Nein, das ist bei langfristigen Vereinbarungen durchaus nicht immer so.

Geschrieben von Grek1 am 08.11.2006 12:49:00:

Hallo,
>Natürlich ist sie das :) Alle Gläubiger der BRD beispielsweise haben sicher vereinbart in einer bestimmten Währung befriedigt zu werden.
Nein, das ist bei langfristigen Vereinbarungen durchaus nicht immer so. Dafür gibt es dann z. B. solche Klauseln in den Verträgen:
"5.) Der Darlehensgeber ist im Falle von Krieg oder Währungsreform etc. berechtigt, nicht verpflichtet, die verbleibende Restsumme in einer alternativen Währung (auch Edelmetall) zu dem Wechselkurs einzufordern, der am Tage der Schließung der Darlehensvereinbarung gültig war."
Also warum sollte dann nicht auch Freigeld akzeptiert werden?
Und solange der US Taler als Universalstütze der Weltwirtschaft gilt, sollte auch dieser als Zahlungsmittel akzeptiert werden. Will der Gläubiger dies aus wohl überlegten Gründen nicht, gibt es immer noch Entschädigungsmöglichkeiten in Form des sonstigen Besitzes - z. B. in Form der Eintragung einer Zwangshypothek. Auf Staatsschulden übertragen: z. B. also eine Zwangshypothek für alle Grundstücksbesitzer.
In diesem Zusammenhang auch nach dem Lastenausgleichssicherungsgesetz schauen - oder der Einschätzung des jüngst im Forum verblichenen th. nachgehen, nachdem die BRD aufgrund ihres Besitzes nochmal für doppelt soviele Schulden gut ist. So in etwa habe ich das jedenfalls noch in Erinnerung.
Wenn sich jetzt mehr als die Hälfte der Schulden in ausländischer Hand befindet, ist das eine durchaus realistische Einschätzung und zeigt auch in etwa den Zeitraum, wann die Kreditwürdigkeit total erschöpft und die BRD ausverkauft ist. Solange kann das Spiel also noch maximal laufen. Wer meint, daß da noch sehr viel Zeit ist, nämlich exakt so viel, wie es zuvor dauerte die Schulden anzuhäufen, irrt, da er nicht vergessen darf, daß die Schuldenlast exponentiell weiterwächst. Es wird also nicht mehr so lange weiterrrennen wie bisher. Kreditgeldausweitung durch die Banken und Strohfeuer an den Börsen hin uns her.
Die klassischen Gegensteuerungen sind dann wieder Enteignungen/Verstaatlichungen durch die Staatsmacht (wie zuletzt z. B. in Venezuela) oder ein schöner Krieg mit Vernichtung der Gläubiger/Schuldner. Soll das wirklich immer so weiterlaufen bis ad calendos Graecos?
Gruß
Grek 1



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