Re: Nein, das ist bei langfristigen Vereinbarungen durchaus nicht immer so.

Geschrieben von basti24 am 08.11.2006 14:52:00:

Grek1:
>Hallo,
>>Natürlich ist sie das :) Alle Gläubiger der BRD beispielsweise haben sicher vereinbart in einer bestimmten Währung befriedigt zu werden.
>Nein, das ist bei langfristigen Vereinbarungen durchaus nicht immer so. Dafür gibt es dann z. B. solche Klauseln in den Verträgen:
>"5.) Der Darlehensgeber ist im Falle von Krieg oder Währungsreform etc. berechtigt, nicht verpflichtet, die verbleibende Restsumme in einer alternativen Währung (auch Edelmetall) zu dem Wechselkurs einzufordern, der am Tage der Schließung der Darlehensvereinbarung gültig war."
>Also warum sollte dann nicht auch Freigeld akzeptiert werden?
>Und solange der US Taler als Universalstütze der Weltwirtschaft gilt, sollte auch dieser als Zahlungsmittel akzeptiert werden. Will der Gläubiger dies aus wohl überlegten Gründen nicht, gibt es immer noch Entschädigungsmöglichkeiten in Form des sonstigen Besitzes - z. B. in Form der Eintragung einer Zwangshypothek. Auf Staatsschulden übertragen: z. B. also eine Zwangshypothek für alle Grundstücksbesitzer.
>In diesem Zusammenhang auch nach dem Lastenausgleichssicherungsgesetz schauen - oder der Einschätzung des jüngst im Forum verblichenen th. nachgehen, nachdem die BRD aufgrund ihres Besitzes nochmal für doppelt soviele Schulden gut ist. So in etwa habe ich das jedenfalls noch in Erinnerung.
>Wenn sich jetzt mehr als die Hälfte der Schulden in ausländischer Hand befindet, ist das eine durchaus realistische Einschätzung und zeigt auch in etwa den Zeitraum, wann die Kreditwürdigkeit total erschöpft und die BRD ausverkauft ist. Solange kann das Spiel also noch maximal laufen. Wer meint, daß da noch sehr viel Zeit ist, nämlich exakt so viel, wie es zuvor dauerte die Schulden anzuhäufen, irrt, da er nicht vergessen darf, daß die Schuldenlast exponentiell weiterwächst. Es wird also nicht mehr so lange weiterrrennen wie bisher. Kreditgeldausweitung durch die Banken und Strohfeuer an den Börsen hin uns her.
>Die klassischen Gegensteuerungen sind dann wieder Enteignungen/Verstaatlichungen durch die Staatsmacht (wie zuletzt z. B. in Venezuela) oder ein schöner Krieg mit Vernichtung der Gläubiger/Schuldner. Soll das wirklich immer so weiterlaufen bis ad calendos Graecos?
>Gruß
>Grek 1


Ich stimme dir zu, es gibt mehr als genug zu kritisieren am aktuellen System. Nur ist keinem geholfen wenn man blauäugig draufloslegt und ernsthafte Einwände, von denen es genügend gibt die nicht entschärft werden können mit agressivität und beleidigungen abtut. Aus ärger gegenüber sich selbst, bzw. mit zensur reagieren will. Ich bin der erste der hurra schreit wenn sich was am zerstörerischen system verändert. Aber man muss wissen, das auch am Freigeld nicht alles perfekt ist. Von den Hindernisse ausserhalb der regionalen tauschgeschäfte ganz zu schweigen.
wie du oben schreibst, könnten die Gläubiger auch freigeld akzeptueren. Nur überleg mal, was machen die mit ihrem kapital. natürlich investieren und natürlich wollen sie die möglichkeit auch weltweit flexibel zu sein. sie wollen nicht mit milliarden gutscheinen zum regiionalen gemüsehändler gehen - sie wollen in Unternehmen und den Kapitalmarkt investieren oder Geld verleihen um Renditen zu erzielen. Dafür eigenet sich ein gesetzliches Zahlungsmittel wohl besser, als Freigeld, das kraft gesetzes von Kapitalgesellschaften nicht akzeptiert werden kann, genauso wie von Staaten, staatlichen Institutionen und Banken.



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