zu haben und darauf Umlaufgebühr zu verlieren, oder es in ner langjährigen Anlage brach zu legen. Auf diese Weise kriegt man sein Kapital, welches ja weggegammelt wäre nach und nach in kleinen Raten frischer Scheine zurück, kann davon leben und hat nach z.b. 30 Jahren die Investitionssumme über die Mieten zurückbekommen, konnte diese Summe gemütlich über 30 Jahre hinweg ausgeben, ohne daß die Summe durch die Umlaufsicherung kleiner wurde. Feinfein.
>Das werden die Beweggründe der menschen in dem Freigeldland sein.
>Freigeld wird den Umgang mit Geld und kapital sowas von verändern (ich weiß daß du dir das nicht vorstellen kannst), daß sich auch am Verhalten der Menschen so viel tun wird, daß selbst ich nicht ermessen kann, welche Veränderungen im denken der Leute stattfinden werden. Deine plumpe behauptung die Leute würden sich ewig weiter so verhalten wie im Kapitalismus, ist so dahergeplabbert. Wie soll das gehen wenn ganz andere Verhältnisse herrschen als im Kapitalismus? Wer sich im Freigeldland wie ein kapitalist der alten Garde verhält, geht unter. Da isser nämlich im falschen System. Das ist doch gerade der Zweck von Freigeld, diese kapitalistischen Strukturen aufzubrechen. Und genau das wird es tun, auch wenn sich das einige so gar nicht vorstellen können, in ihrer Welt, in der der Zins ein sonderbares, automatisches und nicht zu beseitigendes Anhängsel jedes Kredites ist, wie ein Naturgesetz eben.
>Staatsanleihen müssen auch nicht zwangsweise einen Zins enthalten. Das Versprechen genausovile zurückzubekommen wie man gezahlt hat, also die Umlaufsicherung auf den Staat, oder irgendwen anderen abzuwälzen) reicht da schon aus. Da muß nicht zusätzlich ein Zins angeboten werden. Du verkennst ja auch die ganze Zeit sowieso die Tatsache daß Freigeld losrennt und richtig aktiv danach sucht, ausgegeben werden zu können. Deine Denkmuster gehen noch davon aus, daß Freigled ähnlich Träge wie jetziges Geld mit Ruhe und Zeit auf die besten Gelegenheiten warten kann. Und schon allein durch den Angebotsdruck, den das Geld jetzt hat, kann man dem Geld jetzt besser die Bedingungen diktieren, indem man zum Beispiel sagt: Du kriegst keinen Zins. Und es wird sich TROTZDEM anbieten, weil die Umlaufsicherung es dazu treibt. Man muß ihm nurnoch die Möglichkeit offerieren, die umlaufgebühr zu umgehen, und das reicht ihm schon völlig aus. Es hat gar nicht mehr die Ruhe und die Macht einen Zins raushandeln zu können.
>
>"Beteiligungen". Ja fein... Schönes allgemeines Wort. Hybsch, Ja :o)
>Eigenkapital. Kapital legt sich an in Eigenkapital. Klasse Theorie. *Daumen hoch* :o)
>PS. Wäre von den anderen Freigeldkindern eines so lieb, mich mal abzulösen? Ich hab nämlich langsam keine Lust mehr.
>Muß noch Karl Walker lesen :o)


Das is ja ne einzige lachnummer deine "argumente" :)
Das geld wird weder von bedeutenden Stellen akzeptiert, noch gesetzliches Zahlungsmittel zur Steuerbegleichung. Es muss einen Mehrwert wie Ziins geben! Investitionen benötigen kapital. Jedes Unternehmen braucht zu Beginn Kapital und nicht gerade wenig davon. Dieses Kapital bekommt man nie geschenkt. Niemals. Sonst will jeder immer ein Maximum an Kapital zum gegenwartszeitpunkt. Das is ganz klar, dass kein vernünftiger mensch jemals Geld verleihen wird, um dann zum Zeitpunkt X den selben Betrag zurückzuerhalten. Denn sonst benachteiligt er sich lediglich, weil er weniger liquide ist als zuvor und nichts davon hat, dass er Geld verliehen hat. So einen Quatsch habe ich selten gehört. Die Freigeldpraktiker wissen doch, dass man den Zins nicht abschaffen kann, sondern nur senken kann.
Kapiers doch, das sind keine Zinserträge, sondern das geld arbeitet, wie man so schön sagt. Freigeld kann ganz problemlos für mich arbeiten. Ich investiere in Unternehmen und Anleihen/Aktien und erhalte Rendite ohne den Finger krumm zu machen, wie du sagen würdest. Natürlich steckt da Arbeit in anderer Form dahinter und vor allem Risiko.
Wie im anderen Post sage ich auch hier. jeder Leser soll sich seine eigene Meinung bilden.
Grüsse!



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