Re: Geldreform + Bodenreform = Gesellschaftsreform?

Geschrieben von erzsyger am 20.11.2006 09:16:00:


>Meine Meinung ähnelt deiner. Ich habe die vielen Restriktionen auch durchgedacht usw.
>Nur das mit dem Horten is mir nicht klar. Wir sind uns alle einig, dass niemand einfach Bargeld auf einem haufen sammelt. Sonst würde er ja nur beim Wertverlust zuschauen. Ich gehe davon aus mit dem vielbeschworenen Horten, ist gemeint, dass jemand die Möglichkeit hätte, nach liquiede machen von allen Anlageformen über eine grosse Menge an Buchgeld/Bargeld zu verfügen. Also beispielsweise wenn Herr Gates seine Anteile an Microsoft verkauft, seine Depots auflöst, Beteiligungen verkauft, Anleihen kündigt usw. usf. könnte er eine beträchtliche Summe zusammenziehen.
>Was hindert jemanden daran unter der fiktion des freigelds ebefalls eine tolleunternehmensidee zu entwickeln, umzusetzen und gewinne zu machen? Diese gewinne wird derjenige dann natürlich nicht unter dem kopfkissen aufbewahren, sondern sein Vermögens- und Fondmanager-Team wird damit eine weltweite diversifizierungsstrategie fahren. vereinfacht gesagt das geld aufgeteilt in alle möglichen Projekte alle risikostufen anlegen. Von Immobilien, Grundstücke, Unternehmen über allerlei Börsentitel bis zur privaten kreditvergabe, in Form von Fonds oder Pferdewetten, oder Autos, oder Gemälden oder weis der Geier sonst >was.
Zinsen ließen sich abschaffen.
Je höher der Gewinn um so höher die Bodenrentenabgabe.
So wie heute für die Wenigverdienenden die Steuern und Abgaben erhöht werden,
könnte man die großen Vermögen begrenzen mit der Bodenrentenabgabe.
Wer gute Arbeit leistet, soll auch gut verdienen.
Es kommt auf das Verhältnis an.
Und was ist mit Anlageformen gemeint:
Was sich heute Anlage nennt, ist bloße Spekulation.
Im streng moralischen Sinn ist es Betrug.Es gehört verboten.
Oder man sollte diese Börsenspiele mit einer Glücksspiel Währung (Monopolygeld) betreiben, die in keinem Falle die produkterzeugende Währung tangiert.
>Und man stelle sich vor, wenn die tollen Vermögensberater ein gutes Händchen haben vermehrt sich das ganze in der Form, dass bei einer liquide machung aller investitionen ein größerer Buchgeld/Bargeld Betrag rauskommen mag, als der zuvor angelegte. Kein Ding, ob man das mit Euro, Dollar oder Freigeld macht. Anlageformen muss es immer geben, weil es immer eine Nachfrage nach Kapital gibt, weil es immer Dinge gibt, die mehr Startkapital benötigen als es Herr XY oder Institution XY gerade zur Hand haben.
>Sollte es irgendwann keinen Zins mehr geben, sagt mir bitte als erstes Bescheid, dann renn ich von Tür zu Tür und Bank zu Bank und leihe mir überall Geld um es zu investieren. Selbst wenn ich es nicht investieren würde, was ich natürlich tue, hol ich mir so viel, dass ich mir Konsumwünsche erfüllen kann, die ich mir jetzt nicht erfüllen kann. Und das ohne nachteile, da ich genauso viel zurückzahle wie ich aufgenommen habe. ich fürchte nur das wollen alle machen und zudem fürchte ich das ich keinen finden werde der dumm genug ist mir geld for free zur verfügung zu stellen. banken könnens nicht, weil sie dann pleite gehen und privatleute verschlechtern ihre liquiditätssituation ohne das >sie etwas dafür im gegenzug bekommen.
Nun, Kreutzer geht doch konform mit den Freiwirten, indem er sagt:
Ohne Bodenreform keine Geldreform. Beides muß kommen.
Nach einer Bodenreform kann niemand mehr mit Boden spekulieren, d.h. zusammenkaufen nur um des Besitzes willen um dann Menschen damit zu erpressen.
Im Gegenteil,wer Boden braucht, muß ihn mieten und entsprechend Bodenrente entrichten.
Welcher Bürger wird seine Grundrentenrechte verkaufen, die ihm ein lebenslanges Auskommen in Würde garantieren?
Der Bürger kann diese verpachten, vermieten, wobei der Miet/Pachtbetrag immer die Höhe des bedingungslosen Grundrentenbetrages haben muß.
Dieser Grundrentenbesitz kann /sollte sogar vom Gemeinschaftswesen aus unverkäuflich gemacht werden.
So kann man ausschließen,das leichtsinnige Bürger ihr bißchen verscherbeln und dann doch wieder mittelos dastehen und praktisch auf die Allgemeinheit angewiesen sind.
Liegt z.B. der Grundrentenbesitz im staatlichen Forst, so zahlt der Staat die Grundrente aus Steuern z. B.
Hat ein Unternehmer den Grundrentenbesitz gepachtet, muß er die Rente bezahlen und anständig Steuern auf seinen Gewinn, damit sich garnicht erst solch immense Vermögen anhäufen können.
Und viele unsinnige Steuern könnten wegfallen.Damit wäre auch Unternehmen geholfen, wer hat heute noch Übersicht über den Steuerdschungel??
Ich glaube, da gibt es Gestaltungsspielräume.
Die gab und gibt es schon immer, nur nicht zum Nutzen Aller Bürger.
Zuforderst brauchen wir Reformen in der Politik.
Es muß wieder gerechter zugehen.
Unser jetztiges System fährt gegen die Wand.
Darüber sind sich hier doch fast alle einig.
Die verarmte und verarmende Bürgerschaft wird sich unsere derzeitigen Verhältnisse nicht mehr lange friedlich bieten lassen.
Siehe Ole von Beuest's Befürchtungen, in Hamburg könnte sich das ereignen, was in Frankreich stattfindet.
In Hamburg verslumen ganze Stadtteile in kurzer Zeit. Und dazu hat von Beuest noch die Mafia am Hals.
Diese mafiösen recht massiven Struckturen in Deutschland sehe ich ebenfalls als großes Problem.
Die werden uns weder kampflos Freigeld und/oder Bodenrente überlassen.
Heute Morgen in den Nachrichten:
Siemens hat 100 Mill. Schwarzgeld/Schmiergeld gezahlt.
Je größer die Konzerne, um so schlimmer die Betrügereien.
Kann man das überhaupt noch stoppen?
Ich denke ja. Eine konsequente Regierung könnte das.
Nur nicht mit diesen amtierenden Politikern.
Es müssen ganz neue Leute her.
Da hilft nur noch der Aufstand der Massen, danach Kreutzer als Kanzler, Hannich als Finanzminister:-)
Da sind dicke Bretter zu bohren.Weltweit.Vielleicht sind die Freiwirte der Anfang und Kreutzer die Vollendung?
Oder die Bundeswehr vollendet, mit ihrem Einsatz im INNEREN. Wird sich weisen.
Das und viel mehr sind so meine Gedanken.
erzsyger



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