Re: Nein, das ist bei langfristigen Vereinbarungen durchaus nicht immer so.

Geschrieben von basti24 am 09.11.2006 14:31:00:

Sildarion:
>
basti24:
>
Sildarion:
>
...als Freigeld, das kraft gesetzes von Kapitalgesellschaften nicht akzeptiert werden kann, genauso wie von Staaten, staatlichen Institutionen und Banken.
>>>

>>>Wo steht denn das bitte?
>>>Es gibt ein Gesetz was zur Annahme vom ges. Zahlungsmittel verpflichtet!
>>>Ich kenne kein Gesetz das die Annahme eines anderen, beliebigen Zahlungsmittel verbietet!
>>>Das heiß dann Devisen und ist grundsätzlich erlaubt, ja sogar teilweise dem eigenen bevorzugt.
>>>Zwischen Geschäftspartner besteht vertragsfreiheit! Die können tauschen was sie wollen.
>>

>>Dann schau mal ins HGB und BörsG. Der Jahresabschluss ist in Euro aufzustellen, andernfalls wird er bei der Prüfung keine Bestätigungsvermerk erhalten und kann somit nicht festgestellt werden, was u.U. sogar unter Strafe steht, auf jeden fall bußgeld und die Verpflichtung zur ordnungsgemäßen Aufstellung eines neuen JA bedeutet. Ganz abgesehen von der praktischen Undurchführbarkeit auf Ebene der Kapitalgesellschaften parallelwärungen in der buchführung zu berücksichtigen, bei der ermittlung des steuerpflichtigen gewinns, der ausschüttungsbemessung, etc. durch die gewinnabführungsverträge wird die mutter einer solchen verfahrensweise ohnehin nicht zustimmen. An der börse ist die vermischung undenkbar, zudem wird ja nicht bar sondern buchgeld verschoben. Richtige Banken werden nie freigeld in dem sinne verwalten wie dies beim euro ist. Zertifikate oder Anleihen ohne gestzliche zahlungsmittel bezahlen zu wollen ist allenfalls in randnischen denkbar. regional eben irgendwie evtl. Im Verwaltungs- und Steuerrecht geht teilweis um nix anderes, denk nur nicht, dass da eine lari-fari-mentalität geben wird, wenn die staatanwaltschaft in der richtung ermittelt. alleine der umsatzsteuerausgleich kann ja nicht funktionieren. Das finanzamt verlangt dann unsummen an umsatzsteuernachzahlungen, weil kein ausgleich durch die vorsteuer erfolgen kann. Nicht in euro, also nicht aus sicht des finanzamts und des steuerrechts.
>>private vertragspartner können tauschen was sie wollen, wie ich oben ja schreibe, z.b. legosteine gegen waren. die gläubiger des staates, die z.b. millionen verliehen haben, wollen zinsmäßig bedient werden, möglich wäre ausserdem noch die begleichung. in gestzlichem zahlungsmittel natürlich, das ist weltweit gültig und kann in andere währung transferiert werden. schwundgeld nicht bzw. nur extrem eingeschränkt.
>>ein letztes mal: auf regionaler ebene super! auf internationaler oder nationaler ebene extrem eingeschränkt. ausnahme: gesetze werden geändert.
>

>Ich verstehe immer noch nicht wo das Problem liegen soll.
>Was hat der Zwang zur Buchführung in Euros mit den tatsächlichen Geschäftsfällen in Legos zu tun? Das kann mein Computer tagesaktuell vollautomatisch ausrechnen. Da gibt es dann Super Jahresabschlüsse/Aufstellungen/Steuererklärungen etc..
>Wo steht in diesen Gesetzen, das ich keine Legos annehmen darf?
>Eine Bank die sich das Geschäft mit Legos entgehen läßt ist selber schuld. Die örtliche Sparkasse wird sogar die Anweisung ihres Bürgermeisters ausführen müssen ein Legokonto für die Stadtverwaltung einzurichten. Welches Gesetz verbietet ihr das?
>Eine Mutterfirma welche ihrer Filiale verbietet Legos anzunehmen kann dort zumachen. Machen eben andere die Geschäfte ;-)
>Gruß


es ist nicht durchführbar versteh doch. Gesetzliches Zahlungsmittel ist euro. ich bin wirtschaftsprüfer, du kannst nicht irgendwas mit deinem computer umrechnen :) schon gar nicht tagesaktuell.. steuern etc sowieso nicht. mach das mal als vorstand und ich verspreche dir die BaFin ist ganz schnell zur Stelle und der Vorstand ganz schnell aus dem Amt. Das ist Betrug. Kann ja jeder kommen und seine lockenwickler in Euro umrechnen mit seinem heimpc und damit aufstellungen machen. Die Anleger werden sich freuen, wenn sie so einen abschluss analysieren wollen^^. was soll denn der staat mit schwundgeld ;) er kann nix damit machen, gar nix. das is ein geld zum warentausch auf regionaler ebene, nicht zum investieren in unternehmen, kapitalmärkte, im ausland oder zur schuldenbegleichung. wie soll denn deiner meinung nach gehen bei der lohnabwicklung? ein teil steuern, arbeitslosen-, pflege-, renten- und krankenversicherung in euro, der lohn evtl. in schwundgeld, es sei denn der arbeiter besteht auf euro, vileicht möchte er ja mal im ausland urlaub machen ;) beim nächsten mal wünscht er sich dann freigeld, hm. das finanzamt lacht sich tot. Man könnte die absurdität im gesamten unternehmenskreislauf fortführen, freilich nicht beim gemüsehändler um die ecke, der wirklich nur mit seinen paar einnahmen bischen was beim bäcker und metzger einkaufen geht.
Mit konsumverzicht auf breiter ebene kann man was erreichen, da hast du recht. da fehlen den unternehmen dann die umsätze. was machen die dann? richtig leute entlassen, unternehmen abstossen, auswandern, gerichtlich vorgehen. was sagt denn die EZB, wenn sie das alles sieht? Nach Krümels logik kann eine Bank die Freigeld annimmt gar nicht überleben, wenn sie keinen Zins verlangt für kredite. das widerstrebt der logik ganz einfach. niemals wird irgendein individuum für nichts geld verleihen. stell dir mal die wahnsinns umstellung vor, die da betrieben werden müsste: preisschilder, verrechnungssysteme, ganze ERP systeme, verträge, satzungen, verordungen müsten verändert werden auf unternehmesebene. Nimmt ein Rechnungslegungspflichtiges Unternehmen nur noch Freigeld an, wird es schnell pleite gehen. Es nützt ihm nix, dass es davon viel brot und gemüse kaufen könnte. Rein gar nix. Umrechnen von Freigeld in gesetzliches zahlungsmittel, und davon dann einen JA aufstellen und hoffen, dass das finanzamt beide augen zudrückt? das wird teuer der umsatzsteuerausgleich, die steuerzahlungen, gesetzliche abgaben, lohnnebenkosten und ausschüttungen in euro :)
ihr seht immer nur die warentauschebene und vergesst die investitionsfunktion und die eigendynamik des geldes. es gibt mehr als genug nachfrage nach kapital und da auch immer ein angebot existiert, bildet sich ein Markt für geld. der preis ist dann der zins, kann aber auch irgendetwas anderes sein, was dem anbietenden vertragspartner nutzen stiftet.



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