Re: Geldreform + Bodenreform = Gesellschaftsreform?

Geschrieben von basti24 am 20.11.2006 03:25:00:

erzsyger:
>>kreutzer dieser demagoge :o)
>Die Wahrheit verfälschen, das tut er keinesfalls.
>>freiwirtschaftsgegner, weil er eindeutig die funktionsweise eines freigeldes nicht versteht. (geht aus seinen texten deutlich hervor) und grundeinkommensbefürworter....
>Ehrlich gesagt, ich quäle mich auch noch mit dem Verständnis zur entgültigen Funktionsweise des Freigeldes.
>Wenn ich mir das durch den Kopf gehen lasse, komme ich immer nur bis zu einem gewissen Punkt.
>Es funktioniert in meiner Denkweise immer nur mit Leuten die ich kenne und denen ich vertraue.
>Freigeld würde meiner Meinung nach nur dann funktionieren,wenn jeder, aber auch jeder,der es ausgibt, einklagbar für seine Leistung(Freigeld) garantieren muß.
>Und das ist nur mit einer gesetzlichen Grundlage zu machen, insofern liegt Kreutzer garnicht so falsch.
>Die Menschen sind nun mal gierig und raffiniert.Wie will man diese Klientel daran hindern, Freigeld zu mißbrauchen? So wie sie auch alle jetztigen Währungen mißbrauchen?
>Ich bin eher für Kreutzers Modell, nachdem sich eine solide deutsche Regierung wieder die Hoheit über ihr Geld verschafft und das Kapital in seine Schranken weist.
>Von mir aus sollen auch die Zinsen abgeschafft werden.
>Wenn einer mit guten Produkten viel Geld verdienen kann, seinen Mitmenschen damit nützt ohne zu schaden, kann er das gerne horten, nur muß er eventuellen Wertverlust selbst tragen und er muß eben, das es keine Zinsen mehr gibt, sein Kapital verbrauchen.
>
>Gegen ein Grundeinkommen basierend auf das Grundrecht auf Grundbesitz für jeden Menschen auf der Welt, dagegen ist meinerseits nichts einzuwenden.
>Das Grund und Boden nicht einigen wenigen gehören darf, sondern alle Menschen der Erde das gleiche Recht auf Nutzung/Ertrag haben, sagen doch auch die Freiwirte.
>Und er ist auch nicht gegen Freigeld als "Übergang".
>Ich meine, es ist ein langer, langer Weg bis zu einer Weltfreiwährung.
>Mir würde momentan hier die Wiedereinführung der guten, alten Deutschmark mit Wechselkurs reichen....
>
>>eine tolle mischung
>>
>>er ist ein guter rhetoriker, er erkennt auch die fehler am aktuellen system sehr gut, aber wenn es um lösungen geht würd ich ihm inhaltlich nicht zu viel bedeutung beimessen.
>>ihm gehts mehr um prestige, wenn er schreibt...
>Na ja, jeder hat seine Eitelkeiten. Und Prestigedenken...er wäre sicher ein guter Bundeskanzler.
>Normalerweise leben Autoren vom Verkauf ihrer Artikel.
>Wenn die Deutschen schon mal den Inhalt seiner Bücher kennen und verstehen würden,würde sich mit Sicherheit in unserem Geld/Wirtschaftssystem etwas zu Positiven verändern.
>Seine Bücher wären gut für den gesamten Schulunterricht geeignet, das hat mir erst kürzlich eine Lehrerin bestätigt.
>Sorry, das ist meine Meinung
>erzsyger


Meine Meinung ähnelt deiner. Ich habe die vielen Restriktionen auch durchgedacht usw.
Nur das mit dem Horten is mir nicht klar. Wir sind uns alle einig, dass niemand einfach Bargeld auf einem haufen sammelt. Sonst würde er ja nur beim Wertverlust zuschauen. Ich gehe davon aus mit dem vielbeschworenen Horten, ist gemeint, dass jemand die Möglichkeit hätte, nach liquiede machen von allen Anlageformen über eine grosse Menge an Buchgeld/Bargeld zu verfügen. Also beispielsweise wenn Herr Gates seine Anteile an Microsoft verkauft, seine Depots auflöst, Beteiligungen verkauft, Anleihen kündigt usw. usf. könnte er eine beträchtliche Summe zusammenziehen.
Was hindert jemanden daran unter der fiktion des freigelds ebefalls eine tolle unternehmensidee zu entwickeln, umzusetzen und gewinne zu machen? Diese gewinne wird derjenige dann natürlich nicht unter dem kopfkissen aufbewahren, sondern sein Vermögens- und Fondmanager-Team wird damit eine weltweite diversifizierungsstrategie fahren. vereinfacht gesagt das geld aufgeteilt in alle möglichen Projekte alle risikostufen anlegen. Von Immobilien, Grundstücke, Unternehmen über allerlei Börsentitel bis zur privaten kreditvergabe, in Form von Fonds oder Pferdewetten, oder Autos, oder Gemälden oder weis der Geier sonst was. Und man stelle sich vor, wenn die tollen Vermögensberater ein gutes Händchen haben vermehrt sich das ganze in der Form, dass bei einer liquide machung aller investitionen ein größerer Buchgeld/Bargeld Betrag rauskommen mag, als der zuvor angelegte. Kein Ding, ob man das mit Euro, Dollar oder Freigeld macht. Anlageformen muss es immer geben, weil es immer eine Nachfrage nach Kapital gibt, weil es immer Dinge gibt, die mehr Startkapital benötigen als es Herr XY oder Institution XY gerade zur Hand haben.
Sollte es irgendwann keinen Zins mehr geben, sagt mir bitte als erstes Bescheid, dann renn ich von Tür zu Tür und Bank zu Bank und leihe mir überall Geld um es zu investieren. Selbst wenn ich es nicht investieren würde, was ich natürlich tue, hol ich mir so viel, dass ich mir Konsumwünsche erfüllen kann, die ich mir jetzt nicht erfüllen kann. Und das ohne nachteile, da ich genauso viel zurückzahle wie ich aufgenommen habe. ich fürchte nur das wollen alle machen und zudem fürchte ich das ich keinen finden werde der dumm genug ist mir geld for free zur verfügung zu stellen. banken könnens nicht, weil sie dann pleite gehen und privatleute verschlechtern ihre liquiditätssituation ohne das sie etwas dafür im gegenzug bekommen.



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