Re: Zinserträge der Notenbanken

Geschrieben von M.Raptis am 18.11.2006 01:32:00:

sammelleidenschaft:
>Axel Grimm schreibt auf seiner Seite folgendes:
>Zitat:
>"Die Bundesbank, eine der europäischen Zentralbanken, stellt Bargeld her. Innerhalb der Bundesbank ist es noch kein Geld, sondern nur bedruckter Zellstoff. Erst wenn die bunten Papiere von einer Geschäftsbank angefordert werden, wird es zu Geld.
>Die Geschäftsbank bezahlt für diese Herausgabe Zinsen. Eine Rückzahlungspflicht entsteht."
>Wenn das stimmt: Weiß jemand, wie hoch diese Zinserträge jährlich sind, wie sie denn jährlich wachsen und wer sie warum kassiert?


Hi Sammelleidenschaft!
Der Nettozinsertrag der Deutschen Bundesbank betrug laut Jahresbericht 2005 (Seite 126) 3,8 Milliarden Euro, der Jahresüberschuss belief sich auf 2,86 Milliarden Euro. Das Wachstum der Zinserträge der Zentralbanken wie der Deutschen Bundesbank sind harmlos, exponentiell wachsen dagegen die Zinserträge der Geschäftsbanken. Die Überschüsse der Bundesbank werden an den öffentlichen Haushalt abgeführt. Warum? Weil es halt die beste Löusng ist. Wenn die Überschüsse an private Aktionäre fließen würden, würde ich das nicht ok finden. So ist das zum Teil in den VSA. Da streichen sich die FED-Aktienbesitzer einen Teil des Überschusses als Dividende ein, aber auch da geht der größte Teil in die Staatskasse.

sammelleidenschaft:
>Jedoch und da fällt Herrn Grimm ein Widerspruch auf:
>Zitat:
>"Doch hier ist schon mal ein Widerspruch! Wenn eine Geschäftsbank 1 Mio Euro in Scheinen von der Zentralbank erhält und nach einem Jahr 1 Mio Euro zurückgibt, woher kommen dann eigentlich bei 2% Zinszatz die 20.000 Euro Zinsen, die fällig geworden sind?


Habt ihr das nicht schon weiter unten diskutiert? Wool242 hilft dir vielleicht da weiter.

sammelleidenschaft:
>Die Antwort ist einfach: Die 20.000 Euro bleiben für immer und ewig als Schulden erhalten. übrigens mit einer ewigen Verzinsung, eine vollständige Rückzahlung ist gar nicht möglich."


Ja und? Dass die Gesellschaft irgendwann kein Geld mehr braucht, ist sowieso absolut unwahrscheinlich. Die Zentralbanken müssen sich ja auch irgendwie finanzieren, schließlich arbeiten die Angestellten dort ja nicht ehrenamtlich und auch sonst haben die so einige Kosten. Da der Rest an den Staat geht, der sich ja auch finanzieren muss, ist das schon ok. Außerdem, selbst wenn man annimmt, dass die Geldnachfrager alles Geld zurückzahlen wollten und könnten, und nur die Zinsen übrigblieben, so könnte man diese letzte Zahlung ja auch mit einem Wertpapier in gleicher Höhe an Geldzahlung statt vornehmen. Null Problemo.
MfG - M.Raptis



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