jeder kann, aber nicht im Land der kollektiven Hosenscheißer

Geschrieben von Faultier am 09.11.2006 14:23:00:

Ist es nich wieder allzu köstlich?:

  • die Verbandsbanker wollen es nicht kennen und nicht kennen lernen und schon gar nicht kommentieren,
  • die Politiker kriminalisieren die Bürger mit ihren veralteten Gesetzen,
  • die Gewerkschafter, die sonst immer und überall mitzureden haben wurden diesmal glücklicherweise nicht erwähnt.

Was bleibt: Stillstand(2) im Namen des Wählervolkes. Das Konzept der Internetbank wird sich derweil in anderen Regionen durchsetzen, weil es einfach effizient(1) ist. Interessant ist, daß die Briten diesmal den Anfang wagen(3). Die haben wahrscheinlich doch etwas aus ihrer Maschinenstürmerei vor über 200 Jahren gelernt.

Das Faultier


Anmerkungen:

( 1 ) effizient:
effiziente Technologien setzen sich aus mindestens zwei Gründen durch:
1.) sie ermöglicht es, ein Produkt oder eine Leistung zu günstigen Preisen anzubieten,
2.) sie spart Arbeitskosten pro Produkteinheit, was in der Regel die Erwirtschaftung eines Unternehmensgewinns ermöglicht.
Die Folge ist, daß die effizienten Unternehmen immer größere Teile des Marktes bedienen können, während die ineffizienten Unternehmen langsam verschwinden. Mit ihnen verschwinden die Verbände, Gewerkschaften, inneren Hirarchien und auch die Arbeitsplätze. Die Arbeitsplätze verschwinden aber nicht gänzlich. Sie entstehen nämlich unter einer effizienten Struktur neu, meist anderswo.
So einfach kann Kapitalismus sein, wenn man ihn nur verstehen will.
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( 2 ) Stillstand:
nur einmal so am Rande bemerkt: es sind doch schon allerlei Bankfilialen wieder verschwunden hierzulande, das wäre also schon ein Anzeichen des beginnenden Rückbaues. Dresdner Bank gibt es nur noch als Allianz-Teil und die Deutsche Bank hat ja ein gar wundersames Entwicklungs-Hin-und-Her durchgemacht. Währenddessen erobert ING schrittweise den deutschen Markt.
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( 3 ) den Anfang wagen:
Aufbau einer solchen Internetbank und Schaffung der dazu notwendigen Umgebung einschließlich der notwendigen rechtlichen Rahmenbedingungen erfordert nicht nur Intelligenz, sondern auch den Mut, aus möglicherweise zu machenden Fehlern lernen zu wollen.
Auch das ist klar an der Menschheitsgeschichte erkennbar. Diejenigen netten Prinzen, die planmäßig in ihr Amt befördert wurden sowie die vielen kollektiven Hosenscheißer finden wir kaum irgendwo erwähnt, während diejenigen, die etwas mutig angepackt haben, heute noch dafür gefeiert werden. Das gilt für einen Alexander von Macedonien genauso wie für Gutenberg oder Ford.
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