Axel , bist du das ? So ein unsinniger Text

Geschrieben von Kritiker am 29.07.2010 10:54:12:

Die Banken und die diese unsägliche Wort "Geld" vergleistern den Blick auf einen ganz einfachen Mechanismus
In einer Mikroökonomie kann man nämlich ganz leicht nachvollziehen, warum der Sparer der Böse ist!


Die mikroökonomische Sicht verkleistert den Blick


Zwei Handelspartner haben sich auf ein irgendwie geartetes Zahlungmittel geeinigt. Dieses Zahlungsmittel können auch nur elektronische Zahlen sein. Wichtig ist nur das beide dieses Zahlungmittel akzeptieren.


D'accord

Bei zwei Handelspartnern kann es langfristig gut funktionieren, wenn die Bilanz des Handels ausgeglichen ist. Das Zahlungsmittel kann zwischenzeitlich mal gepuffert werden, aber nach einer Weile hat jeder in der Summe bei dem anderen so viel gekauft, wie dieser bei ihm gekauft hat.


Das Problem des Außenhandelsdefizit hat nichts mit dem Sparen zu tun.Denn Sparen und Horten sind zwei verschiedene Begriffe.Horten heisst, Zahlungsmittel entziehen. ( Bargeld , M1) Sparen heisst, verzinslich anlegen.



Hortet - spart der eine das Zahlungsmittel, dann fehlt das Zahlungsmittel. Der Handelspartner der nicht hortet - spart, sondern die Waren des anderen gekauft hat, macht jetzt immer attraktivere Angebote, aber der Spielverderber will einfach bei ihm nicht einkaufen.


Wo macht denn die USA z.B den Chinesen oder OPEC Ländern Angebote?
Die USA haben hauptsächlich konsumtive Güter gekauft ( Luxusgüter, Kriegsgerät) anstatt in ihre eigene Industrie zu investieren
China und Opecländer investieren ihre Dollardevisen in verschiedenen Ländern (z.B in Form von Unternehmensbeteiligungen, Staatsanleihen) Werden aber zuviel Dollar auf den Markt geworfen, sinkt der Kurs rapide ab.

Das mit den Terms of Trade vergiss mal ganz schnell wieder.Durch die Internationalisierung und Liberalisierung des Kapitalmarktes funktioniert das nicht mehr.Die Schwellenländern dumpen sich selbst ihre Preise auf dem Weltmarkt und wurden zu sehr auf Export getrimmt vom IWF.


Betrachtet man den Vorgang von Seiten der Handelsware, dann wird nämlich klar, dass der "Sparer" eigentlich ein Kreditgeber ist, der nicht zulassen will, das dieser Kredit getilgt wird.


Banken können heute auch ohne Spareinlagen Kredite vergeben am Kapitalmarkt ( Handesbuch)
Die klassischen Gedlinstitute, die Spareinlagen verzinsen, geben dementspechend auch fristenkongruent , bzw per Fristentransformation Kredite heraus. Dadurch erzielen sie ja die Zinserträge ( für ihr Eigenkapital und für den Sparer)

Kredittilgung findet statt durch

1) Nachschuldner ( zeitlich versetzte Forderungen ), so dass aus den neuen Krediten die jährlichen Tilgungsraten aufgebracht werden können, ( Unternehmen dikontieren jährlich ab vom Umsatz.)
Je länger der Kredit desto kleiner die Tilgungsraten ( bei gleicher Kreditsumme)

2) Durch Entsparen: Sparvermögen ( incl. Zinsen) wird auch wieder teilweise verkonsumiert, ist also auch ein dynamischer Vorgang. ( z.B Kauf von Sachwerten,wie Immobilien,Luxusgüter, Rentenzahlungen, Pensionszahlungen etc)Da aber . wie gesagt, nicht alle Forderungen sofort getilgt werden müssen, kann auch ein Teil sogar gehortet werden.



Erst durch den Kredit an Waren gegen Zahlungsmittel wird GESPART. Der Schuldner der Waren kann aber eben dem "Sparer" nichts verkaufen, weil dieser eben keine Ware von ihm haben will.


Nee. Mit der Kreditvergabe entsteht erst mal ein Guthaben.( M1) Dieses kann dann kurzfristig auf dem Transaktionskonto ( Clearingkonto) gehalten werden, z.B zur Spekulation oder verzinslich angelegt werden, ( Sparvolumen = M3 und höher minus M1 .)



Eine Fixierung auf Schulden verkennt den Fakt, dass der Guthabenbesitzer der Bremser ist.


Eine Fixierung auf das Sparvolumen als homogene Menge verkennt den Fakt, das Kreditvergabe und Sparvorgänge dynamisch ist


Erst wenn der böse Sparer bereit ist, von seinem Handeslpartner etwas zu kaufen, dann erst kann die Schuld abgetragen werden. Der naive Handelspartner der bereit war, die Waren von dem "Sparer" zu kaufen, hat dann im Normalfall ein schlechtes Geschäft gemacht.


Institutionelle Anleger ( Rentenfonds etc) investieren und kaufen auch Sachwerte.Sparen ist nicht Horten.


Man kann mit einem Kredit an Zahlungsmittel jetzt noch mal die Bilanz verlängern, oder anders ausgedrückt das Volumen der Schuld weiter vergrößern, aber Schuld bleibt Schuld.


Schuld bleibt nicht Schuld, da Schulden auch getilgt werden. Oder sie werden abgeschrieben und verschwinden aus der Bilanz.
( Pfänder werden monetisiert) Nur Staaten prolongieren und schreiben immer wieder dazu.



Der Sparer ist ein ökonomischer Amokläufer!


Ich denke eher dieser Textautor ist ein Amokläufer der INWO

Beachtet man jetzt aber, dass die Reichen und Superreichen vor allem Realwerte besitzen, dann ist die so genannte Mittelschicht mit Rentenfonds, Lebensversicherungen, .... die eigenlichen Sparer.


Auch nicht ganz richtig:
Die den institutionellen Anlegern zugeschriebene Qualität als Institution der Vermögensanlage „kleiner Leute“ muss zumindest für Deutschland in doppelter Hinsicht relativiert werden. Zum einen haben die nur wenigen Groß­anlegern offenstehenden Spezialfonds mittlerweile die Publikumsfonds im Anlagevolumen deutlich übertroffen. Auch an Hedge-Fonds können sich nur vermögende Anleger mit hohen Einlagen beteiligen. Sie sind hoch spekulativ, und sie haben eine sehr große Hebelwirkung .Mit vergleichsweise geringem Kapitaleinsatz, der oft obendrein kreditfinanziert ist, können große Marktbewegungen ausgelöst werden.

Siehe dazu auch hier

http://finanzcrash.com/forum/read.php?2,76775,76775#msg-76775

Gruß


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